Wie Digitalisierung & Smartphones krank & unaufmerksam machen: Haben Sie auch Divided Attention Disorder?



Voriger Teil



Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Bildrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation von Shutterstock. .

Das Thema Aufmerksamkeit ist mitten im digitalen Wandel aktueller denn je: Wir haben jederzeit Zugriff auf eine unendlich scheinende Menge an Informationen - doch genau das führt zu immer größeren Problemen.

Wie Digitalisierung & Smartphones krank & unaufmerksam machen: Haben Sie auch Divided Attention Disorder? Wie Digitalisierung & Smartphones krank & unaufmerksam machen: Haben Sie auch Divided Attention Disorder?


Hier schreibt für Sie: Barbara Haag ist Managementtrainerin und Businesscoach. Profil

Vom Autor:

Best of HR - Berufebilder

Kaufen



Mehr Wissen? Diesen Text herunterladen oder eKurs zum Thema buchen. Insider-News per Newsletter oder für Mitglieder!

Wie Multitasking uns krank macht

Zur Übersicht

Dank Internet, Smartphones, Netbooks und iPad  können wir jederzeit und mit ein paar Klicks eine schier unbegrenzte Menge an Informationen zu finden. Paradoxerweise führt genau das dazu, dass viele ihre eigentlichen Aufgaben gar nicht mehr schaffen und zu Dauer-Prokrastinierern werden.

Dank Multitasking können wir parallel und scheinbar in kürzester Zeit Emails abarbeiten, Börsenkurse checken, ein Briefing verfassen und einen Kinofilm fürs Wochenende aussuchen. Wie steht es jedoch mit unseren kognitiven Fähigkeiten, die sich bemühen müssen, mit dieser rasanten Entwicklung Schritt zu halten? Und was können wir tun, um unser Gehirn wieder zu „entschleunigen“.

Erkennen Sie sich hier wieder?

Zur Übersicht

  • Während der Download einer größeren Datei läuft, nutzen Sie die Zeit und schauen schnell nach, wo es günstige Flüge für Ihren Sommerurlaub gibt und von wem die neueste Kontaktanfrage bei Xing kommt.
  • Unterwegs im Zug zu einem Geschäftstermin macht Ihr Laptop schlapp, Ihr Smartphone bekommt keine Internetverbindung. Eigentlich nicht so tragisch; Sie erwarten keine dringenden Nachrichten und Ihr Büro weiß ja, dass Sie gegebenenfalls nicht ständig erreichbar sind. Sie könnten das Buch lesen, das Sie am Bahnhof gekauft haben. Sie spielen aber lieber ein bisschen Tetris. Nach jeder Runde überprüfen Sie, ob Sie endlich wieder online kommen.
  • An Ihrem Rechner sind stets mindestens zwei Browserfenster und dort je mindestens acht Tabs geöffnet.

Dann leiden Sie vielleicht an DAD.

Was ist DAD?

Zur Übersicht

Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein Syndrom namens Divided Attention Disorder, der jüngste Neuzugang in der Familie der Aufmerksamkeitsstörungen, dem die BBC unlängst einen Beitrag widmete.


Tipp: Text als PDF herunterladen oder einen eKurs zum Thema buchen. Regelmäßige Sonderaktionen oder Insider-News gibts per Newsletter!

Nach bisherigen Erkenntnissen ist DAD (vermutlich) nicht tödlich oder ansteckend, trotzdem dürfte es in unserer Gesellschaft weit verbreitet und für eine Vielzahl totgeschlagener Stunden verantwortlich sein.

Wenn Multitasking Probleme macht

Zur Übersicht

Denn aus dem Prinzip des Multitasking erwächst nicht selten ein Problem: Beim Multitasking geht es um Produktivität; es soll unser kostbares und knappes Gut, die Zeit, so sinnvoll wie möglich nutzen und uns so mehr davon schenken.

Tätigkeiten mit gleicher Priorität werden simultan ausgeführt, wobei eine der Tätigkeiten anspruchsvoller sein und den Großteil unserer Aufmerksamkeit binden kann, die zweite eher nebenbei zu erledigen ist: beispielsweise essen wir beim Bearbeiten der neuesten Emails zu Mittag.

Wenn Prioritäten setzen schwierig wird

Zur Übersicht

Kritisch wird es, wenn wir uns unfähig fühlen, inmitten der täglich auf uns einströmenden Informationen Prioritäten zu setzen, Aufgaben entsprechend strukturiert abzuarbeiten und uns für einen längeren Zeitraum auf eine Tätigkeit zu konzentrieren. Wenn unsere Aufmerksamkeit im Fünf-Sekunden-Takt von einem Thema zum anderen springt, arbeiten wir nicht effizient.

Unser Aufgabenberg wird nicht so schnell kleiner, wie wir es uns vorgestellt hatten, und am Ende stehen wir im schlimmsten Falle verwirrt vor einer Masse loser Fäden und verbringen unnötig viel Zeit damit, diese zusammenzufügen.

Schadet zuviel Technologie dem Gehirn?

Zur Übersicht

Nein, es geht hier nicht um Strahlung, die durch exzessive Handynutzung auf uns einwirkt. Unsere stark technologieabhängige Arbeitsweise birgt jedoch andere Gefahren. Laut BBC gibt es eine Theorie zu DAD, die durchaus beunruhigend ist:


Tipp: Text als PDF herunterladen oder einen eKurs zum Thema buchen. Regelmäßige Sonderaktionen oder Insider-News gibts per Newsletter!

Auf lange Sicht soll diese Art des Arbeitens zu kognitiver Überlastung führen und unsere Art zu denken beeinflussen. Durch zu viele schnelle und kurze Impulse wird das sogenannte Arbeitsgedächtnis, der Teil unseres Erinnerungsvermögens, der für kurzzeitiges Speichern zuständig und nicht besonders ausgeprägt ist, regelrecht überflutet.

Unsere Aufmerksamkeitsspanne verringert sich, unser Gehirn verlernt die tiefe Konzentration und die Verknüpfung neuer Informationen mit den in unserem Langzeitgedächtnis gespeicherten Fakten und Erfahrungen. Unsere Gedanken reifen so nicht zu in der Tiefe gespeichertem Wissen, sondern bleiben nur konfus an der Oberfläche.

Slow Food, Slow Brain

Zur Übersicht

Wie kann man aber dem Mahlstrom aus nicht abreißender Informationsflut und ständiger Verfügbarkeit entkommen? Wie sein Gehirn „umprogrammieren“? Das Stichwort lautet keineswegs No Brainer, sondern lediglich Slow Brainer (und auch das nur im positiven Sinne. Denken Sie an Slow versus Fast Food). Einen Hut aus Alufolie benötigen Sie jedenfalls nicht.

Akzeptieren Sie, dass nur, weil moderne Technologien Ihnen theoretisch ermöglichen, allzeit bereit zu sein und Sie alles auf einmal erledigen könnten, Sie praktisch nicht dazu einladen sollten. Denn wenn man weiß, dass Sie stets verfügbar sind, wird man Sie auch zu Unzeiten mit Emails bombardieren.

Mehr Wissen - eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht

Offline-Download: Diesen Text 24 Stunden lang als PDF herunterladen oder ausdrucken - ausschließlich zum Lesen! Dazu beim Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen und nach dem Kauf hier klicken. Oder als Premium-Mitglied 1 Jahr lang alle Texte & eKurse gratis herunterladen.

2,49 Jetzt buchen



Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung & Zertifikat - alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen



Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) - zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

179,00 Jetzt buchen

berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. BEGIS GmbH

    Wie Digitalisierung & Smartphones krank & unaufmerksam machen: Haben Sie auch Divided Attention… via @berufebilder - Empfehlenswerter Beitrag 1T15TXZLHb

  2. Thomas Eggert

    Wie Digitalisierung & Smartphones krank & unaufmerksam machen: Haben Sie auch Divided Attention… via @berufebilder - Empfehlenswerter Beitrag SlxYOrD29b

  3. Wolfgang E. Benkert

    Krankheitsbild DAD: Leiden Sie an der Digitalen Aufmerksamkeitsstörung? | Berufebilder by Simone Janson via @sharethis

  4. Pingback: Aufmerksamkeitsstörung und das Lernen » Wolfs PAD

  5. Pingback: Aufmerksamkeit: Wie man mit digitalen Wichtigmachern fertig wird » netzwertig.com

  6. Kresseclub

    Leidest Du an der Digitalen Aufmerksamkeitsstörung? #dad

  7. Silke Boberg

    Oioi! Da ist was Wahres dran.

  8. Celes

    @sehrunkreativ hat wohl den Grund, dass sich die IT zu schnell entwickelt, da kommt keine Evolution hinterher ->

  9. NGC6544

    DAD - Krankhaftes Multitasking? Wiedererkannt? #socialmedia #arbeit

  10. Lars Hahn

    DAD - Krankhaftes Multitasking? Wiedererkannt? #socialmedia #arbeit

  11. Tanja Handl

    Ich erkenne mich in Beispiel 1 und Beispiel 3 wieder - wobei Nummer 3 beruflich bedingt ist.

    Multitasking gibt es bei mir allerdings nicht - Tabs sind im Hintergrund offen, um später abgearbeitet zu werden, wenn gegessen wird, wir gegessen und sonst nichts, und wenn der Download beendet ist, wird der Zwischendurch-Zeitvertreib abgebrochen.

    Die Verlockung, ständig etwas im I-Net nachzuschauen, ist natürlich groß - die einzige echte Lösung ist meiner Meinung nach Selbstdisziplin. Die lässt sich allerdings trainieren. Ein erster Schritt ist, das eigene Verhalten zu dokumentieren, um Zeitfresser zu finden - wer mehr Tipps zur Produktivitä möchte, findet diese übrigens auch auf unserem Blog Beyond-9to5.de.

  12. Dieter Henkel

    Krankheitsbild Divided Attention Disorder: Leiden Sie an der ...: Existenzgründung & Innovation · Zur seperaten ...

  13. KompetenzPartner

    Krankheitsbild Divided Attention Disorder: Leiden Sie an der Digitalen Aufmerksamkeitsstörung?: ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.