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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, Beraterin und eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index. Sie ist außerdem Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Laut ZEIT gehört ihr als Marke eingetragenes Blog Best of HR – Berufebilder.de® zu den wichtigsten Blogs für Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.

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Burnout Symptome Behandlung Spätfolgen: 12 Tipps, wenn nichts mehr geht

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Haben Sie gar keine Lust mehr, zur Arbeit zu gehen, obwohl Ihnen der Job eigentlich mal Spaß gemacht hat? Fühlen Sie sich oft erschöpft und nervös? Und sind Sie deutlich weniger leistungsfähig als gewohnt? Dann könnte es sein, dass Sie burnout-gefährdet sind. Wir sagen, was das ist und wie Sie vorbeugen können.

Burnout Symptome Behandlung Spätfolgen: 12 Tipps, wenn nichts mehr geht

Burnout – die unerkannte Krankheit

Glaubt man einer Umfrage eines bekannten Online-Stellenmarktes, dann verspüren nahezu ein Viertel der deutschen Fach- und Führungskräfte deutliche Bournout-Syndrome und mehr als einem Drittel geht der Arbeitsstress bereits an die Reserven. Im internationalen Vergleich sind die Deutschen mit diesen Ergebnissen trauriger Spitzenreiter. Zum Vergleich: In Dänemark kommen zwei Drittel der Befragten mit ihrem Arbeitspensum bestens klar.

Leider wird Burnout oft nicht sofort erkannt, denn es gibt keine medizinisch eindeutige Diagnose. Vielmehr verläuft die Krankheit schleichend in verschiedenen Phasen. Und die Symptome, die auftreten, können bei jedem ein wenig anders sein. In der Regel spricht man von Burnout, wenn jemand ständig ausgebrannt und erschöpft ist, seine Leistungen stark abfallen und wenn der Zustand der inneren Leere über einen längeren Zeitraum anhält.

Wer ist besonders burnout-gefährdet?

Besonders burnout-gefährdet sind Menschen, die sich ihrem Job mit starkem persönlichem Einsatz widmen, wie es in sozialen Berufen oft der Fall ist. Aber auch Selbständige oder Führungskräfte in großen Unternehmen, die unter ständigem Zeitdruck stehen, sind zunehmend betroffen.

Anfangs empfinden diese Menschen bei der Erledigung ihrer Aufgaben die größte Befriedigung: Sie fühlen sich gebraucht und nützlich, daher widmen sie sich mit sehr viel Engagement ihren beruflichen Zielen und ignorieren elementare körperliche Bedürfnisse wie Essen, Schlafen oder Entspannung.

Wer sich jedoch nicht regeneriert und dadurch seinen Körper der andauernden Ausschüttung von Stresshormonen aussetzt, ist bald erschöpft. Daher schlägt die anfängliche Euphorie bald um: Man fühlt sich ständig gehetzt und überlastet, und mit der Zeit schafft man immer seltener, sich vom Jobstress zu distanzieren und zu erholen.


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Stress statt Arbeitsfreude: Wenn die Leistungsbereitschaft immer mehr abnimmt

Sowohl die Leistungsbereitschaft als auch die Fähigkeit, sich in andere einzufühlen und mit ihnen zu kooperieren, nehmen immer mehr ab; Das Gefühl, nicht genügend Anerkennung für die eigene Arbeit zu bekommen und ausgebeutet zu werden, macht sich breit. Auch im Privatleben gibt es immer öfter Konflikte.

Am Ende stehen Schuldgefühle, eine geringe Selbstachtung, ständige Angst und Nervosität und Ungeduld. Burnout-Kranke haben darüber hinaus häufig das Gefühl, ihrem Schicksal hilflos ausgeliefert zu sein und nichts dagegen machen zu können. Auch der Umgang mit den Mitmenschen wird schwieriger, weil Misstrauen gegenüber anderen und Aggressivität vermehrt zu Konflikten führen.

12 Tipps: Das können Sie gegen Burnout tun

Das heimtückische an Burnout ist, dass die Krankheit schleichend verläuft und oft zu spät erkannt wird. Daher ist Vorbeugung die beste Heilung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie rechtzeitig gegen das Burnout angehen und was sie tun können, wenn es zu spät ist.

  1. Symptome erkennen: Wichtig ist es, erste Anzeichen des Syndroms frühzeitig zu erkennen und die empfundene Belastung durch die Arbeit möglichst gering zu halten. Beobachten Sie daher, ob Sie Burnout-gefährdet sind.
  2. Kümmern Sie sich um Ihre Bedürfnisse: Klären Sie, wodurch die empfundene Belastung entsteht. Fragen Sie sich, welche Bedürfnisse und Ziele Sie vernachlässigt haben oder welche Faktoren Sie besonders stressen.
  3. Nicht weniger, sondern anders arbeiten: Ändern Sie rechtzeitig etwas. Teilen Sie Ihre Arbeit so ein, dass Ihre Kräfte auch langfristig erhalten bleiben und dass Sie Hobbys, Familie und Freunde nicht vernachlässigen.
  4. Zügeln Sie Ihren Perfektionismus: Ein häufiger Stressfaktor: Zu hohe Ansprüche an sich selbst, durch die sich selbst unter Druck setzten und die Freude an der Arbeit verlieren. Versuchen Sie daher, die Dinge etwas gelassener zu sehen.
  5. Zeitmanagement: Achten Sie mal darauf, wie viel Zeit Sie mit unnötigen Arbeiten verbringen. Setzen Sie Priorität und erledigen Sie vor allem die wichtigen und dringenden Aufgaben.
  6. Effizient auf Ziele hinarbeiten: Weniger ist manchmal mehr. Wenn Sie Ihre Ziele im Auge behalten und darauf hinarbeiten, erreichen Sie mehr als mit blindem Aktionismus.
  7. Entspannen Sie sich: Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga helfen Ihnen bei der Entspannung.
  8. Gesund leben: Ernähren Sie sich gesund, schlafen Sie ausreichend und treiben Sie Sport. Denn damit stärken Sie Ihr Abwehrsystem und können ausgeglichener auf Stress reagieren.
  9. Abschalten: Wichtig ist, dass Sie neben ihrem Job auch immer Phasen haben, in denen Sie vollständig abschalten können. Denn nur dann kann sich Ihr Körper regenerieren.
  10. Kontakte zu anderen: Gegen das Ausgebrannt-Sein kann regelmäßiger Austausch mit Kollegen, Freunden oder Familie helfen. Betroffene erfahren dadurch auch in schwierigen Situationen, dass sie nicht alleine da stehen.
  11. Psychotherapie: Wenn das alles nicht mehr hilft, bleibt als letzter Ausweg noch eine Therapie. Bei tiefenpsychologischen Verfahren und der Psychoanalyse werden vor allem die Hintergründe der Entstehung einer Erkrankung aufgearbeitet. Bei verhaltenstherapeutischen Verfahren wird gezielt gesundheitsförderndes Verhalten erlernt.
  12. Medikamentöse Behandlung: Umstritten ist hingegen die medikamentöse Behandlung von Burnout, beispielsweise mit Antidepressiva, ist umstritten. Wenn Sie Medikaemente einnehmen, dann nicht ohne ärztliche Begleitung.

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