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Was bringen Arbeitszeugnisse – 2/3: Die Top-5-Kritikpunkte



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Sollten Arbeitszeugnisse abgeschafft werden, weil sie einfach zu aufwändig sind? Oder weiter beibehalten werden? Nun folgt ein ausführlicherer Überblick über die Argumentation – zunächst die 5 wichtigsten Kritikpunkte.

arbeitszeugnis


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Ist eine neutrale Tätigkeitsbeschreibung der bessere Weg?

Zur Lösung der Frage „Arbeitszeugnis oder nicht?“ schlagen Experten vor, sich auf neutrale Tätigkeitsbeschreibungen ohne jede fachliche bzw. persönliche Bewertung zu beschränken.

Wichtig seien zudem die guten Erfahrungen im Ausland mit Empfehlungsschreiben (Letter of Reference), bei denen Vorgesetzte mit ihrem Namen und einer kurzen persönlichen Würdigung für einen ehemaligen Mitarbeiter bürgen.

Dies sind die Top 5 der Kritikpunkte am Arbeitszeugnis:

  1. Die Erstellung von Arbeitszeugnissen und die Klärung von diesbezüglichen Streitigkeiten ist mit einem hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Dies führt zu einer kostenintensiven Verschwendung von Arbeitszeit. Denn die Zahl der Arbeitnehmer, die jährlich in Deutschland ihren Arbeitgeber verlassen und Anspruch auf ein Zeugnis haben, geht in die Millionen. Zudem werden jährlich ca. 30.000 Prozesse um vermeintlich unwahre oder falsche Arbeitszeugnisse vor den deutschen Arbeitsgerichten geführt.
  2. Die Zeugnis-Erstellung ist in vielen größeren Unternehmen über die EDV automatisiert, so dass unpersönliche Einheitszeugnisse mit minimaler Aussagekraft entstehen. Sie sind weder eine angemessene Würdigung der erbrachten Leistungen, noch leisten sie bei potentiellen neuen Arbeit- gebern einen sinnvollen Beitrag zur Bewerberauswahl.
  3. Viele kleinere Unternehmen behandeln das Thema Arbeitszeugnis sehr nachlässig, weil sie selbst keinerlei Nutzen aus diesem als lästig empfundenen Verwaltungsakt ziehen. Dennoch sind sie zur Zeugniserstellung verpflichtet. Das Ergebnis sind nicht selten fehlerhafte oder knappe Zeugnisse, die beim Leser den Eindruck von Geringschätzung erwecken.
  4. Viele Personen, die mit der Zeugniserstellung betraut sind, kennen den Zeugnis-Code nicht hinreichend. Ungeschickte oder missverständliche Aussagen können als Kritik an den Leistungen des Arbeitnehmers missverstanden werden.
  5. Viele Arbeitszeugnisse sind übertriebene und unverdiente Lobeshymnen, vorgeschrieben vom Arbeitnehmer selbst oder ausgestellt von konfliktscheuen Arbeitgebern, die einem etwaigen Rechtsstreit mit dem Arbeitnehmer von vorn herein aus dem Weg gehen will.

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