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5 Employer-Branding-Tipps für Arbeitgeber: Bewerber anziehen mit Loyalität statt Bällebad


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Die konjunkturelle Hochphase sorgt auch auf dem Arbeitsmarkt für einen anhaltenden Boom. Für Unternehmen bedeutet dies einen hohen Aufwand Mitarbeiter zu finden, aber vor allem auch zu halten. Bewerber und Arbeitnehmer hingegen profitieren von der Entwicklung, allerdings gibt es wesentliche Punkte bei der Beurteilung des Arbeitgebers zu beachten.

5 Employer-Branding-Tipps für Arbeitgeber: Bewerber anziehen mit Loyalität statt Bällebad 5 Employer-Branding-Tipps für Arbeitgeber: Bewerber anziehen mit Loyalität statt Bällebad


Hier schreibt für Sie: Oliver Koch ist Geschäftsführer der SOLCOM GmbH. Profil

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Wandel auf dem Arbeitsmarkt

„Wer als Arbeitgeber nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Dieser Kommentar zu einem Blogartikel aus der Personaldienstleistungsbranche spiegelt die aktuelle Situation zum Arbeitnehmermarkt treffend wider. Das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wandelt und verschiebt sich, und zwar in Richtung des Arbeitnehmers.

Es lässt sich nicht eindeutig feststellen aus welchen einzelnen Gründen sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aktuell so verändert. Wie so oft kommen hier viele Aspekte, demographische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische zusammen, die dann erst im Zusammenspiel einen Wandel hervorrufen.

Die Digitalisierung spielt dabei auch eine wichtige Rolle, denn an ihre sprunghaft schnelle Entwicklung muss sich der Arbeitsmarkt beziehungsweise die Arbeitgeber anpassen. Während beispielsweise der Anteil der weltweiten Internet-Nutzer im Jahr 1995 noch 1% betrug, erhöhte sich dieser 2014 auf das 41-fache.

Wertewandel der Bewerber

Google und Facebook gelten momentan als DIE Arbeitgeber schlechthin. Spielplatzbüros, kostenloses Essen, Power-Napping Räume und viele verlockende Angebote mehr werden von den Großkonzernen bereitgestellt. Doch auf was der durchschnittliche deutsche Bewerber heutzutage Wert legt, ist folgendes: eine gute Arbeitsatmosphäre, flexible Arbeitszeiten und eine individuelle Work-Life-Balance.

Diese Prinzipien sind auch Teil des gesellschaftlichen Wandels bezüglich der Arbeitnehmerkultur. Es bewegt sich hin zu der Annahme, dass ein Angestellter produktiver und schneller arbeitet, wenn er sich wohl fühlt und mit seiner Arbeitssituation zufrieden ist. Das gilt natürlich auch für seine Zukunftsaussichten, denn ein ambitionierter Mitarbeiter möchte vom Arbeitgeber eine Karriereperspektive aufgezeigt bekommen, wie es für ihn im Unternehmen weitergehen kann und was er erreichen kann. Das Gehalt ist an dieser Stelle zweitrangig, es geht um den Umgang von Mensch zu Mensch.

5 Tipps - darauf sollten Bewerber achten

Wenn man als Bewerber auf der Suche nach einem modernen Arbeitgeber ist, gibt es ein paar Dinge auf die man achten kann.

  1. Zunächst die Recherche, die es auf verschiedenen Plattformen zu betreiben gilt. Zum einen kann man sich natürlich auf der Webseite des Unternehmens informieren und darauf achten, mit welchen Mitarbeiterfreundlichkeiten der Arbeitgeber selbst wirbt.
  2. Um aber tatsächlich an Erfahrungsberichte und Mitarbeitermeinungen zu kommen, sollte man Foren für Arbeitgeberbewertungen nicht außer Acht lassen. Mit Hilfe der Mischung aus der Selbstdarstellung des Unternehmens und den subjektiven Erfahrungen einiger Mitarbeiter, entsteht meist schon ein recht realistisches Bild der Unternehmenskultur.
  3. Der wichtigste Part allerdings ist immer noch das persönliche Gespräch. Wenn man sich aufgrund seiner Recherchen bei einem Unternehmen bewirbt und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, zählt der eigene Eindruck von den Menschen, von der Umgebung und der allgemeinen Atmosphäre.
  4. Darüber hinaus kann man bei solch einem Termin, vor allem wenn in diesem Zuge auch eine kurze Führung durch die Firma gemacht wird, auf viele Kleinigkeiten achten. Zum Beispiel, ob die Arbeitsplätze ergonomisch sind oder mit welchen Mitteln auf das leibliche und gesundheitliche Wohl der Mitarbeiter geachtet wird.
  5. Wichtig ist zudem der kommunikative Umgang sowohl zwischen Vorgesetztem und Angestelltem, als auch zwischen den Angestellten untereinander.

Loyalität schaffen

Ein Problem für die Arbeitgeber stellt auch die bereitwillige Einstellung zum Betriebswechsel der Arbeitnehmer dar. Vor allem junge Mitarbeiter arbeiten am Anfang ihres Berufslebens nur durchschnittlich 12 Monate in einem Unternehmen und 57% aller Deutschen können sich vorstellen den Arbeitgeber zu wechseln.

Die entscheidende Konsequenz, die die Arbeitgeber aus solchen Zahlen zielen können, ist es Loyalität zu schaffen. Ein Betriebswechsel ist in den letzten Jahren immer einfacher und auch gesellschaftlich selbstverständlich geworden, sodass man seine Mitarbeiter emotional an die Firma oder auch an bestimmte Führungspersonen binden muss.

Transparente Unternehmenskultur

Ein großer Punkt, wie Loyalität erreicht werden kann ist die Veränderung der Firmenhierarchie. Das Top-Down System ist hier veraltet, ein moderner Arbeitgeber sollte flache Hierarchien bieten und eine allgemeine Transparenz zeigen können.

Zum Beispiel sollten auch die für das Unternehmen negativen Zahlen zugänglich gemacht werden und außerdem sollte über Aufstiegschancen diskutiert werden können. In der Zusammenfassung bedeuten diese Aspekte eine kooperative Führung des Arbeitgebers, die dann zu Loyalität bei den Arbeitnehmern führt.

Fazit

Als Arbeitnehmer ist man in der aktuellen Marktsituation in einer guten Position. Fachkräfte werden händeringend gesucht und viele Arbeitgeber geben sich alle Mühe ihr Unternehmen attraktiv darzustellen. Sei es durch allgemeine Transparenz, schnelle Aufstiegsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zum Home Office.

Doch was letztlich zählt ist, dass man das Unternehmen findet, welches zu seiner Persönlichkeit passt, denn jeder Arbeitnehmer setzt andere Schwerpunkte und hat individuelle Anforderungen an seinen Job.

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