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Change-Management & innere Kritiker – Teil 4: Offen für jeden Einfluss



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Was haben all diese verschiedenen langsamen und schnellen Gehirnwellen, um die es im letzten Beitrag ging, und Frequenzen nun mit Kindern und dem Annehmen von geschenkten oder vererbten Wuseln zu tun? Eventuell eine ganze Menge.

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Hier schreibt für Sie:

 

HupprichClaudia Hupprich ist Managementberaterin für DAX-Unternehmen & mittelständische Unternehmen.

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Kinder denken anders

Denn das oben Stehende trifft nämlich so nur auf (die meisten) Erwachsenen zu. Die EEGs von Kindern unterscheiden sich erheblich von denen der Erwachsenen.

Bis zu einem Alter von circa fünf Jahren haben Kinder zum Beispiel so gut wie keine Betawellenaktivität, kennen also den Frequenzbereich, in dem wir Erwachsenen uns im Wachzustand für gewöhnlich aufhalten, gar nicht.

So geht Thetawellen-Surfen

Und Kleinkinder sind bis zu einem Alter von circa fünf Jahren überwiegend Thetawellen-dominiert, einem Wellenbereich, dem man normalerweise im Wachzustand bei Erwachsenen kreative Rauschzustände zuordnen würde.

Ab fünf Jahren bis in die Pubertät hinein sind Kinder Alphawellen-dominiert, das heißt, sie befinden sich häufig in entspannten, lernbegierigen Zuständen, und erst danach setzt die Dominanz von Betawellen ein.

Wie unbeschriebene Blätter

Erklärt das vielleicht, warum wir manchmal über Kinder sagen, dass sie wie unbeschriebene Blätter seien? Können Kinder deshalb möglicherweise das um sie herum versammelte Wissen wie ein Schwamm aufsaugen?

Nehmen Kinder deshalb gegebenenfalls Glaubenssätze, Werte und Strategien unreflektiert in sich auf? Weil sie mental auf ganz anderen Gehirnwellen surfen, als das ein Erwachsener normalerweise tut?

Die Entschleunigung des Alltags

Zugegeben, die Sache mit den Gehirnwellen war jetzt etwas theoretisch, deshalb an dieser Stelle ganz praktisch gefragt: Was passiert eigentlich im Alltag, wenn ein Betawellen-dominierter Erwachsener auf einen kleinen Thetawellen-Surfer trifft?

Wie unterschiedlich Erwachsene und Kinder die Welt wahrnehmen, kann man sehr schön an einem Ritual sehen, das vermutlich alle Eltern von Kindern im Kindergartenalter kennen.

Von Eile keine Spur

Es geht dabei um die morgendliche Herausforderung, einen kleinen Menschen dazu zu bewegen, an einem normalen Wochentag einigermaßen pünktlich im Kindergarten anzukommen, um selbst zu einer angemessenen Uhrzeit den Arbeitsalltag starten zu können.

Vielleicht funktioniert ein Teil der morgendlichen Routine schon sehr gut. Wenn der Nachwuchs jedoch, statt sich die Zähne zu putzen, lieber fröhliche Guten-Morgen-Tänze vor dem Badezimmerspiegel aufführt und dabei die bei ihm entstehende gute Laune mit allen Sinnen genießt, kann sich das weniger positiv auf das Stressniveau des Elternteils auswirken.

Offen für Schlüsselreize

Und spätestens beim Anziehen der Jacke und der Schuhe steigt die Frequenz der Hirnaktivitäten des Erwachsenen dann in den hohen Betawellenbereich („Los, beeil dich, wir müssen los, warum musst du immer so herumtrödeln, hör auf zu träumen …“), während der Nachwuchs fröhlich und gut gelaunt einen Fuß in einem Schuh hat und in sich selbst versunken im Kindergartenrucksack nach den selbst gemalten Bildern vom Vortag sucht.

Kinder in diesem Alter sind offen für alles, was um sie herum so passiert. Offen für das Leben und das, was es wahrzunehmen gibt. Dies schließt aber leider auch die unreflektierte Annahme von Glaubenssätzen, Werten und Strategien mit ein.

Hinterfragen von Glaubenssätzen? Fehlanzeige!

Denn in dem logischen und kritischen Denkmodus, der notwendig wäre, um einen limitierenden Glaubenssatz zu hinterfragen, arbeitet das kindliche Gehirn anfangs noch gar nicht.

Und wenn dieser erwachsene Denkmodus später möglich ist, werden viele limitierende Glaubenssätze, fragwürdige Werte und ungünstige Strategien nicht mehr als solche erkannt, da sie vor langer Zeit in der eigenen VorstellungsWelt fest verankert worden sind.

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