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So funktioniert Jobsuche nicht – 1/3: 10 Tipps wie es besser geht



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Hunderte von Bewerbungen geschrieben, aber trotz Erfahrung und guter Zeugnisse stets Absagen kassiert? Das muss nicht zwangsläufig an der eigenen Leistung liegen: Viele Bewerber erwarten einfach zu viel – z.B. dass er einfach eingestellt wird, obwohl ihn keiner kennt…


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Instant-Erfolg gibt es nicht

Erfolg wird häufig als Sache des Willens gesehen – wer nur feste an sich glaubt, wird schon Erfolg haben. Dazu gehört auch, dass man hohe Ziele hat – denn wie soll sich Erfolg einstellen, wenn man ihn gar nicht im Blick hat?

Auch wenn ich kein Freund esoterischer NLP-Logik bin, nach dem Motto „Du musst nur an dich Glauben, dann wird das schon was mit dem Erfolg“ – etwas Wahres ist dran: Wer sich nichts vornimmt, versucht es erst gar nicht – und dann wird es nie was mit den großen Zielen.

Was allerdings gerne dabei vergessen wird: Die gute Absicht alleine reicht nicht – man muss auch etwas dafür tun dass es klappt. Zum Beispiel vor der Bewerbung Informationen einholen, Kontakte aufbauen usw. Dafür braucht man viel Geduld. Dennoch erwarten viele Jobsuchende den Instant-Erfolg.

Networking statt Absagen zählen

„Schon wieder!“ denkt Miram, als sie ihre zurückgeschickten Bewerbungsunterlagen aus dem Briefkasten holte. Es ist nicht das erste mal, Miriam hat aufgehört, die Absagen zu zählen. Dabei ist Sylvia kein unbeschriebens Blatt: Berufsausbildung und Studium, Führungsaufgaben, erstklassige Beurteilungen im Arbeitszeugnis. Nur leider musst ihr letzter Arbeitgeber Insolvenz anmelden.

Was Sylvia allerdings nicht hat, ist ein großes Netzwerk. Ihr fehlen schlicht Leute, die sie auf freie Stellen aufmerksam machen oder sie potentiellen Arbeitgebern empfehlen würden. Die Notwendigkeit hat Miriam nicht eingesehen, schließlich hatte sie einen guten Job und wurde ja für gute Leistung bezahlt – nicht für Kontakte. Und jetzt hat sie einfach Pech.

Nicht einfach nur Pech

So einfach ist das mit dem Pech aber nicht, wie Karrierecoach & Best of HR - Berufebilder.de-Autorin Svenja Hofert erklärt: „Man kann in seinem Job noch so gut sein – wer es nicht schafft, Empfehlungen auszulösen, wird mit Sicherheit scheitern.“ Denn nach einer Studie von IBM kommt es im Job nur zu 10 Prozent auf die eigene Leistung an. 30 Prozent sind Image – und ganze 60 Prozent sind dem Bekanntheitsgrad zu verdanken.

Hofert hat zahlreiche Bücher über neue Bewerbungsformen geschrieben. Sie stellt fest: „ Bevor man von anderen etwas erwarten kann, muss man sich bei denjenigen positiv verankert haben. Viele Jobsuchende haben da aber eine falsche Erwartungshaltung. Alles sofort klappen, alle Bemühungen müssen sich schnell rentieren. Instant-Erfolg sozusagen. Wer sich einen Namen machen will, braucht aber oft viele Jahre.“

Nur kein Dampfplauderer

Allerdings, so räumt die Autorin ein, ist Networking ohne entsprechende Leistung langfristig genauso wenig erfolgversprechend: „Wer einfach nur gut ist, wird nicht wahrgenommen. Umgekehrt gilt: Wer nur gute Kontakte hat, wird vielleicht anfangs empfohlen, später jedoch nicht mehr, wenn sich die schlechten Leistungen herumsprechen. Beide Faktoren spielen zusammen.“

Wie hält die Karriereexpertin es selbst mit den Empfehlungen? „Mein Prinzip, dem auch die meisten meiner Kollegen folgen: Ich empfehle entweder, was ich selbst kenne und schätze oder was andere aus meinem Netzwerk empfehlen. Ich muss jemanden selbst kennen oder aber einen Eindruck von anderen vermittelt bekommen haben.“

10 Tipps, wie es besser geht

Nun habe ich darüber geschrieben, was klassische Bewerber-Fehler sind und wie man es besser nicht machen sollte bei der Jobsuche. Nun ist es an der Zeit, mal darüber zu schreiben, wie es dann doch klappt. Ganz einfach mit Networking! 10 Tipps – und wer dann immer noch nicht genug hat, findet in den nächsten beiden Teilen der Serie noch weitere Tipps.

  • Das eigene Umfeld: Fangen Sie bei Geschäftspartnern, Kunden, Kollegen, Freunden und Bekannten an mit dem Networking. Und auch wenn Sie auf Jobsuche sind: Immer die Augen im eigenen Umfeld offen halten.
  • Besuchen Sie gezielt Veranstaltungen: Erkundigen Sie sich nach einschlägigen Netzwerk-Veranstaltungen – zum Beispiel gibt es Stammtische von Berufsverbänden oder in Xing- und Facebook-Gruppen.
  • Alte Kontakte aufbewahren: Bewahren und pflegen Sie gute Kontakte, sei es aus dem Praktikum oder einem alten Job. sammeln Sie Kontakte in einer Tabelle oder einem elektronischen Adressbuch.
  • Kontakte in sozialen Netzwerke: Noch effektiver sind soziale Netzwerke: Hier können Sie in Kontakt bleiben, sich verlinken und bleiben über alle Veränderungen auf dem Laufenden!
  • Tun Sie etwas für andere! Überlegen Sie nicht, was andere für Sie tun können, sondern was Sie für andere tun können.
  • Genau sagen, was Sie wollen! Wenn Sie von anderen etwas wollen, sagen Sie das direkt. Auch wenn eine beiläufig eingeschobene Bitte höflicher zu wirken scheint – auf andere hat das genau die Gegenteilige Wirkung!
  • Engagieren Sie sich! Engagieren Sie sich politisch, in Verbänden oder Vereinen – damit zeigen Sie anderen was Sie können und knüpfen interessante Kontakte.
  • Machen Sie im Internet auf sich aufmerksam: Auch ein eigender Blog und gezielte, fundierte Kommentare auf Seiten wie Twitter, Facebook usw. bieten gut Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.
  • Es gibt keine guten oder schlechten Kontake: Klar, einige Kontakte sind Ihnen wichtiger als andere. Aber man weiß nie, wer später noch interessant für sie werden kann – oft erlebt man Überraschungen.
  • Nur Geduld: Der Aufbau eines Netzwerkes braucht Zeit – oft viele Jahre. Erwarten Sie nicht, dass alles sofort läuft!

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