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Fehlerkultur in Unternehmen - Teil 2: 8 Tipps & Werte-Checkliste



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Wie wird nun eine Fehlerkultur in Unternehmen möglich? Wir wollen in den folgenden beiden Texten die Werte aufzeigen, die die Entwicklung einer Fehlerkultur bedingen.

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Hier schreibt für Sie: Dr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG. Profil

Hier schreibt für Sie: Gabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich. Profil

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Fehlerkultur hängt von Werten ab

Die Fehlerkultur in einem Unternehmen hängt immer stark auch mit den Werten zusammen, die in einem Unternehmen vorherrschen.

Sind diese positiv im Bezug auf Werte und Schwächen, dann wird auch mit Fehlern in einem Unternehmen positiv umgegangen. Umgekehrt behindert eine negative Sichtweise auf Fehler die Fehlerkultur im Unternehmen.

8 Tipps für eine Fehlerkultur in Unternehmen

Diese positive Fehlerkultur in Unternehmen können Sie fördern, indem sie Sie folgende Tipps beherzigen:

  1. Positive Sichtweise Niemand wünscht sich einen Fehler. Trotzdem passieren sie. Die Frage ist, wie man damit umgeht, was man daraus macht. Fehler werden daher prinzipiell positiv und als Auslöser für positive Veränderungsprozesse bewertet.
  2. Entwicklung zum Besseren Oberstes Ziel des Unternehmens sind die ständige Weiterentwicklung und das Wahrnehmen eines Fehlers als Chance für diese Weiterentwicklung. Es geht nicht um eine sprunghafte und radikale Neuausrichtung, es geht vielmehr um einen Veränderungsprozess in kleinen Schritten.
  3. Weniger Fehler als Ziel Aus diesem Anspruch leitet sich das Unterziel ab, nämlich das Verringern von Fehlern und das Verhindern von wiederkehrenden Fehlern. Trotz aller positiven Sichtweise auf Fehler geht es doch immer auch darum, möglichst wenig Fehler zu machen und eventuelle Schwachstellen zu identifizieren. Ziel ist vor allem das Finden von Lösungen zur Vermeidung des Fehlers in der Zukunft.
  4. Fehler sind Teil des Ganzen Fehler werden als fixer, unvermeidbarer Bestandteil menschlichen Handelns akzeptiert. Perfektionsdenken und vor allem eine Null-Fehler-Toleranz werden als kontraproduktiv angesehen.
  5. Klare Spielregeln Wie schon im vorherigen Kapitel beschrieben, sind die spontanen menschlichen Reaktionen auf eigene und fremde Fehler nicht immer konstruktiv. Um das individuelle Verhalten aller in die richtigen Bahnen zu lenken, sind klare Spielregeln erforderlich. Klare Regeln geben Halt und Sicherheit. Jeder weiß, wie er zu agieren hat, und bei Nichteinhaltung kann auf diese Regeln verwiesen werden. Sie beruhen auf einer Abmachung zwischen allen Beteiligten.
  6. Ehrlichkeit Im Unternehmen ist es jederzeit möglich, Fehler zuzugeben. Nur wer sich nicht vor negativen Konsequenzen fürchtet, wird auch offen zu seinen Fehlleistungen stehen können. Diese Norm verlangt von der Gemeinschaft ein hohes Maß an Reife.
  7. Ängste Abbauen Tief sitzen meist Gefühle wie Angst und Scham. Nur wer die Erfahrung gemacht hat, dass anstelle von negativen Reaktionen konstruktives Feedback steht und Ehrlichkeit entwaffnet, sich also bezahlt macht, wird diese Norm auch leben können. Jede kleine Verletzung dieser Norm lässt allerdings die Beteiligten wieder in alte Muster zurückfallen.
  8. Keine Schuldigensuche Es geht nicht darum, die Verantwortlichen für das Auftreten eines Fehlers an den Pranger zu stellen. Die Suche nach der Ursache eines Fehlers ist wichtiger und für die Zukunft hilfreicher als die Suche nach dem Verursacher.

Fazit

Wer eine positive Fehlerkultur im Unternehmen fördern oder wenigstens verbessern will, tut gut daran, diese Tipps umzusetzen und damit ein klares Signal an seine Mitarbeiter zu senden.

Wie genau das geht, erfahren Sie in den weiteren Teilen unserer Serie.

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