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Gamification & Leadership in der digitalen Transformation: 4 Schritte zum optimalen Führungsmodell


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Es ist bekannt, dass die digitale Transformation nicht nur tradierte Märkte und Geschäftsmodelle grundlegend in Frage stellt, sondern in der Konsequenz auch von Unternehmen tiefgreifende Veränderungen verlangt. 4 Schritte zu einem besseren Führungsmodell.



Hier schreibt für Sie: Joachim Rotzinger ist Geschäftsführer in der Haufe Gruppe und aktiver Verwaltungsrat der Haufe-umantis AG. Er gilt als Experte für Unternehmensführung, Organisationsentwicklung sowie die Transformation von Unternehmen.

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Disruption für die Führung

Wenn der time-to-market statt Jahren nur noch Monate dauern darf und die Kunden neue bahnbrechende Produkte am besten im Monatsrhythmus erwarten, hat dies nicht nur Folgen für Produktentwicklung und Vertriebskanäle, sondern auch für die Unternehmenskultur und hier insbesondere für das Verhältnis von Chef und Mitarbeiter. So offensichtlich diese notwendige Veränderung auch ist, umso schwerer ist es, sie in der Praxis erfolgreich zu leben. Im Internet mangelt es zwar nicht an Tipps und Tricks für Führungskräfte, wie sie ihr Unternehmen möglichst modern, digital und agil leiten können.

Doch wie schafft man es, ein Führungsmodell tatsächlich an die Digitalisierung anzupassen? Die Antwort lautet: Es existiert keine Universallösung, kein 1×1 der digitalisierten Führung – jedes Unternehmen muss seinen individuell richtigen Weg finden. Und dieser Weg hat kein Ende, da zum richtigen Führungsmodell ein kontinuierliches Hinterfragen und Justieren gehört. Denn wie in so vielen Sparten des Lebens ist auch hier der Weg das Ziel. Verzweifeln braucht man deshalb nicht – es gibt eine große Vielfalt an Hilfsmittel, die bei der Suche nach dem individuell richtigen Führungsverhalten unterstützen.

Das wesentliche Element: Der Dreiklang aus Mensch, Organisation und Technologie

Häufig ist es jedoch so, dass Unternehmen, wenn sie über eine neue Führungskultur nachdenken, in erster Linie an die Veränderung bestehender Strukturen und Prozesse denken. Vergessen werden dabei die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die entsprechende technologische Unterstützung. Eindimensionale Anpassungen versprechen jedoch nur kurzfristigen Erfolg, eine nachhaltige Transformation kann nur mit einem ganzheitlichen Ansatz gelingen.

Um die Voraussetzungen für solch eine nachhaltige Veränderung des Führungsmodells zu schaffen, muss zunächst folgendes bewusst werden: Gerade in Zeiten des Wandels ist der Mensch der entscheidende Erfolgsfaktor. Er gestaltet die Veränderung und bestimmt maßgeblich die (Führungs)kultur. Änderungen am Führungsmodell müssen also beim Menschen beginnen. Deswegen nehmen die Bedürfnisse der Mitarbeiter sowie die passende technologische Unterstützung wie Collaboration- und Feedback-Plattformen einen genauso wichtigen Stellenwert ein wie die Veränderung existierender Strukturen. Erst der Dreiklang dieser Elemente – Organisation, Mitarbeiter und Technologie – verspricht eine ebenso erfolgreiche wie nachhaltige Transformation.

Hierarchiefreie Räume dank Gamification

Bevor ein neues Führungsmodell eingeführt wird, sollte der Status Quo einer genauen Analyse unterzogen werden: Was sind Stärken und Schwächen des aktuellen Designs? Wo will man hin? Und wie kann der optimal Prozess aussehen?

Bei dieser Analyse können Gamification-Methoden sehr hilfreich sein. Denn „spielerische“ Ansätze schaffen hierarchiefreie Räume, in denen sich Mitarbeiter und Führungskräfte auf Augenhöhe begegnen. Es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“, die haptischen Spiele aktivieren intuitives Wissen, stärken die Motivation der Teilnehmer und beziehen das gesamte Team in den Prozess ein. Sie sorgen für eine einheitliche Sicht auf den Status Quo aller Beteiligten.

4 Schritte zum besseren Führungsmodell

  1. Schwachstellen identifizieren: Der Arbeitsalltag lässt Mitarbeitern und Führungskräften meist keine Zeit, um über Führung nachzudenken. Damit Veränderung stattfinden kann, erfordert es häufig ein Herauszoomen aus dem Arbeitsalltag. Es braucht eine Kombination aus hierarchiefreiem Raum und hoher Aktivierung der Teilnehmer, um diverse Perspektiven zu zulassen und auch kritische Diskussionen ohne negative Folgen zu führen.
  2. Gemeinsame Visionen erarbeiten: In vielen Unternehmen herrscht das Meeting-Problem: 20 Prozent der Teilnehmer reden 80 Prozent der Zeit. Darunter leidet oft nicht nur stumme Mehrheit der Mitarbeiter, sondern auch Projekte, denn entscheidende Ideen kommen so oft nicht zur Sprache. Gamification-Methoden, die hierachieübergreifend und haptisch funktionieren, können dieses Problem lösen. So entsteht eine ganz neue Art, Ideen zu generieren und gemeinsame Visionen zu entwickeln.
  3. Prozesse entwickeln und darstellen: Wie ist das Zusammenspiel von Mitarbeiter und Führungskraft? Wo liegen die kritischen Schnittpunkte in der täglichen Arbeit? Bestehende Strukturen werden oftmals nicht hinterfragt, sind aber für die erfolgreiche Transformation des Führungsmodells elementar. Um Prozesse übersichtlich zu visualisieren bzw. neu zu gestalten, eignen sich Stadt- oder U-Bahnpläne als Vorlagen. Dabei dienen diese Pläne als Metapher, die für jeden verständlich sind und eine Orientierung im Informationsüberfluss bietet.
  4. Mit vereinten Kräften zum passenden Führungsmodell: Ist die Analyse abgeschlossen, empfiehlt es sich, die neuen Führungsmodelle nicht sofort gießkannenartig im ganzen Unternehmen einzuführen. Denn es ist weder gesagt, dass sie in jedem Bereich gleich gut funktionieren, noch muss überall der Bedarf nach einer neuen Herangehensweise bestehen. Elementar ist vielmehr, dass die Mitarbeiter einbezogen werden und auch selbst mitgestalten können. So ist gewährleistet, dass der Wille und die Motivation, Dinge zu verändern, von den Mitarbeitern selbst ausgehen und so zu einer nachhaltigen Transformation im Unternehmen führen.

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