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Diskussion zur WELT-Kolumne: Klassische Bildung bald überflüssig?


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Vergangenen Freitag sorgte die Kolumne in der Tageszeitung DIE WELT für rege Diskussionen. Denn das Thema war: Ist klassische Bildung bald überflüssig und wird durch autodidaktisches Lernen ersetzt? DIE WELT


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Brauchen wir noch Hochschulen?

In dem Beitrag geht es um die Frage, ob wir Hochschulen eigentlich noch brauchen oder wir im Zuge der sich rasant verändernden technischen Entwicklung nicht neue, flexiblere und autodidaktische Bildungsmethoden entwickeln sollten.

Denn die technische Entwicklung schreitet so schnell voran, dass Hochschulen mit der Schaffung von Studiengängen kaum nachkommen. Brauchen wir Bildungsinstitutionen überhaupt noch oder sind sie längst nicht antiquiert?

Das Thema hat unter den Kommentaren des Welt-Artikels und in diversen sozialen Medien bereits heftige Diskussionen ausgelöst.

In der IT ist es fast egal, ob man studiert hat

Folgt man dem Headhunter Dr. Ole von Mensching, ist es in Branchen wie der IT fast egal, ob man studiert oder nicht. Mit seiner Personalberatung Careerteam sucht er IT-Fachkräfte für Unternehmen und stellt fest:

"Viele Arbeitgeber suchen gar keine Hochschulabsolventen, sondern praxiserfahrene Spezialisten." Bewerber sollten daher "clever sein, sich Inhalte selbst erschließen, fehlendes Wissen autodidaktisch lernen und sich so als Experte etablieren."

Eigenverantwortliches Lernen im Sozialen Netzwerk

Auch Dr. Anja Wagner ist von autodidaktischer Bildung überzeugt: "20 Prozent unseres Wissens erwerben wir im Austausch mit anderen Menschen, nur 10 Prozent erarbeiten wir in Bildungsinstitutionen. Aber Learning-by-doing macht 70 Prozent der persönlichen Erfahrung aus - weil es Spaß macht und mit der eigenen Lebenswelt zu tun hat."

Wagner hat deshalb die Social-Learning-Plattform ununi.TV gegründet und erklärt: "Eigenverantwortliches Lernen findet heute viel mehr im persönlichen Netzwerk oder in Online-Communities statt. So sammelt man Schritt für Schritt sein individuelle KnowHow zusammen."

Nachweis gegenüber Arbeitgebern?

Dass der am besten lernt, der seinen Interessen folgt, ist nachvollziehbar - aber wie sieht es mit dem Nachweis gegenüber Arbeitgebern aus? Blogs, Soziale Medien oder sogar der Klout Score geben zwar einen Eindruck von den Fähigkeiten eines Bewerbers - zumindest im Selbstmarketing - können aber Zeugnisse nur schwer ersetzen.

Denn noch fehlen zuverlässigen Verfahren zur Kompetenzmessung, im Fachjargon Large-Scale Assessments genannt. Daran arbeitet man zur Zeit etwa am Bundesinstitut für Berufsbildung. Bis man dort so weit ist, haben die Autodidakten zumindest das Problem, ihr Wissen nachzuweisen.

Fazit

Ob und wann autodidaktische Lernen jemals den gleichen Stellenwert haben wird wie ein Studium, ist daher noch unklar. Hochschulen werden wir wohl zumindest noch eine Weile brauchen.

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  1. kanzlei-job

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  2. Thomas Hecht

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  4. Thomas Eggert

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