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Wenn Dresscode zur Innovations-Bremse wird: Wie liberal ist Casual-Dress?


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In vielen Berufen, z.B. bei Sekretärinnen, ist Dresscode Pflicht. Im Sommer geht es auch etwas legerer – Jeans und T-Shirt sind erlaubt. Doch was viele Chefs schon für liberal halten, ist in Wirklichkeit allenfals pseudo-liberal. Wirklich erfolgreiche Unternehmen zeigen, dass es auch richtig leger geht – die andern kegeln sich ins Aus! tunika


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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Kleider machen Leute

Kleider machen Leute, sagt man. Und genau aus dem Grund wird auch über Klamotten der berufliche Status ausgedrückt.

Experten empfehlen sogar, sich dem Status entsprechend zu kleiden, den man gerne haben möchte. Denn: Es gibt keine Zweite Chance für den ersten Eindruck.

Umfrage zum Sommer-Dresscode

Daher erstaunte mich die Meldung über eine Online-Umfrage des Spezial-Personaldienstleisters Secretary Plus: Die fragten: „Sommer im Büro: Wie sieht der Dresscode in Ihrem Unternehmen aus?“

Einen Monat lang konnte darüber im Internet abgestimmt werden. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, während der Sommermonate im Casual-Dress am Arbeitsplatz erscheinen zu dürfen. Hurra!

Kostüm, Krawatte & Co. haben Sommerpause – aber…

Was aber heißt das genau? Jedenfalls nicht, dass die Damen im Minirock zum Meeting gehen oder mit Flip-Flops am Schreibtisch. Oder die Herren Tunika tragen wie oben auf dem Bild in Marseille.

Aber immerhin: Kostüm, Krawatte & Co. aber haben in den Büros vielerorts Sommerpause, wie das Abstimmungsergebnis verrät.

Jeans und T-Shirt sind erlaubt

Nur 7 Prozent müssen auch im Sommer mit Schlips, Strümpfen und geschlossenen Schuhen arbeiten, während bei jedem Dritten (34 Prozent) legeres Business-Outfit – also Anzug, Kleid und Jacke – erwartet wird.

Weit über die Hälfte der Sekretärinnen (59 Prozent) dagegen dürfen im Casual Dress an ihren Arbeitsplatz. Jeans oder T-Shirt sind erlaubt.

Liberal sieht anders aus

„Das zeigt, dass die Chefs ein Herz für ihre Mitarbeiter haben und einen liberalen Umgang mit der Etikette pflegen. Die wenigsten von ihnen erwarten, dass ihre Sekretärin bei Hitze im Kostüm ins Büro kommt“, meint Harriet Aans, Geschäftsführerin von Secretary Plus Deutschland. Toll. Natürlicht gibt es ein „aber“:

Ein gepflegter, schicker und formeller Dress sei im Büro einfach Pflicht – auch im Sommer. Darauf sollte unbedingt geachtet werden, sagt Aans weiter. Wirklich? Jetzt mal ehrlich: Jeans sind bei 35 Hitze alles – nur nicht angenehm. Was Aans hier als liberal verkauft, ist in Wirklichkeit der Versuch, sich einen liberaleren Anstrich zu geben.

Wahre Kompetenz braucht keinen Dresscode

Natürlich sollte man nicht nackt oder im Bikini bei der Arbeit erscheinen – aber was spricht denn bitte gegen Flip-Flops am Arbeitsplatz? Zumal dann, wenn keine Kundengespräche anstehen, bei denen ich die Etikette ja noch verstehen könnte…Könnte wohlgemerkt, denn wahre Kompetzenz sollte es nicht nötig haben, über die Klamotte Macht zu demonstrieren.

Ich erinnere mich an UN-Konferenzen, wo die Delegierten in Flip-Flops und weiten Tunikas erschienen. Und ein Pressegespräch bei Google (unbestritten eines der erfolgreichsten Unternehmen der letzten Jahre), bei dem der Sprecher seinen Vortrag mit der Bierflasche in der Hand hielt.

Macht Euch locker!

Ich glaube im Gegenteil eher, dass es Unternehmen, die auf solche althergebrachten Kleidervorschriften setzen, es schwer haben werden, junge, innovative Fachrkräfte an sich zu binden – gerade in der IT-Branche. Und sich damit wirtschaftlich selbst ins Aus kegeln.

Denn wenn ich zum Beispiel anschaue, mit welchem Verve in Berlin ein alternativer Kleidungsstil gerade auch bei der Arbeit gepflegt wird, kann ich nur sagen: Macht Euch mal bitte locker – und damit konkurrenzfähig!

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