Was kann Coaching leisten: Im Kopf des Klienten


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Bildlich gesprochen ist Coaching kein Navigationsgerät oder GPS, das Richtungen und Wegänderungen vorgibt. Sondern Coaching befähigt den Klienten, dass er selbst Richtung und Wegänderung definiert.

Best of HR – Berufebilder.de®

Hier schreibt für Sie:

 

Oliver Bartels Oliver_Bartels_swOliver Bartels ist Trainer und Berater.

  Profil

Wo liegen die Unterschiede?

Menschen mit psychischen Erkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen der Selbststeuerungsfähigkeit1 gehören (tatsächlich) ausschließlich in die Hände entsprechend ausgebildeter Therapeuten (und natürlich haben auch Psychotherapiepatienten noch Selbststeuerungsfähigkeiten!).

Und diese Feststellung äußern wir aus Überzeugung und nicht, weil rechtliche Rahmenbedingungen das von uns verlangen. Was uns wichtig ist: Systemisches Coaching richtet sich, im Gegensatz zur Psychotherapie, an “gesunde” Personen und nicht an Patienten. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Praktische Bedeutung

Diese Abgrenzung hat nun auch eine ganz praktische Bedeutung für den (internen) Coach. Stellen Sie keine Diagnosen, wenn Sie dafür nicht ausgebildet sind, mit Patienten zu arbeiten und Diagnosen zu stellen. Sondern sagen Sie es, wenn sie nicht helfen können bzw. wollen!

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Sollten Sie innerhalb eines Coachings zu dem Schluss kommen, dass Sie dem Menschen, der sich von Ihnen helfen lassen möchte, nicht helfen können (aus welchen Gründen auch immer), dann sagen Sie es. Gerade heraus. Wertschätzend. Und trotzdem deutlich.

Vermeiden Sie Ratschläge

Haben Sie keine Angst, Ihre Wahrnehmung zu schildern, aber vermeiden Sie Ratschläge. Das heißt, vermeiden Sie zu sagen: “Du brauchst eine Therapie.”

Sondern schildern Sie den Teil Ihres Eindrucks, der Sie betrifft: Ich kann Dir nicht helfen. Sagt jemand selbst von sich, er sei krank oder schildert Krankheiten: Sagen Sie nicht: “Du brauchst einen Arzt.” Sagen Sie: “Ich bin kein Arzt.”

Vermeiden Sie Beurteilungen

Vermeiden Sie Beurteilungen oder Zuschreibungen, wie beispielsweise: “Du bist alkoholkrank.” oder “Du bist Alkoholiker.” (Und fragen Sie auch nicht: “Könnte es sein, dass Du alkoholkrank bist?”, denn das ist das selbe.)

Schildern Sie das, was Sie wahrnehmen: “Ich rieche Alkohol bei Dir. Auf mich wirkst Du betrunken (…)” Vermeiden Sie, zu diagnostizieren: “Du bist magersüchtig.” Aber trauen Sie sich, Ihren Eindruck in Worte zu fassen. Sagen Sie beispielsweise: “Ich beobachte, dass Du immer dünner wirst.” Oder: “Du riechst nach Erbrochenem. (…)”

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Checkliste – Aufgaben des Coachings

Um die Unterschiede noch einmal deutlich zu machen, habe ich für Sie die folgende Checkliste zusammengestellt. Und das alles sind keine Defizite im Coaching, sondern es zeichnet Coaching im Besonderen als Technik und Haltung aus.

  • Übernehmen Sie keine Verantwortung für Ihr Gegenüber und suchen Sie auch nicht nach Krankheitszeichen (Symptomen) zur Bestätigung einer Diagnose.
  • Als Coach diagnostizieren Sie nicht und stecken ihren Klienten auch in keine ICD-10-Schubladen.
  • Als Coach leiten sie keine Empfehlungen ab und geben keine Vorschläge, Ideen, Ratschläge oder Rezepte aus.
  • Sie geben keine Hausaufgaben oder Übungen für zuhause auf.
  • Als Coach übernehmen Sie eben keine Verantwortung für den anderen und auch nicht für dessen Ziele, Lösungswege oder Handlungen.
  • Sie folgen eben nicht der inneren Haltung, dass Sie einem Menschen helfen, der sich selbst (gerade) nicht (mehr alleine) helfen kann.

Die Lösung kommt vom Kunden

Die Lösungen kommen im Coaching von demjenigen, der das Problem hat. Dies ist der größte Unterschied zu anderen Beratungsformen.

Somit ist ein gelungenes Coaching-Gespräch keinesfalls die Beratschlagung oder Suggestion (etwas so oder anders zu tun), sondern es ist genau das Gegenteil.

Genau passende Hilfe

Die Unterstützung liegt in der Hilfe, die Lösung in und durch sich selbst zu suchen und zu finden. Und nur so passt das Ergebnis dann auch optimal zur Person, zur Situation und Umgebung.

Gleichzeitig nimmt es den Hilfesuchenden wertschätzend ernst, indem es ihm zutraut, genauso gut (ja eigentlich besser) passende (Problem-) Lösungen zu finden, wie der Coach.

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Coaching ist gnadenlos

Gleichzeitig ist Coaching gnadenlos: Es wirft den Menschen zurück auf die eigene Verantwortung für das eigene Leben.

Es sagt dem Hilfesuchenden, dass niemand es besser weiß oder wissen kann und dass nur er die passende und somit für ihn “richtige” Entscheidung treffen bzw. Lösung finden kann. Und das ist der tatsächliche Zauber im Coaching. Wenn der Coach das hinkriegt, kann der Coaching-Klient zaubern.

Wenn Klienten zu Zauberern werden

Jeder Mensch ist in der Lage und hat die Kraft dazu, seine Probleme, Themen und Situationen selbständig zu lösen (Ausnahmen finden sich bei therapiebedürftigen Patienten).

Daraus folgt, dass wir uns als Coaches erlauben können, Vertrauen in die Lösungskraft des Coaching-Klienten zu haben. Denn der Coaching-Klient ist auch für seine Lösung des Problems verantwortlich.

Coaching beginnt im Kopf

Die Lösung beginnt im Kopf des Coaching-Klienten. Dem Coaching-Klienten steht wiederum ein Coach gegenüber. Und dieser ist für das erfolgreiche Durchführen des Coachings, den Coaching-Prozess, verantwortlich.

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Coaching beginnt im Kopf des Coaches. Lassen Sie uns gemeinsam in den Kopf eines Coaches schauen: Dort entscheidet sich, wie das Coaching ablaufen wird.

Wie läuft Coaching ab?

Das “wie” hängt ganz maßgeblich von der Haltung des Coaches ab. Die Haltung eines Coaches lässt sich als innere Einstellung oder als persönliche Erfahrung umschreiben; sie beinhaltet alle Paradigmen und Grundannahmen des Coaches.

Die Antworten auf die folgenden Fragen machen die Grundlage aus, die beim Coach mitschwingt, sobald er sich für eine Methode oder eine Technik entscheidet. Das meinen wir, wenn wir von Haltung sprechen. Und das ist der Zusammenhang zwischen Coaching und dem Kopf des Coaches.

Checkliste: Wie kann Coaching ablaufen?

  • “Welche bewusste oder unbewusste Vorstellung hat der Coach von Kommunikation und wie diese ‚funktioniert‘?”
  • “Welches Bild hat der Coach von Menschen im Allgemeinen und von seinem Coaching-Klienten im Speziellen?”
  • “Wie beschreibt der Coach soziale Zusammenhänge und wie beschreibt er Veränderungsschritte von Individuen?”
  • “Welche innere Haltung hat er zum Coaching-Prozess?”
  • “Was ist seiner Meinung (und Erfahrung) nach möglich und was nicht?”

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