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Facebook-Fail – von ungefilterten Suchalgorithmen und kulturellen Feinheiten: Nutella und die Mafia


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Bildrechte: Bildmaterial erstellt von Simone Janson | Best of HR - Berufebilder.de Bild-Location: Palermo, Italien.

Ich mag Italien, das Essen, meine Freunde da.Und mich interessiert italienische Politik. Das alles hat auch Facebook bemerkt – und schlägt mir regelmäßig italophile Pages vor. Das manche Vorschläge passen, andere nicht – ok. Gestern allerdings wurde es leicht geschmacklos.

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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Achtung Werbefail

Als ich gestern morgen einen Blick in meine Facbook-Account warf, traute ich meinen Augen kaum: Facbook schlug mir vor, die Seite von Nutella zu mögen.

Nun gut, jetzt nutzt Ferrero meines Wissens kein Palmöl für seine Produkte, insofern ist daran vermutlich nichts so verwerfliches.

Ohne Gefühl für kulturelle Feinheiten

Erschreckend fand ich jedoch die Begründung: „Vielen, denen Giovanni Falcone gefällt, gefällt auch Nutella“. Zumindest in dieser Verbindung. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch: Falcone war Untersuchungsrichter in Palermo und die italienische Symbolfigur im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in Italien.

1992 wurde er dafür mit seiner Frau und drei Leibwächtern durch ein Bombenattentat ermordet. Mehr dazu auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Falcone. Vielleicht erschreckt mich das auch deshalb so, weil ich erst kürzlich mit eigenen Augen in Neapel gesehen habe, was Armut und organisierte Kriminalität aus einer ganzen Region machen können.

Wo automatisierte Such-Algorithmen an ihre Grenzen stoßen

Natürlich ist mir klar, dass die Verbindung für Facebook, das empfohlene Seiten automatitisiert anzeigt, irgendwie logisch ist. Nutella ist von Ferrero, eine italienische Firma, Falcone war Italiener, beide haben offenbar viele identische Fans.

Allerdings zeigt sich just da für mich die Schwäche der automatisierten Suchalgorithmen, die ohne Gespür für kulturelle Feinheiten einfach wahllos alles anzeigen – und damit wie man sieht, mitunter gewaltig daneben hauen.

Vorsicht kultureller Fettnapf

Hier wäre Facebook angeraten, auch im Hinblick auf die weltweite Expansion, etwas mehr kulturelles Gespür an den Tag zu legen und sich vielleicht die Suchfilter noch entsprechend zu verfeinern – sonst wird Zuckerberg da noch in so manchen Fettnapf tapsen.

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  1. Simone Janson

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