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Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 12: Ein Bewusstsein für Fehler schaffen



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Kulturelle Veränderungen im Unternehmen erfolgen erfahrungsgemäß nicht von einem Tag auf den anderen. Geduld, Überzeugungskraft und Energie sind dafür erforderlich. Die Ziele müssen klar definiert und die Auswahl der geeigneten Instrumente danach ausgewählt werden. Daran kann sich dann das weitere Vorgehen orientieren.

topdown


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cerwinkaDr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG.

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schranzGabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich.

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Positive Fehlerkultur erschaffen

Wie lässt sich nun eine positive Fehlerkultur „erschaffen“ und in den Unternehmensalltag integrieren? Zunächst ist es entscheidend, alle Führungskräfte zu integrieren. Die erste Phase der Einführung muss top-down erfolgen.

Nur wenn alle Führungskräfte von der Sinnhaftigkeit einer bewussten Fehlerkultur überzeugt sind, hat das Projekt eine Erfolgschance.

Die Werte verinnerlichen

Unternehmensverantwortliche müssen hinter dem Konzept stehen und die Werte verinnerlicht haben. Nur so können sie diese Werte vorleben und den restlichen Mitarbeitern glaubhaft vermitteln.

Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang extern moderierte Veranstaltungen, in die alle Führungskräfte miteinbezogen werden. Zunächst werden in solchen Workshops die Prinzipien der Fehlerkultur und die Einbindung in das unternehmerische Gesamtkonzept erläutert.

Qualität und Risikomanagement verbinden

Die Verbindung zum Qualitäts- und Risikomanagement, das vielfach schon länger implementiert ist, steht dabei im Mittelpunkt. Die rechtliche Situation der Fehlerkultur wird ebenfalls erläutert. In der Folge geht es darum, die aktuelle Situation gemeinsam zu durchleuchten.

  • Die Fragen an die Teilnehmer in dieser Phase des Workshops lauten:
  • Was ist ein Fehler? Wie definieren wir Fehler?
  • Wo ist die Grenze zwischen den Begriffen „grob fahrlässig“ und „vorsätzlich“ zu ziehen?
  • Welche Konsequenzen hat das Vertuschen von Fehlern?
  • Was bedeutet konstruktive Fehlerbehandlung?
  • Wo stehen wir jetzt? Wo wollen wir hin?

Den Status Quo erkennen

Ergebnis dieser Phase ist die Feststellung, wie die derzeitige Fehlerkultur im Unternehmen gehandhabt wird. Meist wird den Teilnehmern an dieser Stelle des Prozesses schon bewusst, wie viele Verbesserungspotenziale in diesem Bereich vorhanden sind.

Dieses Bewusstsein ist bereits der erste Schritt zur Veränderung. Nur wer die derzeitigen Schwachstellen und die Vorteile einer Kursänderung deutlich vor Augen hat, wird die neuen Werte verinnerlichen.

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