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Wie eine französische Komune einen verlassenes Ort touristisch wiederbelebte: Crowdinvesting im Fischerdorf


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Meneham ist ehemaliges Algenfischer-Dorf im Finistère, dem äußersten Westen der Bretagne. Es wurde 1977 aufgegeben und verfiel allmählich – bis die Gemeinde Kerlouan beschloss, daraus ein Tourismusprojekt zu machen. Das Geld dafür, über 3 Millionen Euro, kam aus einer Vielzahl von Quellen. bretagne1


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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Aus der Not eine Tugend machen

Meneham liegt idylisch nur weniger Meter vom Strand entfernt. Menhire und grüne Wiesen prägen die Landschaft. Sonst gibt es hier nicht viel. Das genaue Baujahr des Dorfes ist umstritten, wahrscheinlich wurde der Platz seit 1756 militärisch genutzt. Seit 1840 siedelten hier Bauern und Algenfischer mit ihren Familien.

Doch was das Dörfchen für Touristen heute so attraktiv macht, war für die Bewohner einst der Nachteil: die Abgelegene Lage, die Nähe zum Meer mit Sturmfluten, das unebene Gelände und Winterstürme sorgten dafür, dass das Gelände bereits seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts Stück für Stück von seinen Bewohnern aufgegeben wurde. Seit 1977 verfiel das Meneham allmählich.

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Wiederbelebung durch Crowdinvesting

1989 wurde das Dorf im Zuge eines Vergabeverfahrens der Gemeinde Kerlouane übergeben und der Generalrat des Finistère kauft das Land um das Dorf. Und da es in der Gegend bis heute nur wenige touristische Einrichtungen gibt, beschloss man, daraus ein Tourismusprojekt zu machen.

2004 bis 2008 wurde es umfassend renoviert. Das Ziel dabei war, so viel wie möglich von der ursprünglichen Bausubstanz zu erhalten und in der historischen Bauweise wieder instandzusetzen. So wurden z.B. gut 1000 m² Stroh verbaut. Das Geld dafür kam aus vielen verschiedenen Quellen, lokalen und regionalen wie der Gemeinschaft der Gemeinden des Pays de Lesneven und Coast Legends, aber auch von der EU. bretagne4

Kunst und Handwerk pur erleben

Heute ist das Dorf zum Großteil ein Freilichtmuseum, in dem die Besucher das Leben der Algenfischer nachempfinden können – samt Möbeln, Betten und Öfen. Weitere Informationen kommen nicht nur von Infotafeln, sondern ganz modern auch aus dem Off, wo ein Audiovortrag auf französisch und bretonisch läuft.

Das Algenfischer-Dorf ist allerdings mehr als nur ein Museum : Es gibt sechs kleine Handwerkeratelliers und zahlreiche Veranstaltungen mit traditionellem Essen und Tanz. Und es gibt eine Herberge mit einfachem Komfort, in der vor allem Wanderer, die den großen Küstenweg entlang kommen, für wenig Geld Station machen können: bretagne3

Parkplatzprobleme dank Naturschutz

Nämlich ab 18,50 Euro die Nacht im Mehrbettzimmer. 18 Schlafplätze stehen insgesamt zur Verfügung. Herbergsmutter Françoise Lyvinec empfiehlt allerdings, im Voraus zu reservieren: „Oft sind wir gerade im Hochsommer ausgebucht.“

Ungefähr 1.000 Besucher hat Meneham im Jahr, das ist für den Ort noch zu verkraften. Auf internationalen Massentourismus ist man hier ohnehin nicht eingerichtet. Parkplatzproblem gibt es allerdings jetzt schon, wie mir Françoise verrät: Die Landschaft um den Ort herum steht unter Naturschutz. bretagne5

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  1. Karsten Wenzlaff

    Kannst Du nochmal erklären, welcher Aspekt der Finanzierung des Dorfes „Crowdinvesting“ ist? Zuwendung von unterschiedlichen kommunalen Quellen sind ja kein „Crowdinvesting“, aber beim Crowdinvesting kann ja jeder investieren. Wie werden hier die Einnahmen wieder an die Crowd verteilt? Die Überschrift könnte leicht falsch verstanden werden.

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