EnglishGerman

Xing gibt sein Blog-Funktion "Themen" auf: Nicht noch ein Feature!


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Das Business-Netzwerk Xing gibt sein Feature "Themen" wieder auf. An sich nicht weiter erwähnenswert, wäre damit nicht auch ein gesellschaftliches Signal verbunden: Die User wollten offenbar nicht noch ein Feature bedienen.social-media


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Weitere Infos & Leistungen? Werden Sie Mitglied oder profitieren Sie von unserem regelmäßigen Newsletter!

"Themen" hat ausgexingt

Gestern Nachmittag erreichte mich eine bescheidene Nachricht von Xing, das in letzter Zeit wieder zu Deutschlands beliebtestem Business- & Recruiting-Portal avanciert zu sein scheint. Man schrieb mir kurz und bündig:

Der Bereich XING Themen liegt hier unter unseren Erwartungen, so dass wir uns entschlossen haben, die Beta-Phase von XING Themen zu beenden und diese Funktion nicht mehr anzubieten.

Was steckt dahinter?

Schade. Ich fand Xing-Themen eines der innovativeren neuen Tools der Plattform. Eine Art Blog im Social Netwok mit umfangreicher Tagging-Funktion. Und eine, auf der ich zum ersten mal etwas von echter Interaktivität auch auf Xing merkte, wenn ich mir so die Reaktionen auf meine Postings betrachtete.

Das war aber auch genau das Problem: Ich habe Xing-Themen überhaupt nur benutzt, weil man anfangs noch Blog-Beiträge per RSS-Feed importieren konnte. Eine praktische Autoblogging-Funktion, die mit der automatsierten Tag-Funktion weit über die Möglichkeiten von Facebook hinausging.

Das Ziel "möglichst viele Klicks" wurde nicht erreicht

Xing wollte aber offenbar nicht, dass seine User ihre Blogbeiträge automatisch einfach nur abluden; es wollte Interaktion, Aktivität und möglichst viele Klicks auf der Seite. Wie alle Sozialen Netzwerke.

Die RSS-Import-Funktion wurde schon bald wieder geschlossen. "Das macht Xing für Blogger nicht attraktiver" unkte damals jemand. Recht sollte er behalten. Offenbar haben die User einfach keine Lust, noch ein Feature zu bedienen.

Gesellschaftliches Signal

Somit ist der Abschied von Xing-Themen auch ein Zeichen für eine allgemeine Social-Media-Müdigkeit - ein gesellschaftliches Signal sozusagen, dass der Social-Media-Hype gerade kräftig an Fahrwasser verliert.

Zeit, dass das Thema mal in ruhigere Bahnen gelenkt wird statt dass wir uns ständig von einem Gadget zum nächsten jagen lassen, das wir meinen, ausprobieren zu müssen.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Siders

    Danke für Ihren tollen Artikel. Sie haben recht, die Social-Media-Funktionalitäten nehmen auf diversen Plattformen nehmen wirklich allmählich überhand. Das ist ein wirklich wichtiges Thema und es ist gut sehen, dass es hier Beachtung findet. Weiter so!

  2. Simone Janson

    Hallo Herr Hahn,

    sorry für die lange Wartezeit: Ihr Kommentar musste wegen des Links erst noch moderiert werden - in Zukunft sollte das dank Whitelist überflüssig sein.

    Eine Zeitlang hat Xing versucht, auch mit solchen Funktionen, Google+ und Facebook zu imitieren. Als Geschäftsmodell ist es daher nun konsequent und sinnvoll, eigene Wege zu gehen - auch wenn es jetzt wohl eher in Richtung Linkedin geht.
    Das mit den Blogposts ist natürlich ärgerlich. Aber Sie bestätigen das, was ich schon seit Jahren sage: Ein eigenes Blog auf einem eigenen Server ist für Inhalte einfach sicherer als diese irgendwelchen Netzwerken anzuvertrauen, bei denen man sozusagen als Ware fungiert.

    • Lars Hahn

      Noch ein P.S. Ich traf nach meinem Kommentar auf eine Recruiterin, die hatte quasi ihr Corporate Blog bei XING-Themen. Jetzt nicht mehr. Jetzt hat sie nen eigenes.

      • Simone Janson

        Danke für die Ergänzung - die habe ich gleich in einen Blogpost eingearbeitet, der morgen erscheint!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.