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7 Führungskompetenzen der Zukunft: Lernen aus dem VW-Skandal


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Google und Apple, VW-Skandal, E-Mobilität, vernetztes und autonomes Fahren: Die deutsche Automobilindustrie steht vor gewaltigen Herausforderungen. Welche Kompetenzen muss der Manager von morgen aufweisen, damit Deutschland nicht den Anschluss verliert?

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Hier schreibt für Sie:

 

Stefan Randak_Director Automotive_Atreus_1q

Stefan Randak ist Director Automotive bei der Atreus Interim Management GmbH.

Profil


Steckt die Automobilbranche in der Krise?

Die Automobilbranche ist wieder in den Schlagzeilen. Nicht wie gewohnt mit vortrefflichen Zahlen, die das Vorjahr in den Schatten stellen, sondern mit Krisenmeldungen, die von der Gewinnwarnung bei Automobilzulieferern bis hin zum Mega-Skandal bei Volkswagen reichen.

Gerade die Krise bei Volkswagen hat aufgezeigt, dass es offensichtliche „Schwachstellen“ innerhalb des etablierten Managements gibt, die einer nachhaltigen Optimierung bedürfen.

Disruptive Innovation

Aber ist die Automobilbranche nicht generell in einer völligen Umbruchphase angelangt? Hierzu eine klare Antwort: Ja, sie ist es! Es geht längst nicht mehr nur um das Management guter Zahlen, denn die Krise steckt tief und lässt sich plakativ mit den folgenden fünf Schlagworten umschreiben:

  • Aufsteigende und finanzstarke neue Wettbewerber (Google, Apple)
  • Durchgreifender Wandel in der automobilen Fortbewegung (Antrieb, Vernetzung, Kommunikation, Sicherheit, Navigation, autonomes Fahren)
  • Trendwende im Hinblick auf die Begehrlichkeit eines eigenen Fahrzeuges
  • Teilweise mangelnde interne Transparenz für das Management in Charge
  • Teilweise fehlende Unternehmenskultur

7 Führungskompetenzen der Zukunft

Angesichts dieser Punkte drängt sich eine wichtige Frage auf: Was hat das automotive Management versäumt? Und welche Qualifikationen bzw. Eigenschaften sind jetzt und zukünftig für Manager gefragt, um den Turnaround zu schaffen und dauerhaft an der Spitze der Entwicklung zu bleiben?

  1. Breiteres Wissen: Wer als Manager im Prozess des Wandels und der Verzahnung von Prozessen mithalten will, muss künftig über deutlich breiteres Wissen verfügen. Der Automanager von morgen braucht einen guten Überblick über die Veränderungen und Trends in den Bereichen Antrieb, Vernetzung, Kommunikation, Sicherheit, Navigation und autonomes Fahren, um die Auswirkungen auf die eigene Produktpalette proaktiv und richtig beeinflussen bzw. mitentscheiden zu können.
  2. Visionär: Wer die richtigen und nachhaltigen Trends beurteilen will, benötigt ein einfühlsames Gespür und nachhaltiges Interesse für die Trends dieser Zeit – und er benötigt Fantasie, um diese Trends in die Zukunft fortzuschreiben und daraus die richtigen Schlüsse für die eigene Geschäftsstrategie zu ziehen.
  3. Mehr Pragmatismus: Wer die benötigte hohe Flexibilität vor allem in Produktion, Logistik und Personalwirtschaft sicherstellen will, muss über eine gesunde Portion Pragmatismus verfügen. Nur wer sich schnell an neue Anforderungen anpasst und Entscheidungen trifft, kann auf kurzfristige Änderungen oder Auftragsschwankungen geeignet reagieren.
  4. Höhere Agilität: Künftig sind noch schlankere und schnellere Berichtswege in den einzelnen Hierarchien erforderlich, um auf Veränderungen clever, schnell und interaktiv reagieren zu können. Auch die Entscheidungswege sind zu straffen, denn Geschwindigkeit ist Trumpf in einer Zeit, in der die Entwicklungszyklen immer kürzer werden.
  5. Umsetzungsstärke: Entscheidungen müssen nicht nur gefällt, sondern auch nachhaltig operativ umgesetzt werden. Gefragt sind daher eine Hands-on-Mentalität sowie das entsprechende Umsetzungs-Know-how. Unternehmen aus Silicon Valley und Silicon Allee machen schon heute vor, wie das geht.
  6. Vorreiter in der Unternehmenskultur: Manager von morgen müssen die Unternehmenskultur bzw. Grundsätze des Unternehmens als lebendes Beispiel glaubhaft vor ihren Mitarbeitern vertreten. Dabei gilt es eine Kultur zu schaffen, die es erlaubt, „nicht Machbares“ oder „Fehlerhaftes“ offen anzusprechen und konstruktiv in eine ganzheitlich realisierbare Lösung zu drehen – die aber zugleich keine Angst vor dem Scheitern kennt.
  7. Mehr Offenheit für Kooperationen: Erste Beispiele wie das Thema „Navigation“ zeigen die Not in der Branche mit Blick auf das, was andere längst wissen: „Was ich nicht alleine schaffe, funktioniert ggf. im Team besser“. Was gerade im besagten Beispiel begonnen hat, sollte vor Themen wie „Google“ oder „Apple“ nicht Halt machen. Die Automobilindustrie muss sich für neue Netzwerke öffnen.

Vernetzung ist gefragt

Um sich dieser Qualifikationen bzw. Eigenschaften zu versichern, ist die automotive Industrie genötigt, sich nicht nur „im eigenen Saft“ zu drehen; sie wird nicht umhinkommen, sich auch „branchenfremde Talente“ ins Boot zu holen:

Weniger Selbstdarsteller und Patriarchen, sondern vielmehr teamorientierte Macher, die sich ihre Sporen möglichst bereits in anderen Industriezweigen verdient haben (z.B. IT, Soziale Netzwerke, etc.).

Ausblick: Die Führungskompetenz der Zukunft

Doch wie müssen diese qualifizierten „neuen“ Manager ihr Unternehmen aufstellen, damit die deutsche Automobilindustrie auch morgen noch erfolgreich an der Weltspitze bleiben kann?

Nachhaltig, global, flexibel sowie lean im Hinblick auf Entwicklung, Produktion, Logistik und Vertrieb – und international zukunftsweisend im Hinblick auf die eigenen Produkte und angewandten Techniken. Das alles gepaart mit einem konstruktiven, offenen und glaubwürdigen Umgang mit ihren Anspruchsgruppen. Und ein Satz muss ganz aus dem Vokabular des Automanagers verschwinden: „Das haben wir schon immer so gemacht…“

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