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Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 20: Was tun die Mitarbeiter?



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Um eine nachhaltige Fehlerkulturveränderung im Unternehmen zu erzielen, ist sowohl ein Agieren von oben nach unten wie auch von unten nach oben erforderlich.

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Hier schreibt für Sie:

 

cerwinkaDr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG.

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schranzGabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich.

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Vertrauen gewinnen

Ein unachtsamer Rückfall in alte Verhaltensmuster der Schuldzuweisung und Bestrafung von nicht vorsätzlichem oder schuldhaftem Verhalten löst bei den Mitarbeitern eine schwere Vertrauenskrise in das neue System aus.

Das Führungsverhalten prägt die Verankerung der Fehlerkultur im Unternehmen. Daher sollten Sie auf folgende Punke achten.

Worauf sollten Sie achten?

  • Achtsamkeit bei der Personalauswahl und -integration: Neue Mitarbeiter sollen sehr bewusst mit der Unternehmenskultur vertraut gemacht werden und vom ersten Moment an im Sinne der vereinbarten Spielregeln handeln.
  • Redundanz schaffen, wo es notwendig und möglich ist: Wer eine zweite Sicherheitsebene einschaltet, vermeidet viele Fehler. Ähnlich wie bei einem Copiloten besteht so die Möglichkeit, dass auch ein rangniedrigerer Mitarbeiter als Kontrollorgan agiert und im Notfall die beste Meinung zählt, egal, wer sie äußert. Eine zweite Rückfallebene als zusätzliche Sicherheitsstufe dient der Fehlervermeidung vor allem im High-Risk-Bereich wie Luftfahrt oder Medizin.
  • Regelmäßiges, selbstkritisches Hinterfragen der eigenen Entscheidungen: Nur eine selbstreflektierende Führung ist dazu fähig, sich ständig zu verbessern. Wenn sich nur die Prozesse verändern, nicht aber dasFührungsverhalten angepasst wird, ist die Verbesserung kaum nachhaltig und wird auf längere Sicht scheitern.
  • Eine Top-down-Betrachtung entbindet den Mitarbeiter nicht von der Eigenverantwortung im Umgang mit Fehlern und der Übernahme von Verantwortung. Bekommen Mitarbeiter eine Fehlerkultur nur von oben „verordnet“, fehlt die Akzeptanz. Und damit sind die Aussichten auf einen konstruktiveren Umgang mit Fehlern in der Zukunft gering.

Was wird vom Mitarbeiter „bottom-up“ gefordert?

Jeder Mitarbeiter muss, wo immer es auch möglich ist, rasch reagieren und darf nicht erst abwartend auf die Führung schauen. Fehler müssen von allen Beteiligten richtig kommuniziert werden.

Wie schon erwähnt, ist aus unserer Sicht jeder – vom Praktikanten und den Putzkräften bis zum CEO – gefordert, Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Hierachiestufen einhalten

Dabei ist es wichtig, die Spielregeln dafür genau einzuhalten und niemanden zu übergehen. Wer sich nicht an die vorgegebenen Hierarchiestufen hält, schafft böses Blut im Team.

Erkennt der Mitarbeiter ein Versäumnis bei seinen Vorgesetzten, werden zum Beispiel dringend notwendige Entscheidungen nicht getroffen, sollte er diese Entscheidungen einfordern.

Effizientes Vorschlagwesen

Ein gewisses Maß an Querdenken und Hinterfragen von Regeln schafft die Grundlage für ein effizientes Vorschlagswesen.

Trotz eines klar definierten Vorgehens im Fehlerfall und zusätzlichen Sicherheitsstufen durch einen redundanten Systemgeist ist von allen Mitarbeitern stete Achtsamkeit gefordert.

Nur so funktioniert ein ständiger Verbesserungsprozess im Unternehmen. Alle im Unternehmen haben diese Verantwortung zum eigenen Nutzen, aber auch zum Vorteil des Unternehmens zu leben, ganz im Sinne von Laotse: „Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“

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