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Digitale Transformation & Arbeitswelt 4.0 – 2/4: Machs wie Facebook!



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Steve Jobs und Steve Wozniak gründeten Apple in einer Garage. Mark Zuckerberg programmierte die erste Facebook-Version in seinem Studentenwohnheimzimmer. Von der Garage zur Weltspitze eben. facebook


Hier schreibt für Sie:

 

Martin GrotheProf. Dr. Martin Grothe ist geschäftsführender Gesellschafter der complexium GmbH und Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin.

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Vom Studienabbrecher zum Milliardär

Mark Zuckerberg – Studienabbrecher, Facebook-Gründer und weltweit jüngster Milliardär. In besagtem Studentenwohnheim entwickelte er zusammen mit Freunden vor 10 Jahren die heute weltweit größte Social-Media-Plattform.

Ursprünglich entstanden als Austauschmedium für Studenten, weist Facebook auf globaler Ebene mittlerweile 1,3 Milliarden Nutzer auf. 27 Millionen sind es alleine in Deutschland.

An der Spitze der Evolution steht das Geschäft

Seit 2007 gibt es auf Facebook offizielle Unternehmensprofile, sogenannte Fanpages. Große und kleine Firmen, versuchen den direkten Draht zum potentiellen Kunden oder Mitarbeiter für sich zu nutzen. Eigene Facebook-Shops sind möglich, Schaltung von Jobanzeigen und die Nutzung von Facebook als alternativer Customer-Care-Kanal.

Nach Berechnungen von Service-Unternehmen erreicht eine beantwortete Frage auf Facebook durch Customer-Care zehn Kunden, die das selbe Anliegen haben. Dadurch wird die potentielle Telefonanrufanzahl von Kunden gesenkt – weil ihre Fragen schon beantwortet wurden.

Zeitersparnis durch Facebook

Dies mündet in einer Zeitersparnis der Customer-Care-Abteilung, ihre Arbeit wird effizienter und spart dem Unternehmen im Endeffekt Ausgaben. Facebook entwickelt sich immer stärker zum Wertschöpfungsglied für Unternehmen.

Facebook ist nach wie vor der größte und mächtigste Social-Media-Kanal. Unternehmen sollten Social Media in ihre Strategie einbeziehen und auch den finanziellen Nutzen nicht aus den Augen lassen. Social Business Controlling ist deutlich auf dem Vormarsch.

Der Wert von „virtuellen“ Unternehmen

Das Presseecho war enorm als Facebook am 18. Mai 2012 an die Börse ging. Es war der bisher größte Börsengang eines Internet-Unternehmens. Zwar wurden die finanziellen Erwartungen nicht erfüllt, aber dennoch erreichte die Gesamtbewertung der Social-Media-Plattform 104 Milliarden US-Dollar.

Fast 80 Milliarden Euro für ein Unternehmen, das keine haptischen Produkte verkauft, sondern rein im Social Web existiert. Damit wird deutlich, welchen Wert Social Media als Vertriebs-, Branding- oder auch Recruiting-Kanal beigemessen wird.

Der Wert von HR-Social-Media-Kanälen

Auch reine HR-Social-Media-Kanäle und -Plattformen erzielen beachtliche Unternehmensbewertungen. LinkedIn – Weltgrößtes berufliches Online-Netzwerk – wagte schon 2011 den Schritt an die Börse. Dem Unternehmen wurde ein Wert von drei Milliarden Euro beigemessen.

Das ist ein ähnlicher Wert wie der, den klassische Unternehmen wie Puma oder Fielmann zu diesem Zeitpunkt erreichten. Noch früher – im Jahr 2006 – ließ sich bereits der deutsche LinkedIn-Konkurrent Xing an der Börse notieren. Der Börsenwert lag bei 269 Millionen Euro. „Virtual is the new Real“.

Macht und Einfluss dank Social Media

Es ist beachtlich, dass Social-Media-Unternehmen in kürzester Zeit mit den Unternehmensbewertungen von etablierten Traditionsunternehmen mithalten können und sie zum Teil übertreffen. Auch in der Liste der reichsten Menschen der Welt tummeln sich die meist jungen Gründer.

Mark Zuckerberg schafft es mit einem geschätzten Vermögen von 32,3 Milliarden US-Dollar auf Platz 16. Jeff Bezos, Gründer und Präsident von Amazon.com, mit geschätzten 28,8 Milliarden US-Dollar knapp dahinter auf Rang 21.

Die Büchse der Pandora ist offen

Soziale Medien sind virtuell. Der Einfluss und die Macht, die sie mitunter ausüben können, sind jedoch sehr real. Shitstorms können etablierte Unternehmen ernsthaft in wirtschaftliche Gefahr bringen. Schlechte Produktbewertungen können die Absatzzahlen in die Tiefe reißen.

Unzufriedenstellende Arbeitsbedingungen sprechen sich in Windeseile herum und können den „War for Talents“ deutlich erschweren. Transparenz ist eine zweischneidige Sache, aber die Büchse der Pandora ist nun offen. Es gilt sich zu rüsten und die Kraft und den Einfluss von Social Media nicht zu unterschätzen, sondern für sich zu nutzen.

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