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Erfolg durch Selbstwirksamkeit - 4/4: Mentaltraining



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Konzentrieren Sie sich erst einmal auf den Glaubenssatz, den Sie ändern wollen. Setzen Sie dabei klare Prioritäten. Selbswirsamkeit-Erfolg006


Hier schreibt für Sie: Jens Korz ist Persönlichkeitstrainer. Profil

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Step by Step

Es ist besser, erst mal nur einen Glaubenssatz zu verändern als alle auf einmal. Denn einer der häufigsten Fehler beim Verändern von Denkmustern ist der, dass man versucht, alles auf einmal zu verändern. Hier gilt es, die Salami-Taktik, also Scheibe für Scheibe, anzuwenden.

Um zu verdeutlichen wie die Methode funktioniert, erkläre ich diese an einem Beispielsatz. Ich verwende hierfür eines der am häufigsten vorliegenden Dogmen in unserer Gesellschaft:

»Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.«

Zweifeln Sie den Glaubenssatz an

Machen Sie sich nun klar, dass Ihr bisheriges Denkmuster nicht der Wahrheit entspricht. Denn was ist schon wahr auf dieser Welt? Ist durch unsere Wahrnehmung sowieso nicht alles subjektiv?

Der eine beurteilt einen Sachverhalt so, ein anderer völlig anders. Also ist auch Ihr Glaubenssatz subjektiv! Notieren Sie nun mindestens drei Gründe, warum Ihr Glaubenssatz falsch ist. Wieso stimmt nicht, was Sie denken?

Für unseren Mustersatz bedeutet dies

Mein Bruder wird geliebt, obwohl er weniger Leistung bringt als ich. Ich liebe meine Eltern, auch wenn sie keine Leistung bringen.

Obwohl ich schon Fehler gemacht und keine gute Leistung erbracht habe, werde ich von meinem Partner/meiner Partnerin geliebt.

Selbswirsamkeit-Erfolg002

Schriftlich visualisieren

Schreiben Sie auf, wie Ihr Glaubenssatz positiv lauten sollte. Und formulieren Sie dabei genau, damit Sie die Veränderung auch Verinnerlichen.

Wie sollte dieser Glaubenssatz Ihrer Meinung nach klingen, damit Sie sich besser fühlen, sich selbst als wertvoller wahrnehmen und somit zukünftig Ihre persönlichen Ziele leichter erreichen können? Visualisieren Sie diesen Glaubenssatz schriftlich.

Notieren Sie nun ebenfalls wieder drei Gründe, warum dieser neue Glaubenssatz wahr sein könnte. Welche Erfahrungen haben Sie in der Vergangenheit bereits gemacht, die diese Affirmation bestätigen könnte?

Neue Formulierung und die vier Bestätigungen:

  1. Ich werde geliebt, so wie ich bin.
  2. Wenn ich nicht mehr auf der Welt wäre, dann wären einige Leute sehr traurig.
  3. Mein Partner verbringt gerne Zeit mit mir. Einfach so.
  4. Ich kann Anderen Fehlleistungen verzeihen und diese verzeihen mir meine ebenso.

Mentaltraining

Im vierten Schritt prägen Sie Ihr Unterbewusstsein mit Ihrem neuen Denkmuster durch eine Art mentales Training. Dies tun Sie so lange, bis es ein neues Glaubensmuster geworden ist und ohne Wachbewusstsein funktioniert.

Verwenden Sie ganz bewusst den neuen Glaubenssatz zur Bekräftigung und Prägung Ihres Unterbewusstseins.

Wie entstand Ihr bisheriger Glaubenssatz?

Beispielsweise sagen Sie sich täglich sieben Mal hörbar in einer bestimmten und nach Möglichkeit immer gleichen Situation (zum Beispiel wenn Sie im Auto zur Arbeit fahren; bevor Sie zum Rapport zum Chef gehen) Ihren neuen Glaubenssatz auf.

Fragen Sie sich nun, warum Sie Ihren alten Glaubenssatz überhaupt entwickelt haben. Welche Erfahrungen oder Botschaften haben dazu geführt?

Woher kamen die Glaubenssätze?

Hat es vielleicht etwas mit der Erziehung Ihrer Eltern zu tun? Kommt der Satz aus der Schulzeit, weil Lehrer oder Mitschüler Ihnen immer wieder diesen Glaubenssatz gespiegelt haben. Oder kommt dieser Satz aus früheren Partnerschaften?

Auch hier gilt es, wieder drei Gründe zu notieren, warum sich eine bestimmte Person (oder auch mehrere Personen) darin geirrt hat (haben), dass Sie so über sich denken.

  1. Warum kann diese Person gar nicht wirklich beurteilen, wie Sie in Wahrheit sind?
  2. Vielleicht weil niemand Sie so gut kennt wie Sie sich selbst?!
  3. Wieso sollte diese Person also beurteilen können, was Sie im Leben erreichen können und was nicht?

Gründe für den alten Glaubenssatz:

  1. Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.
  2. Ich habe eine perfektionistische Mutter und keiner kann es ihr recht machen.
  3. Perfektion steht für Wertigkeit.
  4. Ausruhen wurde mir immer als Faulheit ausgelegt, dabei brauchte ich auch mal Pausen.

Verzeihen Sie anderen

Falls eine bestimmte Person an Ihren einschränkenden Glaubenssätzen und an Ihrem schlechten Selbstvertrauen Anteil hatte, dann ist es auch wichtig, dass Sie dieser Person verzeihen.

Lassen Sie los. Die Vergangenheit ist nicht mehr änderbar und wenn Sie Ihre bisherige Entwicklung akzeptieren, dann können Sie sich selbst annehmen und ändern. Selbswirsamkeit-Erfolg007

Frieden schließen

Verzeihen Sie dieser Person (oder diesen Personen), dass diese Ihre Denkmuster negativ beeinflusst hat (haben). Schließen Sie einen schriftlichen Versöhnungsvertrag.

Formulierungshilfe: »Ich schließe Frieden mit …«

Handeln Sie nach Ihrem neuen Glaubenssatz

Beweisen Sie sich selbst und somit Ihrem Unterbewusstsein ganz einfach das Gegenteil, indem Sie handeln, als wären Sie ganz anders. – Gemäß unseres Beispiels sich wertvoll fühlen, auch ohne Leistung zu erbringen.

Dies schaffen Sie am besten, wenn Sie durch Ihre täglichen Handlungen Gegenbeweise zu Ihrem alten Glaubenssatz und somit Beweise für Ihren neuen Glaubenssatz liefern.

Überlegen Sie sich, was Sie tun können, um sich selbst aufzuzeigen, dass Ihr negativer Glaubenssatz gar nicht wirklich auf Sie zutrifft.

Das Erfolgstagebuch

Nehmen Sie sich jeden Abend Zeit und notieren Sie in ein Buch, was an diesem Tag alles gut gelaufen ist. Wo waren Sie erfolgreich? Notieren Sie sich anfangs insbesondere die Erfolge im Verändern Ihres negativen Glaubenssatzes.

Mit dem hier beschriebenen Zwiebelprinzip kommen die meisten Menschen gut zurecht. Es ist klar strukturiert und es benötigt keine professionelle Begleitung in Form eines Coaches oder Therapeuten. Es erfordert lediglich eine gewisse Disziplin.

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