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Existenzgründung, aber bitte disruptiv – Teil 1: Gründer müssen spinnen!



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StartUps sind gerade ein heißes Thema, vor allem in der selbsternannten StartUp-Hauptstadt Berlin. Gleichzeitig ist Existenzgründung in Deutschland aber auch immer noch ein schwieriges Thema. Warum ist das so und was müsste anders laufen, damit auch hier mehr disruptive Gründungen entstehen?

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Die StartUp-Mentalität der Serien-Gründer

Gestern las ich einen Artikel in der F.A.Z. über die StartUp-Mentalität im allgemeinen und die Samwer-Brüder im besonderen. Die Überschrift Keine Zeit für Spätzünder fasst eigentlich schon gut zusammen, was Autorin Bettina Weiguny uns sagen will:

Leute mit so einer StartUp-Mentalität wie die Samwers gründen Unternehmen wie am Fließband. Seriengründer nennt sich das, und die starten Online-Marktplätze, Apps oder andere Ideen. Die Geldgeber – und mit ihnen die Infrastruktur – stehen schon bereit.

Wie läuft Existenzgründung in Deutschland normalerweise?

Das widerspricht so ziemlich jeder Vorstellung, die man in Deutschland von Existenzgründung hat, denn da geht es meist „gesitteter“ zu: Da geht es meist um Businesspläne, Finanzierung, Rechtsformen, Steuern und Versicherungen.

Und natürlich braucht jeder, der als Gründer erfolgreich sein will, zunächst eine wirklich gute Geschäftsidee. Und die  Ansprüche an eine Geschäftsidee sind in Deutschland oft hoch:

Gibt es die perfekte Geschäftsidee?

Sie soll am Markt erfolgreich sein, ein Einkommen abwerfen, das mindestens genau so hoch ist wie eine vergleichbare Festanstellung und auch ähnlich sicher.

Schließlich soll sie dem Gründer idealerweise auch persönlichen Freiraum für die eigene Selbstverwirklichung bieten. Abgesehen vielleicht von all denen, die vielleicht lieber lieber diesen Schritt riskieren als Hartz IV zu beziehen: Sie haben oft keine Wahl, als es einfach zu versuchen.

Weniger Nachgrübeln wäre sinnvoll

Auch wenn Gründer aus der Not heraus gemeinhin als weniger erfolgreich gelten als Überzeugungstäter, die planvoll zu Werke gehen: Manchmal täte etwas weniger Nachgrübeln über Erfolg oder Misserfolg vielen Möchtegern-Unternehmern vielleicht ganz gut.

Der Global Entrepreneurship Monitor, eine Studie, die jährlich die Gründungsbedingungen in 42 Ländern weltweit untersucht, hat für 2009 erfasst, dass nur 22 Prozent der befragten 18 bis 24 jährigen gute Business-Chancen überhaupt wahrnehmen. Ganze 37 Prozent haben hingegen Angst vor dem Scheitern.

Existenzgründer müssen spinnen!

Die Serial Entrepreneurs machen es anders, wie Bettina Weiguny über die Seriengründungen schreibt:

Jedes dieser Startups ist eine Wette auf die Zukunft, ob Hundefutter-Vertrieb oder Spiele-Entwickler, ob Putzhilfe- oder Medizintechnik-Portal. Manche Ideen gehen auf, andere nicht.

Das Bedeutet auch: Abkehr vom Anspruch, die perfekte Geschäftsidee zu entwickeln, hin zum Trial- und Error-Verfahren. Was dem in Deutschland im Wege steht und wie sich das ändern kann, das werde ich in dieser Serie aufzeigen, die ich übrigens ursprünglich für changeX geschrieben habe.

Denn: Wer erfolgreich sein will, muss auch mal etwas Verrücktes wagen. Gründer müssen spinnen!

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