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So funktioniert Jobsuche nicht – 3/3: Treffen mit Barack Obama & große Ziele



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Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Bekannten. Sein Wunsch: Barack Obama treffen, verriet er mir. Und schob nach: „Aber ich weiß natürlich, dass das nicht geht..“ Ich dachte: Tolles Hirngespinst… aber warum eigentlich nicht? Schließlich braucht man doch Ziele, um etwas zu erreichen. New York


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Ziel: Treffen mit Obama!

Ich finde das Beispiel Barack Obama aus mehreren Gründen gut: Einmal ist Obama als erster farbiger US-Präsident selbst ein gutes Beispiel dafür, wie man hohe Ziele erreicht – sozusagen die Verkörperung des American Way of Life.

Und dann ist so ein Treffen mit ihm natürlich ein absolut irrsinniges Ziel. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick ergeben sich durchaus Möglichkeiten: Ein Job oder Praktikum bei einem Auslandskorrospondenten in Washington beispielsweise – in besagtem Fall sind entsprechende Vorerfahrungen vorhanden. Und schon rückt das Ziel ein kleines Stück näher.

Die Angst vor dem Unbekannten

Tatsächlich haben aber gerade Berufseinsteiger, aber auch viele „Erfahrenere“ auf Jobsuche regelrecht Angst davor, solche Ziele anzugehen. Denn oft müssen sie dafür vertraute Pfade verlassen, und etwas Unbekanntes wagen – etwas, das in ihrem Umfeld vielleicht noch keiner gemacht hat oder das ihnen selbst so unerreichbar scheint, dass sie sich gar nicht trauen, es anzugehen.

Denn das menschliche Gehirn ist so ausgelegt, dass wir gerne an Vertrautem und Bewährtem festhalten, uns Neues aber Angst macht. Was wir nicht kennen, lassen wir lieber sein. Tom Diesbrock hat zu diesem Thema gerade ein neues Buch veröffentlicht, das ich mit Vergnügen gelesen und hier rezensiert habe.

Gesunder Realismus?

Diesbrock räumt darin auch mit einem gängigen Vorurteil auf: Dem des gesunden Realismus. Er berichtet von einem Klienten, der ein ausgesprochen negatives Selbstbild von sich hatte – das der Kunde selbst aber als realistisch einstufte. Und Diesbrock schreibt dazu: „Ich habe mit dem Wort realistisch ein Problem, denn es wird in meinen Augen häufig verdreht verwendet missbraucht!“

Tatsächlich ist man, gerade in Deutschland, in der Regel dann realistisch, wenn man eine Angelegenheit negativ einschätzt. Selbst wenn diese Negativeinschätzung unrealistisch übertrieben wird. Im Gegensatz dazu gilt eine positive Sichtweise schnell als Hirngespinnst – wie der Wunsch, Barack Obama zu treffen.

Daher gehen viele Jobsuchende nur von den Möglichkeiten aus, die ihnen geboten werden, statt einfach mal in Ruhe zu überlegen, was sie eigentlich wollen – und dabei vielleicht Möglichkeiten zu finden, die sie noch gar nicht in betracht gezogen haben.

Realismus contra Ziele erreichen

Dieser angebliche „Realismus“ ist beim Erreichen des Ziels aber alles andere als förderlich: Denn wer derart schnell seine Ziele als unrealistisch und damit unerreichbar abwertet, verbaut sich vor allem eines: Den Blickwinkel auf den Weg dahin, auf die vielen kleinen Ziele, die Schritt für Schritt gelöst werden können.

Denn in der Psychologie gilt vor allem eines: Wenn dein Problem unlösbar scheint, zerteile es in viele kleine Einzelprobleme. Das gleiche gilt für Ziele.

Ziele als Leitplanke

Ein passendes Beispiel habe ich für gesunde Zielsetzung habe ich auch noch: Karrierefachfrau Svenja Hofert schreibt auf ihrem Blog über ihr Twitter-Experiment. Anfang Dezember hatte sie sich zum Ziel gesetzt, bis zum Frühjahr 5000 Follower zu erreichen.

Sarkastischer Kommentar ihres Twitter Coaches „Es müssen immer die ganz großen Ziele sein, oder?“ Doch Hofert erweist sich bei der Zielerreichung als wahre Realistin: „Ziele sind für mich wie Leitplanken.  Wie soll man “groß” erreichen, wenn man klein denkt? Ich habe gern meine Leitplanken, aber weiche auch davon ab, wenn sich die Dinge anders entwickeln.“

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