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Unfallversicherung – 5/7: Welche Gefahrengruppe gilt?



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Vor Versicherungsgesellschaften sind längst nicht alle Menschen gleich. „Schuld“ daran sind vor allem die Versicherungsmathematiker, die unterschiedliche Risiken errechnet haben. Nach denen tragen gefährliche Berufe und jüngere Menschen die größten Risiken – eine Übersicht:


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Welche Gefahrengruppen gibt es?

Ein wichtiger Faktor bei der Berechnung Ihrer Versicherungsbeiträge ist die Gefahrengruppe, in die Sie von der Versicherung eingeordnet werden.

Als Richtwert für eine gute Unfallversicherung gilt: Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und einer Progression von 350 Prozent sollte eine Frau oder ein Mann der Gefahrengruppe A nicht mehr als 180 im Jahr Zahlen.

Und wenn Sie als Mann in Gefahrengruppe B mehr 300 Euro und mehr zahlen sollen, ist die Versicherung ebenfalls ungünstig. Im einzelnen bedeuten die beiden Gefahrengruppen:

  • Gefahrengruppe A: Sie umfasst in der Regel Berufe mit nicht körperlicher Tätigkeit, etwa Bürotätigkeit. Kaufmännische Angestellte im Innendienst beispielsweise werden in diese Gefahrengruppe eingeordnet.
  • Gefahrengruppe B: umfasst Berufe mit körperlicher und gefährlicher Tätigkeit. Hierunter fallen etwa Kraftfahrer oder Handwerker. Die Tarife sind entsprechend teuer: Je nach Angebot kann der Beitrag in Gruppe B mehr als doppelt so hoch sein als in Gruppe B.

Versicherungen individuell vergleichen

Darüber hinaus gibt es verschiedene Gruppen, die von der Versicherung unterschiedlich behandelt werden. Daraus folgt: Es gibt keine Versicherung, die wirklich für jede Personengruppe den besten Schutz anbietet;

Viel mehr müssen Sie je nachdem, welchem Personenkreis Sie angehören, die Versicherungen individuell vergleichen. Für einige Gruppen bieten die jüngsten Testergebnisse der Stiftung Warentest (Stand 0April 2007, Änderungen vorbehalten), die Sie hier ) kostenpflichtig abrufen können, allerdings eine erste Orientierung:

  1. Manche Versicherungen schließen riskante Berufe, etwa Dachdecker oder Gerüstebauer, Sprengmeister oder Zirkusartisten einfach ganz von der Versicherung aus oder gewähren ihnen nur eine Freizeit-Unfallversicherung. Andere Gesellschaften erheben deutlich höhere Beiträge: Die besten Tarife für solche gefährlichen Berufe bietet die Interrisk ): Für den Tarif P300 AUB99-XL zahlen Sie hier 202 Euro, für den Tarif P500-AUB99-XL 24Beide Tarife wurden von der Stiftung Warentest mit der Note 1,4 bewertet.
  2. Einige Versicherungen verlangen bei bestimmten Hobbys wie Motorradfahrern, Bergsteigen, Tauchen, Fliegen und Reiten Risikozuschläge. Andere Versicherungen kürzen bei Unfällen, die durch solche Hobbys verursacht werden, die Leistungen. Vergleichen Sie hier also die Angebote ganz genau.
  3. Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst zahlen in speziellen Tarifen oft einen geringeren Beitrag.
  4. Generell nicht versicherbar sind Menschen, die bereits schwerbehindert oder pflegebedürftig sind. Auch Menschen mit geistiger Behinderung können sich normalerweise nicht versichern.
  5. Menschen mit Vorerkrankungen haben ebenfalls Nachteile – zwar nicht bei Abschluss der Versicherung, wohl aber wenn es um die Invaliditätsleistungen geht: Wenn beispielsweise jemand, der schon vor einem Unfall eine Arthrose im Knie hatte, durch den Unfall nun ein steifes Knie davon trägt, kann es passieren, dass die Versicherung den dafür vorgesehenen Invaliditätsgrad nicht anerkennt, wenn der Anteil der Erkrankung 25 Prozent oder mehr an der Invalidität beträgt. Der Versicherte bekommt dann weniger als die vereinbarte Versicherungssumme. Einige Gesellschaften, etwa die NV in ihren Unfall-Maxx-Bedingungen (mehr dazu siehe oben im Abschnitt zu Gliedertaxe) ziehen aber für Krankheiten erst dann etwas vom Invaliditätsgrad ab, wenn diese zu mehr als 50 Prozent an der Erkrankung mitwirken.
  6. Auch Senioren ab dem 66. Lebensjahre haben manchmal Schwierigkeiten, eine geeignete Versicherung zu bekommen oder diese zu bisherigen Konditionen fortzuführen. Oder aber Sie erhalten die Leistung im Schadensfall nicht als einmalige Auszahlung, sondern als monatliche Rente. Diese sogenannten Seniorentarife bieten für schwächere Leistungen oft höhere Beiträge. Hier kommt es auf das Verhandlungsgeschick des Einzelnen an, bei dem gewünschten Tarif zu bleiben und sich nicht in einen Seniorentarif drängen zu lassen.
  7. Gerade jüngere Menschen sind Sie oft aktiver, z.B. beim Sport, und ihr Unfallrisiko ist entsprechend hoch. Empfehlenswert ist es daher, mit 30 Jahren das sechsfache, mit 40 Jahren das fünffache und mit 50 Jahren das vierfache Ihres monatlichen Einkommens als Versicherungssumme zu vereinbaren – dann sind Sie auch in den nächsten Jahren entsprechend abgesichert. Natürlich sind bei einer höheren Versicherungssumme auch die Beiträge entsprechend höher.
  8. Frauen können sich in der Regel zu den gleichen Konditionen versichern wie Männer, bei einigen versichern sogar deutlich günstiger. Bei vielen Anbietern werden Sie zudem unabhängig vom Beruf zur Gefahrengruppe A gerechnet. Die besten Tarife für Frauen bietet die Ammerländer ), deren Exklusiv-Tarife fast alle mit Note 1,4 bewertet wurden: Für einen P300-Exklusiv-Tarif zahlen Frauen 100 Euro im Jahr, mit steigender Progression (P350, P400, P500), sind es jeweils sechs Euro mehr.
  9. Kinder sind häufig schon im Kindergarten oder in der Schule versichert oder in der Police der Eltern bereits enthalten. Daher sind die Beiträge für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren deutlich niedriger als für Erwachsene: Den günstigsten Tarif, der als einziger mit Sehr gut (Note 1,5) bewertet wurde, bietet die VHV (www.vhv.de): Der P500-Tarif Exklusiv kostet 83 Euro im Jahr. Wenn Sie mehr als 100 Euro für eine Kinder-Unfallversicherung zahlen sollen, ist das zu teuer – sehen Sie sich nach einer anderen Versicherung um.

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