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Erfolg durch Rhetorik – Teil 3: Selbstvorstellung – mehr als nur ein Lebenslauf



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Im letzten Teil dieser Serie haben wir erfahren, wie es nicht geht. Und wie geht es dann? Einfach mal anfangen. Mit einer Selbstvorstellung. selbst-präsentation


Hier schreibt für Sie:

 

malte-w-wilkesMalte W. Wilkes ist Ehrenpräsident des Bundesverband Deutscher Unternehmensberater.

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Mehr als der mündliche Lebenslauf

Bei einer Selbstvorstellung muss man natürlich ganz profan ein paar Lebensstationen aufführen. Zusätzlich zum Namen kann diese dann schon fertig sein. Und das reicht für manchen Augenblick auch, denn auf die Situation und das Ziel kommt es an.

Ideal ist aber eine Selbstvorstellung, die ein wenig mehr ist als ein mündlicher Lebenslauf. Aber wer wirklich in Erinnerung bleiben will, nutzt eine Überraschung, in die er diese Daten hineinpackt. Einige Beispiele:

  1. So kann man eine inhaltliche Überraschung als roten Faden nutzen
  2. „Mein Lebensmotto: Fang oben an – von unten ist es zu schwer. Darum habe ich…“.
  3. „Meine Eltern habe mich, ein Mädchen, als Jungen erzogen“
  4. „Ärztin wollte ich nie werden, weil ich kein Blut sehen konnte“
  5. Ein Gegenstand hat mein Leben verändert [z. B. Zahnspange, das Gebiss der Urgroßmutter usw. – evtl. sogar hochhalten]

Formale Überraschungen nutzen

Eine andere Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Nutzen Sie eine formale Überraschung. Und das geht so:

  • „Ich werde 3x heiraten, denn ein Astrologe hat das zu meiner Geburt prophezeit“
  • „Fünf wichtige Ereignisse prägen mein Leben: Im Jahr 2030 werde ich Boss von xxx, 2020 lerne ich Japanisch, 2010 …“ Damit erzählt man das Leben rückwärts von den Träumen bis zur Geburt.
  • „Mein Leben kann man sehr unterschiedlich sehen: Meine Mutter würde es so erzählen, mein Vater würde es so beschreiben, mein letzter Vorgesetzter so…“ – also drei Perspektiven

Der perfekte Einstiegssatz

Zusätzlich hilft ein direkter Einstiegssatz, der die Aufmerksamkeit lenkt und einen Abschluss, der als „Höhepunkt“ einen emotionalen Merkpunkt setzt.

Monologische Selbstvorstellungen, ohne dass daraus ein Gespräch wird, dauern in der Regel zwischen 45 Sekunden und wahrscheinlich 10 Minuten. Man kann sich mit einer „Standard-Vorstellung“ einmal vorbereiten und die Vorstellungsrede auch perfekt durchüben.

  1. Die Standard-Vorstellung baut man modular so auf, dass sie von hinten abgeschnitten werden kann, ohne Substanz zu verlieren. So hat der Redner jede Länge sofort im Griff
  2. Die spezielle Situation oder Zuhörerschaft baut der Redner durch thematische Variationen ein

So ist die Rede strategisch allzeit fertig – aber taktisch flexibel.

Die Redekunst verbessern

Im Laufe der Zeit kann man dann seine Redekunst von Rede zu Rede langsam erweitern. Dabei sollte man nicht zu viel auf einmal von sich fordern, denn auch Bach spielt man auf dem Klavier nicht beim ersten Mal vollkommen.

Schritt für Schritt gilt es, seine Fähigkeiten auszubauen und jede öffentliche Rede wie ein Training zu verstehen. Und wenn etwas nicht klappt? Keine Sorge: Das Publikum wusste ja nicht, was man vor hatte und es ist außer bei einer Krisenrede immer wohlwollend. Es will den Redner siegen sehen. Das geschieht mehr oder weniger intensiv fast immer – außer man redet Unkraut.

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