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Führung der Zukunft & Change-Management: Öffnen & Reflektieren


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Viele Manager sind Macher, die Probleme rasch angehen - der Erfolg verleiht ihnen Selbstbewusstsein. Wenn sich aber die Situation plötzlich ändert, dann kann das in große Unsicherheit umkippen. Wie können Sie das ändern?

Führung der Zukunft & Change-Management: Öffnen & Reflektieren


Hier schreibt für Sie: Harald Smolak ist Client Director und HR-Director bei Atreus. Profil

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Change - wenn Selbstbewusstsein in Unsicherheit umkippt

Manager neigen häufig dazu, Probleme rasch anzugehen, diese zu lösen und schnell die nächste Herausforderung ins Visier zu nehmen. Sie lieben die Herausforderungen in Projekten, Change- bzw. Transformationsprozessen und übernehmen gerne Verantwortung.

Ihre Erfahrung und Erfolge aus der Vergangenheit prägen ihr starkes Selbstbewusstsein und Selbstverständnis, dauerhaft erfolgreich zu sein. Zugleich ist es eine große Gefahr, dass bei plötzlichen Situationsveränderungen das Selbstbewusstsein in Unsicherheit umkippt.

Wenn Scheitern ein Fremdwort ist

Herr Müller (Name frei erfunden), CFO in einem Konzern, hat sehr schnell seine Karriere bis ins obere Management durchlaufen. Mit 35 Jahren war er der zweite Mann eines Telekommunikationsunternehmens. Eine Benchmark für alle Führungskräfte mit ähnlichen Ambitionen.

Für ihn war „Scheitern“ ein Fremdwort. Wettbewerb ist das was zählt, „the winner takes it all“, selbst dann, wenn ein Überholmanöver aus der Firmentiefgarage notwendig ist.

Arbeitslos - und dann?

Durch die Ausgliederung seines verantwortlichen Bereiches, musste er sich wie andere Führungskräfte einem Assessment stellen. Das von ihm erhoffte Resultat führte allerdings nicht zur nächsten Beförderung als CEO, sondern zu einer Trennung mit sofortiger Freistellung.

Herr Müller, der Senkrechtstarter mit Potential zum CEO, gehörte plötzlich zu denen, die sich wie andere einen neuen Job suchen mussten. Wie konnte das sein? Was ist passiert? Und wer war dafür verantwortlich? Irrtum oder Intrige waren tröstende Erklärungen, die jedoch nicht die Situation verbesserten. Das eigene Netzwerk aktivieren und möglichst schnell eine noch bessere Position zu finden, führten nicht zu den gewohnten Erfolgen der Vergangenheit.

Hilfe, Manager Blues!

Das Interesse als wichtiger Ansprechpartner, als Entscheider nahm rapide ab und die Kommunikation reduzierte sich primär auf Privates. Nach kurzer Überbrückung durch Urlaub und Golfspielen, veränderte sich Herr Müller von einem narzisstisch strukturierten Macher, hin zu einer unsicheren und selbstzweifelnden Person. Er war im „Manager Blues“. Je mehr er dagegen ankämpfte, umso mehr fuhr er im Fahrstuhl der Altersreggression abwärts in die Etage seiner Pubertät als 16jähriger.

Durch externe Beratung eines Coaches, diese Fraktion hatte er früher noch als „Esoteriker“ abgestempelt, versuchte er wieder in die Kraft als starker Manager zurückzukommen.

Öffnen & Reflektieren hilft

Er entdeckte in der gemeinsamen Arbeit sich zu öffnen und seine Verhaltensweisen der Vergangenheit zu reflektieren. Daraus entstand ein größeres Bewusstsein seiner Wirkung auf sich selbst und andere. Er entdeckte sein Scheitern als Chance zu begreifen und seinen eigenen Druck, alles besser können zu müssen, von sich zu nehmen. Je mehr er diese Erfahrung erlebte, umso besser kam das Vertrauen der eigenen Stärken zurück.

Dieser Transformationsprozess führte Herrn Müller nach sechs Monaten wieder in eine CEO-Verantwortung in einem gehobenen mittelständischen Unternehmen.

Fazit

Scheitern ist ein notwendiges Regulativ, um zu lernen und um besser zu werden. Sich durch Niederlagen nicht abwerten zu lassen, diese zu ignorieren oder jemanden anderen zuzuschieben, sondern sie wertfrei als Chance wahrzunehmen.

Dabei geht es nicht um schnell wieder Gas zu geben, während man gleichzeitig mit dem Fuß die Bremse drückt, sondern um Loslassen zu können und in eine positive Erfahrung zu transformieren. „Don’t push the river, it flows by itself.“

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  1. Christine Gindert

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  6. Thomas Eggert

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