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Was kann Coaching - Teil 1: Die 3 zentralen Aspekte des Coaching



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Es gibt unzählige Definitionen von Coaching. Sollten Sie auf sich widersprechende Ansätze stoßen, so wundern Sie sich nicht. Es ist und bleibt beeindruckend, verwirrend und zeitweise befremdlich, was alles in den Mantel des Coachings gehüllt und darin verkauft wird.

coaching


Hier schreibt für Sie: Oliver Bartels ist Trainer und Berater. Profil

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Die Meinung der Kunden

Der Witz ist: Coaching funktioniert. Dafür müssen Coaching- Klienten nicht daran glauben, Theoriegrundlagen nicht verstehen, und sie müssen auch nicht ihre Haltung dafür ändern.

Wir haben unsere Coaching-Klienten und Kursteilnehmer im Anschluss an Coachings befragt, wie sie Coaching beschreiben würden. Ihre Antworten, unmittelbar nach dem (ersten) Erleben, ermöglichen eine Annäherung an den Begriff Coaching und das an was, dort passieren kann:

  • A (Coaching-Klientin): „Für mich bedeutet Coaching einen gut gekennzeichneten Weg, ein gut umrahmtes Programm, bei dem ich mich erstaunlich frei zum Denken und Fühlen und Handeln gefühlt habe.“
  • B (Kursteilnehmer): „Coaching ist eine Art, an mir zu arbeiten, um mein Leben zum Besseren zu verändern.“
  • C (Coaching-Klient): „Für mich bedeutet Coaching eine sehr menschliche Zusammenarbeit, die mich befreit und motiviert hat und die mich große Schritte vorwärts gebracht hat.“
  • D (Coaching-Klient): „Ich würde Coaching als ein Schiff sehen, das mir die Sicherheit gibt, im richtigen Hafen anzukommen – ganz egal, was passiert.“
  • E (Kursteilnehmerin): „Immer zu denken, wie erreiche ich etwas – wie bekomme ich etwas – wie mache ich es – WIE?“

Das erste Mal

Zusammenfassend kann man sagen, dass Menschen vor ihrem „ersten Mal“ nicht so genau wissen, was sie erwartet. Wie sollten sie auch. Es ist im Grunde, wie bei jedem „ersten Mal“.

Erst nach den (ersten) eigenen Erfahrungen schärft sich das eigene Bild von dem, was da passiert ist. Im Falle von Coaching wird dieses dann als Weg, Rahmen, Gerüst oder Programm beschrieben. Vielleicht auch als Wegbegleitung, Klärungsprozess, Zeit- oder Gefühlsreise.

Die Lösung eines Problems

Die Worte, mit denen Klienten ihre Erfahrung beschreiben, hängen natürlich eng mit der Art und Weise zusammen, mit der ein Coach arbeitet. Oft stellen Coaching-Klienten erleichtert bis begeistert oder überrascht fest, dass es im Coaching tatsächlich um ihre eigenen Lösungen, ihrer eigenen Probleme geht.

Dass es Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme gibt und dass sie diese Lösungen selbst finden. Die Ergebnisse dieser erfolgreichen Arbeit werden dann mit „positiver Veränderung“, „Ausweg“, „Kompetenzen“ oder „Eigenverantwortung“ in Verbindung gebracht.

Die 3 zentralen Aspekte des Coaching

Wie auch immer die Erfahrungen beim Coaching beschrieben werden, innerhalb der Beratung oder der Unterstützung - es geht stets um drei zentrale Punkte:

  1. Der Coach stellt den Coaching-Klienten voll und ganz in den Mittelpunkt.
  2. Der Coach unterstützt und wertschätzt den Klienten 100%-ig.
  3. Der Klient arbeitet selbstverantwortlich an seiner eigenen Lösung. (Das ist zugleich die Chance im Coaching und der Imperativ für den Coach!)

Eine Frage der Begriffsabgrenzung

Während unserer täglichen Arbeit  fiel uns auf, dass es offenbar selbst erfahrenen Coaches leichter fällt, all das zu beschreiben, was Coaching nicht ist. Und es scheinbar schwierig ist zu sagen: Das ist Coaching. So ist es.

Oft wird dieser Umstand der Beschreibung des „Negativs“ kritisiert. Und es ist auch denkbar, dass durch das „verneinende Beschreiben“ das eigene Bild vom Coaching auf den ersten Blick verschwommen und neblig erscheinen könnte.

Aus unserer Sicht gibt es jedoch gar nichts daran zu bemängeln, wenn jemand beschreibt, „was etwas nicht ist“. Wenn wir davon ausgehen, dass Menschen durch Unterscheidung lernen und wahrnehmen, dann kann das begreifen von Dingen genauso gut durch Abgrenzung geschehen.

Das Beispiel mit dem Obst

Stellen Sie sich einen Augenblick vor, sie wüssten nicht, was Obst ist. Jemand sagt Ihnen, Äpfel sind Obst, Bananen auch, die sehen aber anders aus. Apfelsinen wiederum heißen so ähnlich wie Äpfel, sind aber ganz etwas anderes.

Was wissen Sie jetzt über Obst, wenn Sie Obst nicht kennen? Manchmal kann es für das Begreifen hilfreich sein, auf der gleichen Begriffsebene Abgrenzungen zu schaffen, anstatt nur Beispiele zu liefern: Obst ist anders als Gemüse.

Auf die Wahrnehmung kommt es an

Vereinfacht gesagt: Obst ist meist süßlich (und damit anders als Gemüse). Fleisch ist tierischen Ursprungs und Obst ist pflanzlich. Beides kann man essen …

Sie sehen, für Wahrnehmung und Lernen oder Begreifen kann es ebenso hilfreich sein, zu sagen „was nicht ist“, wie zu sagen, „was ist“. Häufig wird es wohl am besten funktionieren, beides zu kombinieren.

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