Die Finanzkrise als Tsunami: Konkret - was können wir tun?


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Wie können wir alle etwas gegen die Welle unternehmen? Das ist die Frage, die sich hier dringlich stellt. Oder genauer: Was muss in Zukunft getan, was unterlassen werden, um ein neuerliches Tsunami-Desaster zu vermeiden? Kann jeder einzelne von uns etwas dazu beitragen?

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Hier schreibt für Sie: Martin Theyer ist Manager beim größten Leiterplattenhersteller Europas, Finanzexperte, Buchautor & Vortragsredner. Profil

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Zinsen anheben

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Das Tsunami Modell zeigt sehr deutlich auf, dass die bisherige Vorgangsweise nicht sinnvoll ist. Anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen und die Welle zu stoppen. wird immer mehr Geld dem System zugefügt und damit die Welle weiter ausgedehnt.

Der erste und wichtigste Schritt wäre daher Geld aus dem System zu nehmen und nicht ständig neues zuzuführen. Das bedeutet konkret dass die Zinsen angehoben werden müssen, damit einmal das Geld verteuert wird.

Uns von der Droge des billigen Geld lösen

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Wir alle sind derzeit von der Droge des billigen Geldes abhängig geworden. In der Theorie soll damit der private Konsum und die Investitionen in Arbeitsplätze gefördert werden. Nur leider wird das Geld nicht für Arbeitsplätze und langfristige Investitionen verwendet, sondern primär, um Gläubiger zu bedienen.

Meiner Meinung nach müssen wir diese Denke ändern. Wir müssen an der Zinsschraube drehen und damit wieder zu einem gesunden Verhältnis von Schulden und Konsum kommen.


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Mit der Idee des „Gesund-Sparens“ brechen

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Genauso falsch wie die Idee mit Schulden die Krise zu bekämpfen ist der zweite Ansatz, sich gesund zu sparen. Staatshaushalte kurzfristig zu sanieren, indem man radikal die Ausgaben-Seite vermindert und an der Einnahmenseite schraubt, hat bis jetzt noch nie funktioniert.

Der Staatshaushalt kann nur durch Innovation und Wachstum nachhaltig saniert werden. Wie wir aus der Geschichte lernen und heute durch Griechenland deutlich sehen, führt ein zwanghaftes Streichen des Staatsausgaben zu sozialen Unruhen und steht daher in keiner Kosten- Nutzen-Relation.

In langfristige, wertschaffende Projekte investieren

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Vielmehr ist es sinnvoll, die Mittelverteilung zu verändern und in langfristig wertschaffende Projekte zu investieren und der Verschwendung Einhalt zu gebieten. Dies erfordert aber ein hohes Maß an Weitblick und Staatsverhalten von den handelenden Politikern und Interessensgemeinschaften.

In einer vernetzten Welt ist es durchaus sinnvoll dass jeder einzelnen von uns mehr Verantwortung übernimmt und auf die Verwendung der Steuermittel direkt oder indirekt Einfluss nimmt.

Wir brauchen mehr Mitspracherechte

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Ein fataler Irrtum, dem derzeit alle Politiker und Bankenchefs in Europa unterliegen, ist die These, dass man systemrelevante Banken unterstützen muss, damit sich die Krise nicht weiter ausbreitet. Dies ist eindeutig der falsche Weg.

Gerade dadurch, dass Banken und Finanzdienstleister, die kein gesundes Geschäftsmodell mehr haben, mit Milliarden Steuergeldern künstlich am Leben erhalten werden, gewinnt die Krise weiter an Kraft.


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Banken in geordneten Konkurs schicken

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Die Politiker und Regulatoren müssen dringend Möglichkeiten schaffen, Banken in den geordneten Konkurs schicken zu können und aufhören, unser gutes Geld schlechtem nachzuwerfen. Dabei sollen die Sparguthaben der Bürger gesichert werden und die Spekulationsschulden einer Bank einfach gestrichen werden.

Somit würden jene Institute und Banken, die bisher sehr viel mit dem Verkauf von strukturierten Produkten verdient haben, nun auch für das Risiko einstehen müssen.

Bürger, gegen sich gegen Steuergelder-Verschwendung wehren

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Wir als Mut- Bürger müssen uns endlich gegen die falsche Verwendung unseres Steuergeldes verwehren, indem wir mehr Mitsprache bei der Verwendung unsere Steuergelder fordern.

So sollte es in Zukunft, wie von der Finanzministerin in Österreich vorgeschlagen, zweckgebundene Abgaben geben, die mittelfristig den Wettbewerb stärken und neue Arbeitsplätz schaffen.

Steuerzahler, die selbst über die Verwendung ihrer Abgaben bestimmen

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Jeder Steuerzahler sollte das Recht eingeräumt selbst über die Verwendung eines Teiles seiner Abgaben zu bestimmen. Das klingt vielleicht utopisch, wird bei uns in Österreich jedoch bereits eingehend diskutiert und sollte meines Erachtens auch umgesetzt werden.

Nur wenn wir es schaffen, das Finanzsystem von Grund auf zu verändern, indem wir die Gier und den negativen Seiten der Innovation einen Riegel vorschieben, mit bestehenden Paradigmen wie dem „Schulden- Machen“ und dem „Gesundsparen“ brechen und uns für eine nachhaltige Verwendung der Steuer- Mittel einsetzen, werden wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Es liegt – auch - in unseren Händen!


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  1. Michael Moesslang

    Sich lösen von der Droge "billiges Geld" ist einer der Wege aus der #Finanzkrise.

  2. Marion Feske

    Sich lösen von der Droge "billiges Geld" ist einer der Wege aus der #Finanzkrise.

  3. Martin Theyer

    Sich lösen von der Droge "billiges Geld" ist einer der Wege aus der #Finanzkrise.

  4. Martin Theyer

    Vierter Teil meiner Serie "Die #Finanzkrise als #Tsunami - Konkret - Was können wir tun?

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