Entscheidung zur perfekten Karriere? Macht Fehler!
Erfolgreich sein setzt die richtigen Entscheidungen voraus. Doch wie behält man im Überangebot an Karriere-Tipps und Ratgebern den Überblick und vor allem die eigenen Ziele vor Augen?

- Die Angst vor der falschen Entscheidung verhindert den richtigen Weg
- Das Problem der heutigen Absolventen-Generation
- Wie sehen Deine Ziele aus?
- Die Angst, sich auf das Falsche festzulegen
- Stromlinie oder Querkopf?
- Konzentration auf das Wesentliche
- Nicht in Belanglosigkeiten verlieren
- Kleine Signale, große Wirkung
- Wenn Frisuren und Socken das Leben entscheiden
- Lasst Euch nichts einreden, macht Fehler!
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
- eKurs on Demand buchen
- Individuelles eBook nach Wunsch
- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Die Angst vor der falschen Entscheidung verhindert den richtigen Weg
Viele Menschen haben Angst, sich im Leben irreparabel falsch zu entscheiden. In der Karriereplanung, so die allgemeine Denke, können Fehler auf die Dauer zu gravierenden Problemen führen. Doch das kann schnell in eine Sackgasse führen, nämlich dann, wenn man vor lauter Angst gar nichts mehr entscheide.
Die gute Nachricht ist vielmehr: Die Verantwortung für solche Entscheidung liegt bei uns selbst. Und wir sind immer wieder in der Lage, Karrierefehler wieder aufzuarbeiten und in die richtige Richtung loszuwerden.
Das Problem der heutigen Absolventen-Generation
Vor einiger Zeit Jan Thomas Otte sowohl den Kollegen Klaus Werle vom Manager Magazin als auch mich für die Zeitschrift t3n interviewt. Thema war die Frage, wie man im undurchsichtigen Dschungel von Berufs- und Karriere-Ratgebern noch den richtigen Weg findet.
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Der Artikel, der dabei auf t3n herausgekommen ist, spiegelt, das zeigen auch die Kommentare darunter, ziemlich genau die Probleme der heutigen Absolventen-Generation wieder:
Wie sehen Deine Ziele aus?
Die Karriere perfekt und stringent durchgeplant, zig Praktika abgerissen, alle guten Ratschläge befolgt – und dabei die eigenen Wünsche und Ziele, ja vielleicht sogar die ganze Persönlichkeit aus den Augen verloren. Wobei ich mich Frage, ob das altersbedingt jemals anders war.
In Ottes Beitrag ist es „Titelheldin“ Klara, die im Vorstellungsgespräch auf die Frage nach ihren Zielen keine Antwort hat. In der Realität ist das ein häufiges Problem in einer Zeit, in der es so viele Möglichkeiten gibt, dass die meisten sich gar nicht erst entscheiden können oder wollen.
Die Angst, sich auf das Falsche festzulegen
Grund ist meiner Meinung nach die Angst, einen irreperabelen Fehler in der Lebensplanung zu begehen: Bis zu einem bestimmten Alter soll der Berufseinstieg geschafft sein, ist der Karrierweg dann einmal eingeschlagen, wird ein Wechsel immer schwieriger, auch weil mit zunehmendem Alter (angeblich) die Aussichten auf eine erfolgreiche Bewerbung sinken.
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Stromlinie oder Querkopf?
Ich teile nicht Ottes in dem Artikel geäußerte Meinung, dass so etwas Personalern schlecht ankommt, ich glaube eher, dass Stromlinienförmigkeit leider häufig gesucht ist, auch wenn viele Unternehmen besser nach individuellen Köpfen Ausschau halten sollten, wie es Svenja Hofert kürzlich so treffend beschrieben hat.
Dennoch halte ich es, auch aus eigener Erfahrung, für wichtig, eigene Wege zu gehen, wie ich das auch im Interview rate. Dazu gehört, sich von anderen nicht vermeintlich sichere Karrierwege einreden zu lassen und nicht aus Angst alles perfekt planen und kontrollieren zu wollen.
Konzentration auf das Wesentliche
Genauso wichtig finde ich es, in einer Welt, in der sich jeder darauf konzentriert, das große Ganze zu erfassen und jeder nach großen Taten strebt, auch einmal bewusst die Kleinen Dinge wahrzunehmen – denn auf die kommt es an, sie sind wesentlich!
Leider bleibt in einer Zeit, in der sich mit jeder neuen Website, mit jedem neuen Technikspielzeug alles noch schneller zu drehen scheint, bleibt für die kleinen Dinge des Lebens oft keine Zeit mehr übrig. Kein Wunder, dass dabei die kleinen Signale, die schlichten Gesten, die unerwarteten Nettigkeiten, die unser Leben bereichern und ihm Bedeutung verleihen, übersehen oder ignoriert werden. Und damit verpassen viele Menschen oft auch wichtige Entwicklungsschritte.
Nicht in Belanglosigkeiten verlieren
Da wir uns permanent überlastet fühlen, achten wir kaum auf die kleinen, aber feinen Unterschiede des menschlichen Miteinanders und wollen uns schon gar nicht mit scheinbar Unwichtigem abgeben – obwohl wir gerade damit einen viel größeren Eindruck hinterlassen könnten als mit aufsehenerregenden Taten oder hehren Absichten.
Selbstverständlich dürfen wir uns nicht in Belanglosigkeiten verlieren, die den Blick für das Wichtige trüben und uns von unseren eigentlichen Zielen ablenken.
Kleine Signale, große Wirkung
Fakt aber ist: Ohne die Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens und die Liebe zum Detail kommt kein Mensch wirklich weiter, wird kein Mensch in seine Traumposition befördert und kann kein Mensch eine echte Heldentat vollbringen.
Denn es sind überraschenderweise gerade die kleinen Signale, die schlichten Gesten und die unerwarteten Nettigkeiten, die unser Leben bereichern und ihm Bedeutung verleihen und die darüber entscheiden, ob ein Vorhaben mit Erfolg gekrönt wird. Während wir oft scheitern, wenn wir uns an den großen Dingen übernehmen!
Wenn Frisuren und Socken das Leben entscheiden
Wie etwa Menschen, bei denen eine neue Frisur die Fremd- und Eigenwarhnehmung so stark änderte, dass sie zum Beginn einer erfolgreichen neuen Karriere wurde.
Oder der amerikanische Baseball-Profi John Wooden, der es als Spieler und Trainer in die Halle des Ruhms schaffte, weil er vor dem Spiel regelmäßig die Falten in den Socken kontrollierte, um keine Blasen zu bekommen.
Lasst Euch nichts einreden, macht Fehler!
Man sieht also: Karriere lässt sich alles andere als perfekt planen. Oft sind es die kleinen Dinge und Lebensumstände, die zum Erfolg führen. Und zu solchen Lebenswegen gehört es, auch mal ein Scheitern in Kauf zu nehmen, aus dem man lernen kann. Denn nur so ist man langfristig erfolgreich – ein Beispiel dafür ist etwa Milliardär Jon Oringer, der im Interview scheitern als notwendige Erfahrung bezeichnet.
Um es kurz zu machen: Die perfekte Karriere gibt es nicht. Am besten macht man es sich selbst recht. Auch wenn das klingt wie eine Binsenweisheit: Es ist manchmal gar nicht so einfach!
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Hier schreibt für Sie
Simone Janson ist Verlegerin, Beraterin und eine der wichtigsten deutschen Erfolgs-Bloggerinnen laut ZEIT und Blogger-Relevanz-Index. Sie initiierte die eingetragene Marke Best of HR – Berufebilder.de® und die Reise-Marke Travel2s.de sowie das Institut Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.
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8 Antworten zu „Entscheidung zur perfekten Karriere? Macht Fehler!“
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RT @baloise_jobs: Wie perfekt muss Karriere sein? via @SimoneJanson
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Wie perfekt muss Karriere sein? via @SimoneJanson
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Wie perfekt muss Karriere sein? | B E R U F E B I L D E R (Interview mit Simone Janson)
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t3n hat mich Interviewt: Wie perfekt muss Karriere sein?: Im Dezember hat mich Jan Thomas Otte… #Beruf #Bildung
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