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Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 19: Fehlerkultur Top-down



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Eine Fehlerkultur benötigt nicht nur ein klares Commitment der Führung, sondern meist auch eine tatsächliche und stabile Verhaltensänderung.

Top-Down


Hier schreibt für Sie: Dr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG. Profil

Hier schreibt für Sie: Gabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich. Profil

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Vorbilder gesucht!

Besonders wichtig ist dabei die Vorbildfunktion: Nur, wenn die Führung den richtigen Umgang mit Fehlern vorlebt, wird dieser auch Bestandteil der Unternehmenskultur.

Folgende Maßnahmen und Verhaltensweisen erfordert dieser Top-down-Ansatz:

10 Maßnahmen für den Top-down-Ansatz:

  • Genau zuhören und beobachten: Die Führung muss wachsam und aufmerksam auf erste Anzeichen von fehlerhaftem Verhalten reagieren. Nur wer die ersten Anzeichen erkennt, kann schnell reagieren. Dazu muss die Führungsperson auf die Reaktionen seiner Mitarbeiter achten und notfalls sachliche Fragen stellen, ohne zu werten und zu verurteilen.
  • Schnelles Reagieren: Ein Verschleppen von Entscheidungen und klaren Anweisungen im Fehlerfall ist zu vermeiden. Es muss rasch und nachvollziehbar reagiert werden. Je klarer die Richtlinien dafür sind, umso besser. Es geht bei schon aufgetretenen Fehlern darum, diese sachlich zu analysieren, die Ursachen zu erkennen und die nötigen Maßnahmen zur Schadensminimierung und Verhinderung weiterer Fehler zu setzen.
  • Einheitliches Reagieren aller Führungskräfte: Nur so wird das Führungsverhalten für alle Mitarbeiter nachvollziehbar und transparent.
  • Transparente Kommunikation: Dort, wo Erklärungsbedarf besteht, darf sich die Führung nicht hinter undurchsichtigen Phrasen verstecken.
  • Aufstellen und Einhalten klarer Spielregeln: Diese Führungsaufgabe gelingt nur durch die Miteinbeziehung der Mitarbeiter. Qualitätsstandards und eventuelle Abweichungen müssen von oberster Stelle überwacht und eingefordert werden.
  • Unnachgiebigkeit bei Fehlervertuschung und Nichteinhaltung der Spielregeln: Die Führung agiert nachsichtig gegenüber dem Fehlerverursacher, nicht aber gegenüber dem Fehlerverheimlicher. Fehlerkultur bedeutet nämlich nicht, überall Nachsicht walten zu lassen.
  • Den Mitarbeitern Rückendeckung geben: So beweist die Führung, dass es ihr tatsächlich ernst ist mit der neuen Kultur. Nur so entsteht ein Klima frei von Angst, das das Aufdecken und Klären von Fehlern ermöglicht.
  • Klima des Vertrauens schaffen: Aufgabe der Führung ist es, nicht einfach wegzuschauen, wenn Mitarbeiter oder Teamleiter nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Es muss um gemeinsame Zielerreichung statt um egoistisches Einzelkämpfertum gehen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die Führung sollte den Mitarbeitern stets die Möglichkeit geben, selber ihre Fehler zu korrigieren. Sie sollte Wege dazu aufzeigen und die Mitarbeiter bei der Lösungsfindung stark unterstützen. Veränderungsvorschläge einfordern und selbst beitragen: Auch hier muss die Führung mit gutem Beispiel vorangehen und selbst auch über Vorschläge reflektieren sowie die Vorschläge der Mitarbeiter wertfrei entgegennehmen und überdenken.
  • Querdenken im Team fördern: Die „Ja-Sager-Kultur“ hat ausgedient. Auch vorherrschende Gruppenmeinungen und Anordnungen von oben dürfen kritisch und sachlich hinterfragt werden. Sachlich zu bleiben ist dabei oft die schwierigste Arbeit.

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