Endlich ernst genommen werden: Dominanz oder Anpassung?



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Status ist nichts Beständiges. In jeder Begegnung wird er immer wieder neu ausgehandelt, auch mit Menschen, die wir schon ewig kennen. Das Spannende am Status ist, dass diese Zuordnung unbewusst abläuft. Endlich ernst genommen werden: Dominanz oder Anpassung? kommunikation


Hier schreibt für Sie: Natalie Schnack ist Wirtschaftsingenieurin und Sichtbarkeits-Coach. Profil

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Warum verhalten wir uns so und nicht anders?

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Das passiert so: Die Körpersprache, Stimme, das Gesagte und die Sprechweise werden “ab­gescannt”. Dann wird in Sekundenschnelle Entscheidung darüber getroffen, wie wir uns verhalten.

Erst im Nachhinein fragen wir uns oft, warum haben wir uns nun so und nicht anders verhalten, ohne eine eindeutige Antwort darauf zu finden. Wenn wir diese Prozesse bewusst machen, können wir sie gezielt verändern.

Dominanz oder Anpassung?

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Unter Statusverhalten versteht man Strategien, um bewusste und unbewusste Ziele zu erreichen. Wir wählen die jeweilige Strategie danach aus, was wir in einer bestimmten Situation für nützlicher und Erfolg versprechender halten. Doch wie entsteht dieses Statusverhalten?

Das Statusverhalten entsteht in unserem Inneren, für andere unsichtbar. Je nachdem, wie wir eine Situation beurteilen, wie wir unseren Kommunikationspartner wahrnehmen und uns selbst in diesem Moment sehen, fällt unser Statusgefühl unterschiedlich aus – und damit auch unser Statusverhalten. Nach außen senden wir durch unser Verhalten dann Signale, die auf Dominanz oder Anpassung abzielen.


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Die Realität als Ausschnitt

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Wir nehmen immer nur einen Ausschnitt der Realität wahr. Das Wahrgenommene wird durch unsere individuellen inneren Filter verarbeitet und bewertet. Diese Bewertung ist abhängig von …

  • unseren Werten und Glaubensätzen,
  • dem, was wir über uns selbst denken,
  • unserer Einstellung zu anderen Menschen,
  • den Zielen, die wir verfolgen,
  • und den durch diese Bewertung entstehenden Emotionen.

Erst danach entscheiden wir, wie wir darauf reagieren.

Ein Beispiel

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Jetzt schauen wir uns diesen Prozess, an einem konkreten Beispiel an.

  1. Situation: Sie sprechen mit einem Kollegen, der dominant und belehrend Ihnen gegenüber auftritt.
  2. Sie nehmen wahr, in welchem Ton der Kollege zu Ihnen spricht und bewerten, inwiefern Sie das Verhalten Ihres Kollegen als angemessen empfinden. Wahrscheinlich finden Sie es unangemessen, schließlich erwarten Sie einen wertschätzenden Umgang miteinander.
  3. Ihre allgemeine Meinung über den Kollegen fließt in die weitere Bewertung ebenso ein, wie Ihre Sicht auf sich selbst: mögen Sie den Kollegen oder nicht, halten Sie ihn für kompetenter als sich selbst, haben Sie Angst vor ihm... All das fließt hier mit ein.
  4. Ihre Reaktion hängt dann davon ab, wie Sie sich selbst im Vergleich zu Ihrem Kollegen wahrnehmen: Wenn Sie sich selbst als weniger wichtig oder wertvoll als ihn sehen, wird Ihr Verhalten anders ausfallen, als wenn Sie sich für genauso wichtig und wertvoll halten.

Tiefstatus oder Hochstatus?

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Das bedeutet, je nach dem, ob Sie im inneren Tiefstatus oder einem inneren Hochstatus sind, würde auch Ihre Reaktion unterschiedlich ausfallen. Also nehmen Sie es entweder stillschweigen hin oder lehnen Sie sich dagegen auf.

Nicht dass wir uns missverstehen: sowohl Tief- als auch Hochstatus sind für eine eindeutige Kommunikation sehr wichtig. Die Frage ist nur, in welcher Ausprägung. Wer es mit der Dominanz übertreibt wird genauso wenig dauerhaft erreichen, als jemand der sich total unterwirft.

Deswegen habe ich den Augenhöhe-Status entwickelt. Und genau darum geht es im nächsten Teil dieser Serie.


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