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HTC Desire S im Langzeit-Test: Erster Eindruck & Performance-Test



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Offenlegung & Bildrechte: Olympus hat uns mit einem kostenlosen Testgerät unterstützt, das wir nach Ablauf des Testzeitraums behalten durften. Bildrechte bei ,.

Der erste Eindruck vom HTC Desire S: Stylisch, liegt gut in der Hand, stabile Verarbeitung. Das gerät ist aus einem Block Aluminium geformt. Es ist 59,8 mm breit, 11,63 mm tief, 115 mm hoch und wiegt mit Akku 130 Gramm. Damit ist es 3 mm kürzer und 8 Gramm leichter als das Vorgänger-Modell HTC-Desire. Grund: Der optische Navigationsknopf des Vorgängers fehlt beim Desire S.

HTC Desire S


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Unpacking

Gestern kam von o2 Business das neue HTC Desire S, dass ich in den nächsten drei Monaten teste - zusammen mit dem o2 on Business Upgrade-Tarif und o2 Multicard, die mir kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Handy kann ich nach Endes des Testzeitraums behalten.

Das Gerät kostet bei o2 je nach Vertrag zwischen einem und 209 Euro, 368,70 Euro (ab 339 Euro bei Marketplace), bei Ebay ab 300 Euro (Achtung, auf die Konfiguration achten). Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt bei 499 Euro.

Abmessung & Technik

Der erste Eindruck: Stylisch, liegt gut in der Hand, stabile Verarbeitung. Das gerät ist aus einem Block Aluminium geformt. Es ist 59,8 mm breit, 11,63 mm tief, 115 mm hoch und wiegt mit Akku 130 Gramm. Damit ist es 3 mm kürzer und 8 Gramm leichter als das Vorgänger-Modell HTC-Desire. Grund: Der optische Navigationsknopf des Vorgängers fehlt beim Desire S.

Das Gerät kommt mit einem schnellen 1 GHz-Prozessor, einem Internen Telefonspeicher von 1,1 GB und einem Arbeitsspeicher von 768 MB Ram. Kein Wunder also, dass das Gerät wirklich schnell läuft - und diese Performance merkt man auch in der Bedienung: Ich bin begeistert, wie flott man durch das Menü switchen kann.

Display & Tastatur

Wirklich genial ist das 9,4 cm grosse Display (3,7 Zoll) sowie die sieben Homescreens, die man sich auch in einer Überblicks-Ansicht anschauen kann. Die kann man zum Beispiel nutzen, um diverse apps darauf abzulegen. Wirklich praktisch aber wäre, wenn man geöffnete Anwendungen auch dort ablegen und dann bei der Benutzung dazwischen hin- und herswitchen könnte. Um herauszufinden, ob und wie das geht, muss ich mich aber noch etwas ausführlicher damit beschäftigen.

Ein großes Plus ist die Tastatur: Dank des großen Screens sind die Tasten nämlich endlich so breit, dass man bequem damit Tippen und schreiben kann. Hurra! Vielleicht wird das ja, nach allen bisherhigen schlechten Erfahrung, doch noch was mit meinem mobilen Büro für die Handtasche? Und spontan frage ich mich: Gibt eigentlich eine Duden-App fürs Handy?

HTC Desire S

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Vorinstallierte Anwendungen

Überhaupt sind viele nützliche Programme bereits vorinstalliert: Zum Beispiel auch ein PDF-Reader oder ein Office-Programm, genannt Quick-Office, mit dem Word- und Excel-Dokumente erstellen und bearbeiten kann. Auch wenn der PDF-Reader nicht wirklich als E-Book-Reader taugt, ist es schonmal phantastisch, dass ich nicht so viel nachinstallieren muss.

Was allerdings in der Grundausstattung fehlt, sind ein Dateimanager sowie eine System-App, die zum Beispiel die Prozessorlast anzeigt oder nicht mehr benötigte Anwendungen wirklich schlißt, statt sie nur wegzuswitchen - was zum Beispiel auch Energie spart.

Datenschutz

Stattdessen will sich die Benutzeroberfläche HTC-Sense am liebsten gleich selbst - inklusive Sicherungssynchronisation des Telefons mit dem Server und Erhebung von ortsbezogenen Daten. Das werde ich mir aus datenschutzrechtlichen Gründen nochmal ganz genau anschauen müssen.

Anschlüsse & Verbindung

Positiv sind die Anschlüsse: Ein 3,5-mm-Audioanschluss, mit dem man ohne irgendwelche Adapter jeden Standard-Kopfhörer anschließen kann. Außerdem gibt es einen Standard Micro-USB-Anschluss, also einen 5-poligen Micro-USB 2.0-Anschluss und natürlich liegt das passende Verbindungskabel bei.

Und dann passiert ein Wunder, auf das ich gar nicht zu hoffen gewagt hatte: Das Desire wird ohne Mucken und ohne Software-Installation als USB-Device von meinem unter Ubuntu Linux laufenden PC erkannt. Ich muss also nicht, wie bisher, die Daten via FTP auf das Gerät schaufeln und auch nicht die beigefügte 8 GB microSD Speicherkarte jedes mal herausnehmen.

Und schon wieder der Akkudeckel...

Dabei fällt mir dann auch leider eine kleine Macke auf: Die leidige Sache mit dem Akudeckel. Denn auch der hier lässt sich nur sehr schwierig öffnen - und geht dann auch nicht mehr ganz zu, am unteren Ende bleibt ein kleiner Spalt offen. Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeschickt, solch ein difficiles Gerät zu händeln?

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Immerhin weiß ich jetzt eine Lösung, die schon beim letzten Handy funktioniert hat: Ich bestelle mir einfach für wenige Euro eine Silikontasche via Ebay - die bleibt immer um das Gerät, auch wenn ich es benutze und schütz so vor dem Eindringen von Staub und Dreckpartikeln.

Performance-Test

Nach quasi vier Monaten Test bin ich nach wie vor von der Gesamt-Performance des HTC Desire S begeistert. Ich kann mit dem Gerät twittern, e-mailen und diverse weitere Kommunikationskanäle bedienen, Notizen machen und sogar bloggen.

Mit kleinen Einschränkungen ein absolut tolles Arbeitsgerät und zudem noch leicht für die Handtasche.

Akku & UMTS - it sucks!

Ein Knackpunkt ist natürlich die Akkuleistung. Denn leider schafft es das Gerät bei intensiver Nutzung kaum über den Tag. Vor allem das UMTS saugt am Akku - und zwar seltsamerweise mehr als das WLAN. Vom GPS kaum zu schweigen, das ich aus selbigem Grund nie anhabe.

Auch das UMTS muss ich zwischendurch immer mal wieder ausschalten, um Akku zu sparen. Der praktische, aber datenschutzrechtlich bedenkliche Location Based Service scheitert da schon an ganz praktischen Gründen der Anwendung.

Ohne UMTS hält der Akku dann übrigens auch mal zwei Tage – so lange man zwischendurch nicht noch ein paar Fotos macht. Auch die per Widget schnell einstellbare Helligkeit kann Akku sparen:

Zweitakku nötig

Drei Helligkeitsstufen gibt es, die mittlere Helligkeitsstufe ist völlig ausreichen und spart ebenfalls einige Akkustunden. Das Handy ganz dunkel werden zu lassen, ist jedoch nicht zu empfehlen: Man sieht dann spätestens bei Sonnenlicht auf dem Handy gar nichts mehr und kann das dann auch nur via Trial&Error wieder umstellen.

Ich überdenke den Kauf eines Zweit-Akkus - den haben in meinem Bekanntenkreis gar nicht mal so wenige Leute!

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Der Speicher

Das Gerät verfügt standardmäßig über eine herausnehmbare SD-Karte mit 8 GB Speicher, die man aber besser nicht ganz voll macht. Denn der quasi-volle Speicher macht das Gerät offenbar langsamer. Nach dem Löschen einer GB Daten ging es wieder schneller.

Als großes Problem erwies sich aber im Laufe der Zeit die zusätzlich installierte Oberfläche Launcher Pro. Denn offenbar funktioniert die für das Standard-Android programmierte Software nicht richtig auf dem von HTC modifizierten Desire S.

Es hängt und hängt und hängt

Ständige Systemabstürze waren die Folge, nach dem „Vollaufen“ der SD-Karte hatte das Gerät dann deutliche Hänger und Systemabstürze wurden quasi die Regel. Ich habe daher nicht nur Daten entfernt, sondern auch den LauncherPro – seitdem funktioniert das Gerät wieder einwandfrei und deutschlich schneller als vorher.

Was mich auch begeistert, ist, dass das Gerät mehr oder weniger multi-tasking-fähig ist. Zumindest was die Leistung angeht: Es kommt zu keinen Hängern oder Längeren Pausen, wenn man von einem Gerät zum Nächsten springt.

Multitasking mit kleinen Einschränkungen

Ein längeres Drücken auf die Home-Taste zeigt die zuletzt geöffneten Programme an, in denen mit etwas Glück auch die gerade noch benutzten Einstellungen bzw. Dateien noch geöffnet sind.

Bei meinem Password-Manager Keepass muss ich allerdings jedes mal das Passwort von Neuem eingeben. Mag sein, dass das ein Sicherheitsfeauture ist – aber eines, dass das Switchen zwischen verschiedenen Anwendungen ziemlich verkompliziert.

Insgesamt: Besser als ein Netbook

Insgeasamt ist das Handy jedoch deutlich performanter als z.B. mein 2 Jahre altes Nokia-Netbook und gewinnt für mich den Vergleich Handy vs. Netbook eindeutig. Fast kaum zu glauben! Was mir noch fehlt, ist ein USB-Anschluss für externe Fesplatten und eine Art Dockingstation mit Ständer für eine externe Tastatur – dann wäre das HTC Desire S das perfekte Arbeitsgerät.

Was besser sein könnte, wäre die Fotoleistung: Die ist im Vergleich zum Samsung Galaxy höchstens zufriedenstellend. Schnappschüsse kann man damit machen, mehr ist nicht drin. Überhaupt, was fehlt ist eine richtig gute Kamera, die all diese Handy-Funktionen in sich vereint - statt eines Handys mit rudimentären Foto-Funktionen.

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  1. Erwin

    Das problem bei NGC ist das "aufgefropfte" HTC System das macht es problematisch Anwendungen vom market zu nutzen.
    D.h. Das System ist permanennt am Switchen,das kostet Leistung.
    Am besten auf gingerbread updaten da ist die Schnittstelle besser geregelt.

    Ich selber bin ,nach einer kurzen Testpase mit dem Galaxy zum Galaxy S2 gewechselt,das hat übrigens den USB-Host für Koppelung von hd und sd Devices .Allerdings über Adapterkabel.
    Ach ja für das Galaxy S2 gibt es einen 2000er Akku ,reicht bei vollbetrieb 3 Tage a 24 Stunden,selbst getestet.
    Bei der eingebauten Camera 8 mp ist das photografieren von Visitenkarten und Text ein Genuss 

    • Simone Janson

      Hallo Erwin,
      danke für der Erklärung. Tja, ich hatte schlechte Erfahrungen mit einem älteren Galaxy gemacht.. Eine Frage zum Gingerbred: Funktioniert dann noch der Abgleich von Kontakten und Terminen mit Facebook?

  2. Simone Janson

    Hallo Max, danke für den Hinweis.
    Scheint ja das alte Problem zu sein: Mehr Leistung nur dank mehr Größe (und Gewicht). ;-)

  3. Max

    Also ich hab auch so ein Teil mit Solarzelle, das bringt es wirklich nicht, da die Zelle zu klein ist und fast keine Leistung bringt den eingebauten Akku zu laden. Aber den kann ebenfalls per USB laden.

    Als ich diesen Sommer bei Verwandten in der Schweiz war, hatten die dort einen USB-Akku mit recht großem aber dennoch dünnem per Kabel angeschlossenem Solarpanel, etwa A4. Das lag immer auf der Terrasse und der Akku wurde im Schatten versteckt. Auf Wanderungen am Rucksack bzw. beim Camping sicher eine Alternative, das schien auch für mehr als nur eine Ladung am Telefon zu reichen.

  4. Max

    Das hatte ich mich damals beim Umstieg von Symbian auf Android auch gewundert, dass WLAN deutlich weniger am Akku nuckelt als UMTS. Selbst wenn das WLAN dauerhaft an ist und nicht in den automatischen Ruhezustand verfällt, ist kaum ein Unterschied zu merken, sofern es in einem WLAN-Netz eingebucht ist und nicht unterwegs suchen muss.

    Für unterwegs habe ich zwar nicht direkt einen Zweitakku, aber ein kleines Notladegerät mit integriertem Akku. Der kann zu Hause oder im Büro an Mini oder Micro-USB geladen werden und unterwegs an das Telefon gesteckt werden. So kann man auch mal bei anderen aushelfen. ;)

  5. Simone Janson

    Das mit dem Notladegerät klingt gut - besser als ein Akku! Noch interessanter finde ich Notladegeräte mit Solarstrom - da meinte aber mal jemand, die bringen es einfach nicht. Das muss ich ja vielleicht auch mal testen ;-)
    Interessant auch, dass das mit dem Akku-Verbrauch und UMTS offenbar nicht am Gerät sondern am Betriebssystem liegt ;-)

  6. Liane Wolffgang

    HTC Desire S im Langzeit-Test: Abschließender Performance-Test: Nach quasi vier Monaten Test bin ich nach wie vo...

  7. Simone Janson

    #Blogpost HTC Desire S im Langzeit-Test: Abschließender Performance-Test

  8. KompetenzPartner

    HTC Desire S im Langzeit-Test: Abschließender Performance-Test: Nach quasi vier Monaten Test bin...

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