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Mein Essay bei changeX – 1/3: Genossenschaften als ideale Unternehmensform für das Internetzeitalter



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Nicht erst, seit Frank Schirrmacher öffentlich darüber nachgedacht hat, dass die Linke recht hat, ist Links sein wieder in: Denn dank den aktuellen Entwicklungen im Internet ist bei Unternehmen radikales Umdenken gefragt. Wohin geht die Reise?


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Trend statt Massenmarkt

Denn der Trend geht mehr und mehr zu speziellen Produkte und Dienstleistungen statt Massenmarkt, kommunikatives Miteinander statt Werbekampagnen, Kooperation statt Konkurrenz, solide Finanzierung statt überzogener Kredite.

Dafür gibt es sogar eine eigene Rechtsform – aber die war bislang völlig unpopulär. Die Unternehmensform, die Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitverantwortung ermöglicht, gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert: die Genossenschaft. Sie müsste nur neu entdeckt werden. Das vollständige Essay können Sie bei changeX nachlesen oder finden es hier als Artikelserie.

Unabhängigkeit macht kostengünstig

Freiberufler aus der IT-Branche gründeten 2004 in Bremen einen Dienst, um ihren Mitgliedern IT-Projekte zu vermitteln. Grundgedanke war, sich von professionellen Vermittlern unabhängig zu machen.

Denn auf dem deutschen IT-Markt werden Spezialisten in der Regel durch Personalagenturen oder Projektbörsen vermittelt, die daran kräftig mitverdienen: „Wir wollen diesen Zwischenhandel durch Direktvermarktung ausschalten und damit das Einkommen der Mitglieder, aber auch deren Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, erklärt Vorstand Manfred Feige die Motivation.

Da die Jariva eG jeden Spezialisten persönlich kennt, kann sie passgenau Kunden, Projekte und Experten zusammenbringen – schneller und effizienter als große Vermittler. Und die Freiberufler können ihren Kostenvorteil an ihre Kunden weitergegeben. Mehr noch: Durch Arbeitsteilung und Kooperation sind die Mitglieder in der Lage, auch größere und komplexere Projekte anzunehmen.

Unterschied zur Aktiengesellschaft

Jariva sorgt sogar für eine Vertretung bei Krankheit. Und: Gerade bei Problemen und Krisen hilft sich die Gemeinschaft gegenseitig, weil die Genossen mit Rat und Tat zur Stelle sind. Jariva hat sich dabei ganz bewusst für die Gesellschaftsform der Genossenschaft entschieden: „Wir wollten gemeinsam Synergien nutzen. Und der Lebenszweck einer Genossenschaft ist nun mal, ihre Mitglieder wirtschaftlich zu fördern“, sagt Vorstand Feige.

Genau das ist es auch, was Genossenschaften von anderen Rechtsformen wie zum Beispiel der Aktiengesellschaft unterscheidet: Zwar haben beide Gesellschaftsformen Aufsichtsrat und Vorstand sowie als höchstes Gremium die Generalversammlung, die bei der AG allerdings Hauptversammlung heißt. Und bei beiden Gesellschaftsformen erwirbt man Geschäftsanteile, die bei der AG Aktien heißt. Ende der Gemeinsamkeiten.

Antikapitalistisch oder nicht?

Eine Genossenschaft ist gar nicht so antikapitalistisch, wie sie auf den ersten Blick daher kommt. Zum Beispiel hat sie einiges gemein mit einer Aktiengesellschaft. Aber es gibt auch einige elementare Unterschiede. Was ist nun das bessere System?

Sagen wir mal so: Die Eichborn-AG, die diese Rechtsform gewählt hatte, um von großen Verlagshäusern unabhängig zu sein, hat vor kurzem Insolvenz angemeldet. Die TAZ als Genossenschaft funktioniert weiter und fährt als eines der wenigen Medienhäuser in Deutschland Gewinne ein. Wo aber liegen die Unterschiede zwischen beiden Rechtsformen?

Unterschied zur AG

Der essentielle Unterschied zwischen AG und eG (eingetragene Genossenschaft) besteht darin, wie der Anteilseigner seinen Einfluss ausüben kann. Bei der AG ist das Stimmrecht an die Aktie gekoppelt. Den größten Einfluss hat also, wer die meisten Aktien besitzt. Gut erkennbar ist dieses Prinzip bei den Hauptversammlungen der großen deutschen Aktiengesellschaften.

Ein Beispiel: 6.000 Kleinaktionäre stimmen bei einer Beschlussfassung mit nein. Ein Aktionär aus der ersten Reihe stimmt mit ja. Der Versammlungsleiter verkündet daraufhin, dass der Beschluss angenommen wurde. Der Herr aus der ersten Reihe vertritt eine Gesellschaft, die 91 Prozent der Aktien hält.

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