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Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 13: Gemeinsam daran arbeiten



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Diese Normen und Werte werden in einem zweiten Schritt erarbeitet und bei Bedarf modifiziert. Sodann erfolgt die Festlegung der Strukturen und der geeigneten Instrumente.

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Hier schreibt für Sie:

 

cerwinkaDr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG.

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schranzGabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich.

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Gemeinsam eine Fehlerkultur erarbeiten

Wichtig ist, dass dieser Schritt gemeinsam geschieht. Das Erheben und Erfassen der Fehler sollte im Unternehmen nicht als zentralisierte Kontrollmaßnahme der obersten Führung empfunden werden.

Fragen, die man sich stellen sollte

Die Fragen, auf die hier alle Beteiligten im Unternehmen Antworten finden sollen, lauten:

  • Wie sind die Fehler für jeden Bereich definiert und wie werden sie erkannt?
  • Wie werden sie prägnant beschrieben und registriert?
  • Wie sollen sie kategorisiert werden?
  • Wie soll mit einem registrierten Fehler umgegangen werden? Welche Instrumente (Formulare, EDV-Systeme, Fehlermeetings, Fehlermeldesysteme etc.) sind für uns praxistauglich und für alle betroffenen Mitarbeiter hilfreich?
  • Welche Fehler werden von wem diskutiert und wer beschließt die sich daraus ergebenden Veränderungen, die auch umzusetzen sind?
  • Welche Konsequenzen werden für schuldhaft und vorsätzlich verursachte Fehler festgelegt?
  • Wie funktionieren die Informationswege?

Widerstände überwinden

Diese Phase des Prozesses ist meist geprägt von heftigen Diskussionen über Ziele, Werte und konkrete Maßnahmen.

Viele Widerstände gilt es hier zu überwinden, dies gelingt jedoch nur, wenn diese Bedenken ernsthaft diskutiert werden bzw. die Vorteile für alle Bereiche transparent sind.

Individuelle Lösungsansätze statt starrer Konzepte

Individuelle Lösungsansätze sind ebenfalls hilfreich, da zu starre, gleiche Konzepte für alle Unternehmensbereiche meist nicht zielführend sind.

Die Instrumente müssen an die individuellen Gegebenheiten und Ressourcen angepasst werden. Sie müssen klar und übersichtlich festgelegt werden, um auch wirklich von allen Mitarbeitern genutzt zu werden.

Alle müssen profitieren

Die zentrale Fehlererhebung macht nur dort Sinn, wo auch alle von den Erkenntnissen profitieren können. Dies kann unter anderem durch weitere Workshops für die Mitarbeiter der jeweiligen Bereiche geschehen.

Eine Selbstverpflichtung der Führung hinsichtlich der Prinzipien der Fehlerkultur ist der Startpunkt, um die Ideen im Unternehmen auszubreiten.

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