The European empfhiehlt uns: Sind echte Unternehmer Künstler?


Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
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In einem Beitrag auf THE EUROPEAN hat Gunnar Sohn mein Interview mit dem Bozener Professor Dr. Christian Lechner verlinkt. Und einen anderen sehr spannenden Aspekt ins Spiel gebracht: Nämlich, dass Gründer zu früh den Unternehmer spielen wollen.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin & Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

80 Prozent der Gründungen scheitern an StartUp-Gichtlingen

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Es ist interessant, woran Existenzgründer scheitern. Nämlich häufig offenbar an ihrem eigenen Ego und daran, dass sie zu früh Managment-Strukturen ausbilden wollen.

Das wiederum entspringt meiner Ansicht häufig einem Bedürfnis nach Kontrolle und einem persönlichen Ego-Problem. So schreibt Sohn in seinem Beitrag auf The European:

Rund 80 Prozent der Unternehmensgründungen scheitern, weil die liebwertesten Start-up-Gichtlinge zu sehr den klassischen Unternehmer spielen wollen, wie Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship, bei seinem Vortrag auf der Interactive Cologne eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Agil und flexibel bleiben trotz Wachstum

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Zum Thema, wie man als StartUp wächst und dabei dennoch agil und flexibel bleibt, hatte ich ja kürzlich in t3n ausführlich berichtet. Darin schrieb ich:

Autokratische Entscheidungsstrukturen sind eher Regel als Ausnahme, auch in StartUps, selbst wenn diese gerne fehlende Hierarchien propagieren.

Nicht wenige Führungskräfte wollen jedoch erst gar keine Informationen oder gar Verantwortung abgeben. Gerade in Startups begegnen die Jung-Chefs der unsicheren Situation oft mit Kontrollwut. Wächst das Unternehmen dann, stauen sich alle Entscheidungen beim überlasteten Chef und hemmen so die gesamte Firma.

Sind echte Unternehmer Künstler?

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Dazu komme, wie Sohn in seinem Beitrag weiter schreibt, dass vielen Gründern das Hirn durch Venture Kapital vernebelt werde. Dabei sollten Gründer nicht gleichzeitig Manager sein, sondern dürften ruhig auch mal chaotisch sein.

Ist ein echter Unternehmer einem Künstler also näher als einem Manager, der nur Abläufe verwaltet? Mal eine spannende Sichtweise.

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  1. Beatrix Schwarzbach

    Ja, Gründer dürfen wohl auch mal chaotisch sein. Doch ich finde die Definitionen von Künstler (chaotisch) oder Manager (Abläufe verwalten) zu kurz gegriffen. Denn gerade am Theater, wo sich wohl besonders viele Künstler und ja, auch besonders viele chaotisch wirkende Menschen herumtreiben, herrschen auch besonders strenge Hierarchien und der Wunsch nach Kontrolle im gesamten "Unternehmen" oder auch innerhalb eines Produktionsteams dominiert leider oft.
    Ich glaube deswegen, dass ein echter Unternehmer wohl eher ein Mensch ist, der nicht nur eine Vision von etwas hat und diese auch verfolgt - sondern auch ein Mensch, der bereit ist, denjenigen, die mit ihm gehen, genau zuzuhören, das Beste in ihnen hervorzubringen und viele Menschen zu einem Team zusammen zu fügen. Einer, der tut, was ein guter Regisseur eines Theaterstücks tut. Das ist sicher, ob in der freien Wirtschaft oder am Theater, eine menschliche Kunst, die viel Fingerspitzengefühl und Sensibiltät erfordert. Insofern ist solch ein Mensch sicher auch ein "Künstler", nur nicht im "chaotischen Sinne".

    • Simone Janson

      Liebe Frau Schwarzbach,
      Ihre Definition von Unternehmer finde ich sehr schön und treffen, sie spricht mir sozusagen aus dem Herzen. Die richtige Mischung, der berühmte goldene Mittelweg, machts. Ich glaube nur, dass es sich in unserer Gesellschaft so sehr eingebürgert hat, in einer Unternehmensgründung vor allem einen ökonomisch-verwaltenden Akt mit Business-Plan und allem Drumherum zu sehen, dass das Visionäre, Kreative dabei in den Hintergrund rückt. Ich denke, auf diesen Umstand wollte Herr Faltin aufmerksam machen. Tatsächlich traut man ja besonders kreativen Menschen Unternehmensführung oft nicht zu, weil Chaos befürchtet wird. Und Sie haben mit Ihrem Kommentar noch einmal verdeutlicht, auf was ich mit meinem Text aufmerksam machen wollte: Dass da nicht unbedingt der Gegensatz sein muss zwischen Kreativ und Unternehmerisch, den unsere Gesellschaft gerne sieht.
      Vielen Dank dafür!

  2. KompetenzPartner

    The European empfhiehlt uns: Sind echte Unternehmer Künstler?: In einem Beitrag auf THE EUROPE... #Beruf #Bildung

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