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Weg mit Blackout & Denkblockaden -1/3: Brett vorm Kopf!



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Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, hat regelrecht ein Brett vorm Kopf – und das ausgerechnet dann, wenn es darauf ankommt. Wie wird man Blackouts, Aussetzer und Denkblockaden schnell wieder los?


Hier schreibt für Sie:

 

ruth-meinhartRuth Meinhart ist Lernexpertin und Gründerin des Gedankensprungverlags.

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Hilfe, eine Blackout!

Da war sie mal wieder, die Situation, die ich so sehr hasse: Eine mündliche Prüfung! Bloß nichts falsch machen, ging mir durch den Kopf. Ruhe bewahren und mich konzentrieren. Ich kann das! Wenn schon nicht alles, dann doch das Wesentliche. Ich kann das!

Schon morgens beim Frühstück hatte ich dieses flaue Gefühl im Bauch. Kurz vor der Prüfung kamen Hitzewallungen und Schweißausbrüche dazu. In der Prüfung ging dann gar nichts mehr. Ich konnte mich einfach nicht erinnern. BLACKOUT! Alles war weg. Nicht mehr greifbar. Ich wollte im Boden verschwinden oder einfach nur zur Tür rauslaufen. Weg von hier…

 Mit Logik nicht zu beherrschen?

Was war geschehen? Woher kommt so ein Blackout? Warum habe ich den immer und andere nie? Was läuft hier falsch? Nichts und doch alles! Um es vorweg zu nehmen: ein Blackout ist eine „normale“ neurologische Reaktion des Körpers in bestimmten, als (lebens-)bedrohlich interpretierten Situationen.

In uns läuft ein Programm ab, das mit Logik nicht zu beherrschen ist: Im Gehirn ist der Mandelkern, auch Amygdala genannt, ein kleiner Teil unseres limbischen Systems aktiv, der stoisch auf seinen Einsatz beharrt.

Alarm im Mandelkern

In ihm werden alle negativen Ereignisse und Erlebnisse vergangener Zeiten gespeichert und jede neu auftretende Situation auf eventuelle Gefahren hin bewertet. Hat eine momentane Situation eine Ähnlichkeit zu einer gefahrvollen früheren Situation, wird der Mandelkern aktiv, um uns zu warnen, bzw. falls dies zu spät sein sollte, unser Überleben zu sichern.

Blitzschnell wird unbewusst eine Situation bewertet und bei Gefahr ein Reaktionsablauf in Gang gesetzt, der von uns bewusst nicht mehr kontrollierbar ist. Wir kennen dies aus der TierWelt – wird ein Tier von einem anderen angegriffen, hat es verschiedene Möglichkeiten zu reagieren:

  • Es greift seinerseits an und es kommt zum Kampf
  • Es läuft weg
  • Es stellt sich tot

Sinnlose Stress-Hormone

In der TierWelt macht dies Sinn, aber als Mensch bei Prüfungen? Macht dies auf den ersten Blick keinen Sinn, erklärt sich jedoch, wenn man den Mechanismus dahinter begriffen hat:

Es geht hierbei nicht um die Situation als solche, es geht um die Ausschüttung von Stresshormonen und die Intensität negativer Emotionen, die in einer bestimmten Situation auftreten.

Wird in einer bestimmten Situation eine große Menge an Stresshormonen ausgeschüttet, wird diese – egal worum es sich hier tatsächlich handelt – von unserem Mandelkern als lebensgefährlich betrachtet, gespeichert und als Referenz für folgende Situationen betrachtet, in denen dann immer automatisch reagiert wird, um das eigene Überleben zu sichern.

Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun

Das erklärt, warum manch einer keine Reaktion auf negative Erlebnisse hat – diese führen für ihn zu keinem Stress; andere immer ein flaues Gefühl, Magenschmerzen, Kopfweh und dergleichen haben, was mitunter zum Weglaufen führt.

Wieder andere ein Blackout, weil der Stresspegel in einer vorangegangenen Situation so hoch war, dass der interne Selbstschutzautomatismus sofort anspringt, auch wenn die Situation von außen betrachtet relativ harmlos ist. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun – was genau, beschreibe ich in den kommenden Teilen dieser Serie.

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