EnglishGerman

Gelassenheit als Lebensmotto – Teil 4: Wer gewinnen will, muss verlieren lernen



Voriger Teil Nächster Teil



Top100 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, Blogger-Relevanz-Index) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Wie konzentriert und wie gut wir uns in den Situationen des Lebens verhalten, hängt von zwei Faktoren ab: Dem Ich-2 und unserer augenblicklichen Form. win-loose


Hier schreibt für Sie:

 

82Dr. Martin Christian Morgenstern ist ein Verhaltensforscher und Evolutionspsychologe.

Profil


Best of HR - Berufebilder

Werbefreie Texte & weitere Mitglieds-Vorteile

Sie lesen unsere Texte lieber ohne Werbung & Popups, mögen Sonderaktionen & exklusive Previews? Werden Sie einfach & kostenlos Mitglied - hier gehts lang!

Wir sind nur so gut wie unser Ich-2

Der erste Faktor ist, dass wir immer nur so gut sein können, wie wir unser Ich-2 trainiert haben. Wenn wir beispielsweise nie gelernt haben, mit einem Auto auf regennasser Fahrbahn im Drift um die Kurve zu fahren, dann können wir diesen Vorgang niemals kontrolliert ausführen. Umgekehrt können wir das aber, wenn wir es gelernt haben, auch nur innerhalb bestimmter Grenzen.

So können wir in einem Autorennen zum Beispiel nur die Zeiten fahren, die unserem Trainingszustand entsprechen. Würden wir darüber hinausgehen und zum Beispiel noch schneller in die Kurve einfahren, als wir das im Training gelernt haben, besteht eine hohe Gefahr des Rausrutschens. Dann reagiert unser Gehirn auf der Ebene Ich-2 mit einer Stressreaktion wegen möglichen Kontrollverlusts.

Unsere momentane Form ist ein wichtiger Faktor

Der zweite Faktor für die Kontrolle im Augenblick ist unsere augenblickliche Form. Wir schwanken permanent in der Leistungsfähigkeit unseres körperlichen und mentalen Systems. Wir schwanken nicht nur innerhalb eines Tages. Wir schwanken auch innerhalb von Wochen- und Monatsrhythmen.

Vielleicht ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Spitzensportler eine Zeit lang ziemlich oben in der Tabelle stehen und danach wieder für ein Zeitfenster absteigen, bis sie vielleicht wieder aufsteigen. Sie hören ja auch häufig, dass Moderatoren davon sprechen, dass sich ein Sportler zurzeit in einer guten oder schlechten Form befindet.

Je mehr wir etwas wollen, desto schlechter werden wir

Wir können also in den Situationen des Lebens immer nur so gut sein, wie wir es gelernt haben und was unsere augenblickliche Form im Moment zulässt. Je mehr wir nun versuchen, diesen Zustand nach oben zu korrigieren, umso mehr verwirren wir durch unseren Eingriff in die Routinen von Ich-2 das gesamte System. Wenn wir also unbedingt wollen, werden wir meistens nicht besser, sondern schlechter. Deswegen sind wir meistens dann erfolgreich, wenn wir uns selber machen lassen.

Am leichtesten gelingt uns das in Situationen, die uns nicht so wichtig sind. Umgekehrt ist die Gefahr des Unbedingt-gewinnen-Wollens umso höher, je wichtiger uns Angelegenheiten werden. Je mehr es Ihnen in Zukunft nun gelingen wird, den Alltagssituationen auch mit der Bereitschaft gegenüberzutreten, nicht unbedingt gewinnen zu wollen, umso besser werden Sie sein.

Je besser Sie verlieren können, desto eher gewinnen Sie

Und umso besser Sie sind, umso mehr kontrollieren Sie den Moment und damit wieder Ihre Zukunft. Das Loslassen des absoluten Gewinnen-Wollens geht am einfachsten, wenn man sich mit den Worst-Case-Szenarien der meisten Standard-Situationen anfreundet.

Je besser dein Ich-2 damit klarkommt, auch verlieren zu können, umso mehr werden Sie paradoxerweise in Zukunft gewinnen. Wie Sie diese Einstellung auf der Ebene Ich-2 installiert bekommen, schauen wir uns später im Technik-Teil noch genauer an.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Der Debatten-Monitor bündelt das Feedback von 2 Mio. Nutzern auf 100 Social-Media-Kanälen (Übersicht) zu unseren Beiträgen. Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Fotos sind via Gravatar möglich, Ihre eMail-Adresse bleibt geheim.

Feedback-Statistik:

  1. 430 Leser nach Google Analytics
  2. 29 mal Feedback insgesamt
  3. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  4. Allen Debatten folgen
  5. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)

Meistdiskutiert letzter Monat:

  1. Katharina Daniels

    Von der Dialektik im Denken und Tun:

  2. Elke Overhage

    #Gelassenheit als Lebensmotto: Wer gewinnen will, muss verlieren lernen.

  3. Viele sind in der heutigen Zeit leider überhaupt nicht gelassen, ist ja eigentlich auch kein Wunder. Immer auf der Suche, nach etwas, sei es nach dem richtigen Job, der richtigen Positionierung, sei es nach den richtigen Menschen, nach den richtigen Werten oder Eigenschaften. Genau es muss immer richtig sein, die Angst vor Fehlern und falschen Entscheidungen dominiert so oft. Der Artikel stupst uns an, machen uns nachdenklich. Auf das wir wirklich gelassener werden und uns Fehler nicht so umtreiben und uns aus der Bahn werfen. Ja, es ist völlig OK auch einmal nicht zu gewinnen, den nur so wachsen wir und werden zu Gewinnern.

    • Simone Janson

      Hallo Frau Skubella,
      da haben Sie recht. Auf der anderen Seite gibt es eine große Menge an Leuten, ihre Unsicherheit mit scheinbar zur Schau getragener Gelassenheit & Coolness zu überspielen versuchen, das ist dann auch für andere doppelt anstrengend.

  4. Karriereexperten.com

    Es lebe die #Gelassenheit:

  5. KompetenzPartner

    Gelassenheit als Lebensmotto – Teil 4: Wer gewinnen will, muss verlieren lernen: Wie konzentri… #Beruf #Bildung

  6. Anett Sattler

    RT @SimoneJanson: Gelassenheit als Lebensmotto – Teil 4: Wer gewinnen will, muss verlieren lernen –

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.