Burnout aus arbeitsrechtlicher Sicht: Die Krankheit, die keiner ernst nimmt


Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
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Heute eines der wichtigsten Themen überhaupt – eine Aufklärung zum Thema Burnout. Dabei wird aber nicht nur beleuchtet, was Burnout überhaupt bedeutet, wie man vorbeugt und die Krankheit in den Griff bekommt, nein es geht um mehr: Die Autorin erklärt auch, wie die arbeitsrechtliche Seite aussieht, wenn man sich "wegen ein bisschen Stress" (so die landläufige Meinung vieler Arbeitgeber) länger krank schreiben lässt.

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Übrigens: Eine Übersicht über die handverlesenen Empfehlungen unserer Redaktion finden Sie in unserer Rubrik Buch-Tipps der Redaktion!


Hier schreibt für Sie: Wolfgang Hanfstein ist u.a. Mitbegründer und Chefredakteur von Managementbuch.de, der führenden Buchhandlung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbständige. Profil

Die unterschätzte Krankheit

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Wer sich im Skiurlaub die Knochen bricht, ist so lange krank, bis er wieder auf den Beinen ist. Eine Selbstverständlichkeit, die bei der Diagnose Burnout offensichtlich nicht greift. Denn sowohl Betroffene als auch Arbeitgeber pflegen einen eigenwilligen Umgang mit dieser Krankheit – der damit beginnt, die Krankheit nicht ernst zu nehmen.

Iris Riffelt, auf Arbeitsrecht spezialisierte Anwältin und selbst "Burnout"-erfahren, zeigt in ihrem Buch "Zwischenstopp Burnout" jetzt, was Betroffene aus der Sicht des Arbeitsrechts beachten müssen - und was sie erwarten dürfen.

"Jeder hat mal Stress"

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Die Burnout-Fälle einiger Prominenter haben das Thema zwar immer wieder in die Klatschspalten und Talkshows gebracht und so sicher dazu beigetragen, das Thema bekannt zu machen. Dennoch wird die Diagnose im Alltag immer noch belächelt.

"Jeder hat mal Stress", heißt es dann. Ergebnis ist, dass die Betroffenen sich selbst und ihre Krankheit nicht ernst nehmen. Und genau das ist eine der schwierigsten Phasen der Krankheit – sie nicht zu erkennen.

Der erste Schritt zur Heilung: Die Krankheit ernst nehmen!

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"Zwischenstopp Burnout" besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Im ersten beschreibt Iris Riffelt völlig unakademisch und erfahrungsgesättigt, was Burnout bedeutet und wie man Burnout erkennt. Denn im Gegensatz zu Krankheiten, die vom Arzt diagnostiziert werden, beginnt der lange Weg der Heilung bei Burnout damit, "dass Betroffene die Erkrankung selbst ernst nehmen."

Riffelt beruft sich dabei auf Herbert Freudenberger, der den Begriff "Burnout" in der 70er Jahren geprägt hat. Und auf Volker Schmieder, der Burnout als die Schnittmenge von "Stress, Depression und Erschöpfung" definiert.

Und was sagt der Chef dazu?

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Der Weg aus dem Burnout ist steinig. Aus ihrer eigenen Erfahrung und aus Gesprächen mit Betroffenen beschreibt Iris Riffelt die Voraussetzungen für die vollkommene Genesung. Fundamental sind dabei die Themen Ruhe, Selbstvertrauen, Achtsamkeit.

Burnout-Kranke werden ihre Krankheit anhand dieser "Tipps" nicht überwinden können. Aber sie erhalten einen Einblick in die Funktionsweise und die "Gegenmittel". Bis zu diesem Punkt ist "Zwischenstopp Burnout" ein hilfreiches Buch, aber keines, das sich von den bisher erhältlichen Büchern zum Thema anhebt. Das passiert im zweiten Teil.

Burnout aus arbeitsrechtlicher Sicht

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Denn Iris Riffelt ist weder Psychologin noch Ärztin, sondern Arbeitsrechtlerin. Dass sie sich in dieses Thema reingekniet hat, liegt daran, dass sie selbst an Burnout erkrankt war. Ein Umstand, dem Betroffene jetzt ein kluges Buch zu verdanken haben.

Gerade weil die Diagnose "Burnout" weder vom Umfeld noch von Arbeitgebern noch von den Betroffenen selbst immer ernst genommen wird, stellt sich schnell die Frage nach der arbeitsrechtlichen Seite. Und diese Lücke füllt Iris Riffelt vorzüglich.

Weder Arbeitgeber noch Patient entscheiden

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"Kann ich mir überhaupt eine Auszeit leisten? Wie sieht es mit dem Krankengeld aus? Wie lange bin ich versichert? Kann mir gekündigt werden, wenn ich mehrere Monate krank bin? Wie soll ich als Selbstständiger eine Auszeit finanziell überleben?" All diese Fragen arbeitet die Fachanwältin Iris Riffelt Punkt für Punkt ab.

Sie macht klar, dass wie bei anderen Krankheiten auch bei Burnout weder der Arbeitgeber noch der Patient entscheiden, wie lange die Krankheit dauert. Sondern dass die Krankheit der Maßstab ist, nach dem gehandelt wird.

Sechs Monate krank geht nicht?

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Und Riffelt zeigt, wie der Wiedereinstieg in den Job klappt. Ein wichtiges Buch, auch, weil es vor vorschnellen Entscheidungen warnt (vor überstürzten Kündigungen zum Beispiel, die das Ganze oft noch verschlimmern).

Es ermutigt Betroffene, ihre Krankheit zuerst anzunehmen, um sich dann auf den Weg der Genesung zu machen. Vor allem aber zeigt die Autorin und Fachanwältin Iris Riffelt, dass und wie das Arbeitsrecht Burnout-Kranken den Rücken stärkt.

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  1. Simone Janson

    Burnout aus arbeitsrechtlicher Sicht: Die Krankheit, die keiner ernst nimmt

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