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Unfallversicherung – 7/7: Checkliste – darauf sollten Sie achten!



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Ob eine private Unfallversicherung sinnvoll ist, hängt letztendlich aber auch davon ab, welche Versicherungen Sie sonst noch abgeschlossen haben.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wenn Sie beispielsweise bereits eine gute und umfassende Berufsunfähigkeitsversicherung (hier bitte Link zum Artikel einfügen) abgeschlossen haben, dann deckt eine Unfallversicherung nur den kleinen Restbereich von Unfällen ab, durch sie zwar invalide, aber nicht berufsunfähig werden.

In diesem Fall ist sie quasi überflüssig. Denn der Großteil aller Fälle von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit wird nicht durch Unfälle sondern durch Krankheit verursacht. Daher deckt eine Berufsunfähigkeitsversicherung die Risiken viele besser ab, da Sie in allen Fällen von Berufsunfähigkeit zahlt, auch bei Unfällen.

Unfallversicherung & Dread Disease-Versicherung als Alternative?

Allerdings ist die Unfallversicherung deutlich billiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie kann daher eine gute, preiswerte Alternative sein, wenn Sie z.B. wegen Vorerkrankungen keine passende Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen oder Ihnen die Beiträge einfach zu hoch sind (mehr zu den genauen Bedingungen im entsprechenden Kapitel oben).

Hinzu kommt: Eine Unfallversicherung zahlt bei Invalidität auch dann, wenn sie nicht gleichzeitig auch zu einer Berufsunfähigkeit führt. Und in Kombination mit einer Dread Disease Versicherung gegen Berufsunfähigkeit durch einzelne Krankheit kann die Unfallversicherung eine echte Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein, stellt jedoch nie einen umfassenden Ersatz dar.

Checkliste: Welche Versicherung ist sinnvoll?

Die richtige Unfallversicherung zu finden, ist im Dschungel der Angebote gar nicht so einfach. Wir helfen Ihnen, den Überblick zu behalten und geben Tipps, worauf Sie achten sollten.

  • Bedarf: Welche Leistungen decken Ihre sonstigen Versicherungen ab? Was leistet Ihre Krankenversicherung? Eine private Unfallversicherung ist in der Regel dann sinnvoll, wenn Sie keine private Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung haben.
  • Extras: Verzichten Sie auf teuere Extras wie Ausschnittversicherungen oder Krankengeld: Sie werden zum Teil anderweitig abgedeckt und kosten oft mehr, als sie bringen.
  • Rabatt: Bei vielen Versicherungen bekommen Sie Rabatt, wenn Sie Policen für die ganze Familie abschließen – bis zu 30 Prozent. Auch über Vereine angebotene Gruppenversicherungsverträge sind oft günstig. Prüfen Sie jedoch, wie hoch der Versicherungsschutz ist!
  • Wechsel: Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Vertrag bis drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahrs kündigen können.
  • Geltung: Eingeschränkte Versicherungsschutz ist ungünstig. Optimal sind weltweit und rund um die Uhr gültige Verträge.
  • Bedingungen: Achten Sie auf kundenfreundliche Vertragsbedingungen. Ein guter Vertrag bietet in Punkten wie Gliedertaxe, Anrechnung von Vorerkrankungen, verlängerte Meldefristen für Eintritt und Feststellung der Indvalidität Verbesserungen gegenüber den üblichen Regelungen.
  • Antrag: Wenn Sie bereits andere Unfallversicherungen haben, z.B. über einen Verein oder die Kreditkarte, sollten Sie unbedingt alle angeben. Denn wenn Sie wissentlich oder unwissentlich falsche Angaben gemacht haben, kann es sein, dass Ihre Versicherungsgesellschaft die Leistung verweigert.
  • Bewusstseinsstörungen: Wenn Sie einen Unfall bauen und dabei betrunken sind oder unter Bewusstseinsstörungen leiden (z.B. auch durch Medikamente), ist es wahrscheinlich, dass die Versicherung die Leistung verweigert. Das gilt aber nicht nur beim Autofahren, sondern auch, wenn man zu Hause die Treppe hinunterfällt. Einige Versicherer zahlen aber z.B. bis zu bestimmten Promillewerten. Achten Sie auf solche Bedingungen.
  • Schlaganfall: Auch plötzliche Ohnmacht oder Schlaganfälle gehören zu den Bewusstsseinstörungen und werden von Versicherungen meist ausgenommen. Einige Versicherer nehmen aber auch Schlaganfälle und dadurch resultierende Unfälle in Ihre Verträge auf. Erkundigen Sie sich auch hier gründlich.
  • Versicherungssumme. Schließen Sie nur einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von mindestens 100.000 Euro ab.
  • Progression: Optimal, wenn auch teuerer, sich Versicherungen mit hoher Progression, denn die Leistungen sind deutlich höher: Bei einer 100 000 Euro-Unfallversicherung bekommen Sie bei einem Tarif mit Progression 500 bei voller Invalidität 500.000 Euro.
  • Zahlungsweise: Zahlen Sie wenn möglich jährlich. Eine andere Zahlungsweise kostet bei manchen Versicherern mehr.
  • Mehrleistungstarife: Hier steigt die Leistung in Stufen. Dadurch können Sie zum Beispiel bei 50 Prozent Invalidität gegenüber 49 Prozent die doppelte oder sogar dreifache Entschädigung erhalten. In Grenzfällen droht Streit mit der Versicherung. Verzichten Sie besser auf diesen Tarif.

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Meistdiskutiert letzter Monat:

  1. Simone Janson

    Danke Matze. Da gibt es leider einges, was nicht im Duden steht – ist halt das Problem, wenn man Technik, Inhalt & Fotos alleine macht – und das neben dem Hauptjob. Aber ich freue mich über jeden, der sich derart charmant als Lektor betätigt.
    Simone

  2. Klingt ganz interessant… aber schau nochmal nach der Rechtschreibung. Worte wie „si4ch“ gibts nicht im Duden *gg*

  3. Dread Disease Versicherung

    Ein sehr guter und hilfreicher Überblick. Insbesondere beeindruckt es mich, wie Sie wichtige und komplexe Punkte so kurz und prägnant zusammengefaßt haben.

  4. Unternehmerinnen.org

    RT @SimoneJanson: Checkliste zur #Unfallversicherung – darauf sollten Sie achten, wenn Sie eine abschließen: #fb

  5. Simone Janson

    Checkliste zur #Unfallversicherung – darauf sollten Sie achten, wenn Sie eine abschließen: #fb

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