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Aufbaustudium 20/20: Welcher Bildungskredit eignet sich am besten?



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Welches Angebot das Beste ist, lässt sich aber nicht pauschal sagen, vielmehr hängt die Attraktivität von der persönlichen Situation und den Plänen der Studierenden ab.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Ein Überblick

Daher folgt hier eine Auflistung von besonders nennenswerten oder besonders kritikwürdigen Aspekten und entsprechenden Angeboten, auf die wir ein besonderes Augenmerk lenken wollen. Weitere umfangreiche Informationen und Empfehlungen erhalten Sie in den jährlich aktualisierten Kredit-Tests des Centrums für Hochschulentwicklung.

  • Leistungsorientierung: Leistungsorientierung spielt bei der Gestaltung der Konditionen nur eine begrenzte Rolle. Insgesamt ist nicht erkennbar, dass versucht wird, Anreize für bessere Leistungen zu schaffen. Eine gewisse Leistungsorientierung bietet das Baden-Württembergische Studienbeitragsdarlehen. Hier besteht die Möglichkeit, leistungs-starke Studierende während des Studiums und rückwirkend zu befreien – andere Länder haben ähnliche Ansätze. Auch die Angebote von CareerConcept, Deutsche Bildung und der Deutschen Kreditbank orientieren sich vor an heutigen oder zukünftigen Leistungen. Career Concept adressiert vor allem High Potentials und lässt diese ein umfangreiches Auswahlverfahren durchlaufen. Außerdem ist ein Leistungsanreiz eine geringerere Rückzahlung bei schnellem Studium. Das noch 2006 vorgehaltene Angebotselement der Dresdner Bank, das eine Zinssenkung bei vorheriger Ausbildung und bei sehr gutem Examen vorsah, besteht nicht weiter.
  • Finanzierung von Studiengebühren: Die Angebote der staatlichen Förderbanken bieten insbesondere Vorteile für Studierende, die Studiengebühren refinanzieren wollen. Insbesondere für BAföG- Empfänger können diese Angebote besonders attraktiv sein. Eine möglicherweise notwendige Finanzierung von Lebenshaltungskosten ist damit allerdings nicht erfasst.
  • Auslandsaufenthalte: Wer einen Auslandsaufenthalt plant, sollte sich insbesondere – bezogen auf die bundesweiten Angebote – insbesondere über die Modelle von Dresdner Bank, Deutsche Bildung, Career Concept und DKB informieren. Dort gibt es für Auslands-aufenthalte weitere und/oder erhöhte Unterstützung. Bei anderen Anbietern ist das teilweise nur schwierig oder gar nicht möglich.
  • Private Hochschule: Wer an einer privaten Hochschule studieren möchte, sollte sich bei seiner Hochschule nach Sonderkonditionen oder Banken-Kooperationen erkundigen. Allerdings zeigt müssen die Konditionen bei exklusiven Kooperationen nicht zwingend besser sein.
  • Sicherheit: Leicht zugänglich und überall verfügbar ist das Angebot der KfW, das sich vor allem an Normalstudenten bietet. Es soll das Mittelstandsloch stopfen. Es ist leicht zugänglich und ist nahezu überall verfügbar. Wer seinen Lebensunterhalt finanzieren will, sollte dieses Angebot nutzen. Gleichzeitig bietet es verlässliche Konditionen und ein gewisses Maß an staatlicher und sozialer Kontrolle der Konditionen. Wer kein Risiko eingehen will fährt damit gut, zumal die KfW günstige Zinsen anbietet. Das Angebot der KfW soll insbesondere Studierende ansprechen, die kein BAföG erhalten und dennoch nicht von den Eltern gefördert werden.
  • Studienabschluss oder Überbrückungsdarlehen: Wer lediglich ein Studienabschluss- oder Überbrückungsdarlehen benötigt, sollte sich bei dem örtlichen Studentenwerk nach Angeboten des Bundesverwaltungsamtes (www.bildungskredit.de) erkundigen. Die Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen (www.daka-nrw.de) bietet zinslose Darlehen für den Studienabschluss an.
  • Einkommensabhängige Rückzahlung: Einkommensabhängige Tarife bei der Rückzahlung sind in den meisten Fällen nicht explizit vorgesehen. Es gibt allerdings Ausnahmen: Der Bildungsfonds von CareerConcept bzw. von Deutsche Bildung bemisst die zurückzuzahlende Schuld auf Basis des Einkommens der Absolventen. Und die Volks- und Raiffeisenbank Bad Waldsee bietet Studienkredite an, deren Zinssatz von der Einkommenshöhe abhängt. Allerdings bieten die meisten Anbieter flexible Auswahlmöglichkeiten bei der Höhe der Rückzahlungsrate an, so dass eine Anpassung je nach Einkommen möglich ist.
  • Flexible Auszahlung und Rückzahlung: In der Auszahlungsphase werden die Zinsen nahezu durchgängig gestundet – wo dies in Einzelfällen nicht sichergestellt ist, verringert sich andernfalls die Auszahlungssumme im Lauf der Zeit kontinuierlich. Es gibt Möglichkeiten, Auszahlungen und Rückzahlungen flexibel zu gestalten. Ein besonderes Modell bietet die Dresdner Bank an, die in der Auszahlungsphase die Studienkredite in Form eines Kontokorrent-Kredites führt – damit ist nicht nur die Auszahlungshöhe bis zu einem Limit flexibel („Verschuldung nach Maß“), sondern es wird auch möglich, den Kredit jederzeit ganz oder teilweise zu tilgen.
  • Schuldenerlass: Außerdem besteht kaum die Möglichkeit, die Schulden erlassen zu bekommen, wenn eine bestimmte Höhe überschritten wurde oder wenn die Rückzahlung über einen längeren Zeitraum nicht erfolgt ist. Bei den privaten Anbietern ist zwar eine Kredithöchstgrenze, aber keine „Deckelung der Rückzahlungsverpflichtung“ vorgesehen. Diese gibt es nur bei den Studienbeitragsdarlehen der Länder, wo die Rückzahlungshöhe für BAföG-Empfänger (und eben nur für diese) begrenzt ist. Und nur das Hessische Studienbeitragsdarlehen hat eine „debt-forgiveness“, bei der die Schuld verfällt, wenn über einen festgelegten Zeitraum eine Rückzahlung nicht möglich ist.
  • Bildungskredite und Bildungssparen: Sparer, die bereits länger vor dem Studienbeginn wissen, dass sie einen Kredit in Anspruch nehmen wollen, sollten besonders das Sparkassenmodell prüfen. Es kombiniert – je nach lokaler Ausgestaltung – Bildungskredite und Bildungssparen. Überhaupt zielen Angebote von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken auf den Normalstudenten. Vor allem die Sparkassen kombinieren Bildungskredite mit Bildungssparen. Hier bieten sich gute Möglichkeiten für diejenigen, die auf Ihr Studium hinsparen wollen.

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