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Mehr als Change Management – Teil 3: Change-Fahrplan & Checkliste



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Top100 & größtes englisches Blog zum deutschen Arbeitsmarkt (Quellen: DIE ZEIT, Wikipedia, Blogger-Relevanz-Index) mit News-Dienst Best of HR. Wir begleiten Kunden seit 15 Jahren im Wandel der Arbeitswelt - mit Beratung, Seminaren & passenden Locations.

Vielleicht kennen Sie den Film »The Monkey Business Illusion« von Daniel J. Simons: Zwei Mannschaften spielen Ball, ein Team ist weiß, das andere schwarz gekleidet. Aufgabe ist es, den Ballwechsel des weißen Teams zu zählen und sich überraschen zu lassen … Der Film eignet sich als netter Einstieg und ist eine gute Metapher für die blinden Flecken.



Hier schreibt für Sie:

 

karin-beutelschmidtKarin Beutelschmidt ist Gründerin der School of Facilitating und der divida Stiftung.

Profil


Best of HR - Berufebilder

Den Kunden den Zugang ermöglichen

Unsere Kunden freuen sich in der Regel über zuverlässige Changefahrpläne und klare Aussagen durch uns. Ein verständliches Bedürfnis, doch für uns ist es schwer, dem gerecht zu werden. Deswegen machen wir bereits in der Auftragsklärung unsere Kunden auf die Phänomene des Faktors X und die damit mangelnde wirkliche Planbarkeit eines Changeprozesses aufmerksam.

Orientierung können wir geben, aber die eigentlichen Ereignisse werden über den tatsächlichen Verlauf entscheiden. Damit wollen wir uns nicht der Verantwortung verbindlicher Zusagen entziehen, sondern wir wollen die Offenheit und Wachsamkeit für das eigentliche Geschehen fördern.

Mit der Realität verbunden bleiben – 4 Fragen

So wie den Auftraggeber bereiten wir auch die an der Veränderung Beteiligten auf den Faktor X vor. Für uns ist dies eine »Einladung«, mit der Realität verbunden zu bleiben. Das kann durchaus etwas Leichtes und Spielerisches haben und durch Fragen eingeleitet sein wie beispielsweise:

  • Gibt es etwas, wo wir gerade nicht hinschauen?
  • Sind wir zu optimistisch unterwegs?
  • Was beschäftigt Ihre Mitarbeiter gerade wirklich: unser Thema oder etwas ganz anderes?
  • Was erzählt der Flurfunk?

Die Faktor-X-Perspektive einnehmen

Am Anfang dieses Buches steht die These: Als Facilitatoren wissen wir, dass es in jedem Prozess Tabus, Unbewusstes und Un­gewolltes gibt. Dies können durchaus Faktor­X­Themen sein. Bisweilen ist es für den Prozess hilfreich, diese Themen achtsam in den Raum zu holen.

Wir sehen es als unsere Rolle, dann stellvertretend fehlende Positionen oder Stimmen einzunehmen. Beispielsweise in der Form: »Wenn ich als betroffener Mitarbeiter hier sprechen würde, würde ich xy denken und fühlen …« oder »Als Ihr Kunde könnte ich xy denken …«.

Die Stellvertreterposition

Diese Stellvertreterpositionen sind für uns ein Angebot an die Gruppe. Wenn das Angebot Resonanz findet, bleiben wir an dem Aspekt dran. Hat es keine, verlassen wir die Fährte, weil sie entweder nicht stimmt oder im Moment nicht ansteht.

Arbeitet man als Facilitatorteam, ist es gerade in solchen Phasen hilfreich, sich die Rollen sauber zu teilen. Der eine übernimmt fehlende Stimmen oder Positionen und macht Angebote, der andere bleibt in der Prozessführung.

Facilitator-Selbstcheck

Voraussetzung für den erfolgreichen Change-Prozess ist immer wieder der sinnvolle »Facilitator­ Selbstcheck«. Dabei helfen Fragen wie:

  • Wie steht es um unseren eigenen Umgang mit dem Unerwarteten, eben dem Faktor X?
  • Wo sind wir selbst offen, wo sind wir fixiert?
  • Nehmen wir wirklich genug wahr – sowohl uns selbst als auch unser Umfeld?
  • Wie tänzerisch oder wie starr sind wir gerade selbst unterwegs?
  • Wo ist unser eigener Fokus?
  • Macht uns der Prozess gerade Spaß oder wollen wir fertig werden?

Diese und ähnliche Fragen helfen uns im Prozess beweglich und offen zu bleiben.

Fazit

Der Faktor X ist Bestandteil des Lebens und deshalb auch in Changeprozessen naturgegeben. Betrachten Sie ihn als eine Einladung zur Offenheit – sowohl nach außen als auch nach innen.

Der Faktor X ist der Schlüssel, um Wandel erfolgreich zu gestalten, da er wie ein permanenter Realitycheck und Impulsgeber wirkt und unsere Adaptionsfähigkeit sichert. In anderen Worten: Er hält uns lebendig und ist unsere Verbindung zum Tanz des Lebens.

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