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Fehlerkultur in Unternehmen – Teil 10: Automatische Datenauswertung



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Neben den von Menschen „bedienten“ Fehlermeldesystemen gehören selbstverständlich auch alle automatischen Fehlermeldesysteme zur Fehlerkultur eines Unternehmens.

Fehlerkultur010


Hier schreibt für Sie:

 

cerwinkaDr. Gabriele Cerwinka ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG.

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schranzGabriele Schranz ist Gesellschafterin der Schranz & Cerwinka OEG; Wien – Zürich.

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Beispiele für Automatische Erfassung

Beispiele dazu finden sich im Toyota Production System (TPS): Andon, ein optisches Fertigungsinformationssystem, das über Lichtzeichen auf einer Anzeigetafel das Auftreten eines Maschinenfehlers meldet, oder Jidoka, ein selbststeuerndes Fehlererkennungssystem, das über Sensoren Fehler erkennt und Maschinen steuern bzw. anhalten kann.

Gute Beispiele für zentrale Meldesysteme sind CIRS (CIRS Medical in Österreich oder CIRSNET in der Schweiz bzw. ASRS in der Luftfahrt), in dem die eingegebenen Fehler aller teilnehmenden Institutionen erfasst, aufbereitet und zugänglich gemacht werden.

Auswertung der erfassten Fehler

Werden alle Fehler und Beinahe-Fehler gemeldet, entsteht eine enorme Datenmenge. Diese gilt es nun systematisch aufzubereiten und auszuwerten.

Diese Auswertung sollte möglichst zentral erfolgen, um alle verfügbaren Daten zu aussagekräftigen Erkenntnissen filtern zu können.

Nachträglich Anonymisierung

Wichtig dabei ist die nachträgliche Anonymisierung, wo dies noch notwendig ist. Kategorisierung von Fehlern: Bei der Auswertung ist es hilfreich, die gemeldeten Fehler und Ereignisse zu unterscheiden und in gleichartige Kategorien einzuteilen bzw. zuzuordnen.

So können Häufigkeiten ermittelt und Gefahrenquellen bewertet werden. Daraus erfolgen oft auch Fehlerlisten, die als Grundlage zur Fehlererhebung dienen können. Der Mitarbeiter muss lediglich den schon in der Liste befindlichen Fehler ankreuzen. Dies macht vor allem bei Produktionsprozessen Sinn.

Einteilung in personen- oder sachbezogene Fehler

Eine entscheidende Kategorisierung ist die Zuordnung, ob ein Fehler unmittelbar aufgrund einer menschlichen Fehlleistung entstanden ist oder ob sachliche Gründe und Ursachen vorliegen.

Für eine genaue Ursachenermittlung ist diese Unterscheidung grundlegend.

Einteilung in externe und interne Fehler

Sind Einflussfaktoren, die außerhalb des Unternehmens liegen, am Entstehen des Fehlers beteiligt, bietet die Einteilung in externe und interne Fehler ebenfalls eine wertvolle und notwenige Hilfe beim Aufdecken der Ursachen und Beheben der Fehlerquelle.

Mithilfe der neuen Vernetzungsmöglichkeiten mit der UnternehmensaußenWelt entwickeln sich derzeit neue Instrumente einer Fehlerkultur, die auf noch mehr Transparenz und Offenheit setzt.

Open-Source-Modell

Stellvertretend dafür möchten wir Ihnen hier noch das Open-Source-Modell vorstellen: Die Nutzer eines Systems, also die Kunden, tragen selbst zur Verbesserung eines Produkts bei. Sie liefern Daten und Vorschläge, die in die Produktweiterentwicklung einfließen.

So kommt es zu einem offenen Austausch über Fehlentwicklungen. Alle – Unternehmen und Kunden – sind an einer laufenden Verbesserung interessiert.

Der Kunde ist beteiligt

Sie vertrauen einander, der Anbieter gibt dem Kunden das Gefühl, im selben Boot zu sitzen und an der Produktentwicklung beteiligt zu sein.

So ist der Kunde nicht nur Konsument, sondern auch Beteiligter. Dieses Modell ist vor allem in der Software- Entwicklung zu finden.

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