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Serie Finanzberatung in Kooperation mit Stiftung Warentest – 3/5: Investment-Fonds zur Geldanlage?


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Investment-Fonds sind ein weiteres Thema, dem sich Berufebilder-Autorin und Finanzberaterin Stefanie Kühn in ihrem bei der Stiftung Warentest erschienen Buch “Geldanlage für Fleißige” widmet. In diesem Auszug stellt sie die Funktionsweise sowie Vor- und Nachteile vor.


Hier schreibt für Sie:

 

8Stefanie Kühn ist Finanzberaterin und Certified Financial Planner.

Profil


Best of HR - Berufebilder

Breite Streuung, höhere Rendite

Wer höhere Renditechancen möchte als sie sichere Zinsanlagen bieten, kann bei Investmentfonds fündig werden. Schon mit geringen Beträgen können Sie hier eine breite Streuung von Wertpapieren erreichen. Neben den klassischen Fonds mit einem aktiven Management ist die Bedeutung von Indexfonds stark gestiegen.

Wenn Sie die Vor- und Nachteile der beiden Fondskonzepte kennen und verstehen, können Sie sie optimal für Ihre Geldanlagen einsetzen.

So funktionieren Fonds

Investmentfonds sind eine komfortable Möglichkeit, sich an der Börse zu engagieren. Das Prinzip ist einfach: Eine Fondsgesellschaft (auch Kapitalanlagegesellschaft genannt) bietet einen Fonds mit einem bestimmten Anlageschwerpunkt an.

Anleger kaufen Anteile daran, indem sie einmalig einen Betrag investieren oder über einen Sparplan regelmäßig Geld einzahlen. Ein Fondsmanager kümmert sich darum, das gesammelte Geld entsprechend dem festgelegten Anlageschwerpunkt anzulegen.

Wie ist ein Fond zusammengesetzt?

Beispielsweise wird der Fondsmanager bei einem Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland in deutsche Aktien investieren, bei einem Fonds mit Schwerpunkt europäische Anleihen eben in europäische Anleihen.

Grundsätzlich kann das Fondsvermögen nach den Vorgaben des Investmentgesetzes aus Aktien, Anleihen, Geldmarktinstrumenten, Bankguthaben, Derivaten, Immobilien und anderen Fonds (Dachfonds) bestehen.

Breite Anlagestreuung

Ein großer Vorteil von Investmentfonds ist, dass Sie auch mit relativ kleinen Anlagebeträgen eine breite Streuung in unterschiedliche Wertpapiere und Finanzmärkte erreichen können. Bei direkten Investments in einzelne Wertpapiere würde dies einen deutlich höheren Kapitaleinsatz erfordern.

Sie brauchen sich außerdem keine Gedanken darüber zu machen, welche Märkte und Wertpapiere aussichtsreicher als andere sind. Das übernimmt der Fondsmanager und dessen professionelles Managementteam.

Breite Risikostreuung

Managt er beispielsweise einen Fonds für chinesische Aktien, entscheidet er mit seinem Team, welche einzelnen chinesischen Aktien er kauft und mit welcher Gewichtung er diese im Fonds vertreten sehen will.

Um eine Risikostreuung bei einem Fonds sicherzustellen, schreibt das Investmentgesetz vor, dass maximal 10 Prozent des Gesamtvermögens des Fonds in ein einzelnes Wertpapier investiert werden dürfen.

Welches Risiko besteht?

Doch Vorsicht! Die Streuung wirkt zwar risikosenkend, trotzdem kann der Anteilspreis eines Fonds stark schwanken. Das Marktrisiko bleibt: Wenn die Kurse der Märkte, in denen ein Fonds laut seinen Anlagegrundsätzen investiert ist, fallen, wird auch der Wert des Fonds fallen.

Sie haben als Anleger aber nicht das Risiko, genau die eine falsche Aktie gekauft zu haben, die sich aufgrund unerwarteter negativer Firmennachrichten schlecht entwickelt.

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