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Bewerbung mit Motivationsschreiben im Job: 5 Schritte – Individualität ist Trumpf


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Während bei Bewerbungen für eine Arbeitsstelle oftmals noch von einem Motivationsschreiben abgesehen wird, sind diese bei einer Studienbewerbung meist Gang und Gäbe. Dabei können sie auch für Bewerber sehr hilfreich sein.

motivation



Hier schreibt für Sie: Sonja Bayer ist Betriebswirtin & Personalreferentin bei der SOLCOM Unternehmensberatung GmbH.

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Motivationsschreiben – ein unterschätztes Instrument

Denn Motivatiosschreiben sind nicht nur ein lästiges Beiwerk bei der Bewerbung, sondern können als eine der entscheidenden Faktoren den Auswahlprozess entscheidend beeinfluss. Doch das wird leider von vielen Anwärtern unterschätzt.

Wann das Motivationsschreiben genau zum Einsatz kommt und wie Sie sich von anderen Bewerbern dadurch erfolgreich abgrenzen können, werde ich Ihnen in den folgenden fünf Schritten zeigen:

1. Gründe für ein Motivationsschreiben

Mit dem Motivationsschreiben, welches auch unter „der Dritten Seite“ bekannt ist und somit auf das Anschreiben und den Lebenslauf folgt, hat der Bewerber nochmals die Chance seine Qualitäten zu betonen. Doch Achtung: Setzen Sie das kreative Anschreiben nur ein, wenn es explizit erwünscht ist oder Sie der Ansicht sind, dass Sie damit einen entscheidenden Vorteil für sich erzielen können. Denn einige Personaler sehen in dem Anschreiben lediglich die Wiederholung bereits gegebener Informationen der Vorseiten, sodass ihnen keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wird und Ihre Arbeit vergebliche Liebesmüh war.

Nehmen Sie sich stattdessen lieber ausgiebig Zeit, um ein gut durchdachtes und auf die Bewerbung maßgeschneidertes Motivationsschreiben aufzusetzen, anstatt jeder Bewerbung eine leicht abgewandelte Version beizufügen. Speziell in der kreativen Branche wie beispielsweise dem Journalismus, in welchem ein ansehnlicher Schreibstil zum guten Ton gehört, wird vermehrt auf das Motivationsschreiben geachtet. Doch auch Unternehmen, welche Unmengen an Bewerbungen erhalten, nutzen das Schreiben, um eine erste Vorauswahl zu treffen.

2. Warum ist die Individualität so bedeutungsvoll?

Das Motivationsschreiben trägt Ihre ganz persönliche Note und beinhaltet je nach Inhaltsanforderung entweder Ihre zentralen Skills oder Ihre direkte Motivation für die ausgeschriebene Stelle. Oftmals lassen sich die zwei Punkte miteinander kombinieren, sodass Sie Ihre Fähigkeiten in direkten Zusammenhang mit der Arbeitsstelle setzen können.

Anhand Ihres Motivationsschreibens lässt es sich ableiten, wie intensiv Sie sich mit dem Job auseinandergesetzt haben. Gehen Sie ins Detail und zeigen aktives Interesse oder kratzen Sie inhaltlich lediglich an der Oberfläche und gehen somit in der Masse unter? Wie Sie ein Motivationsschreiben, das wahres Engagement bekundet, aufsetzen, veranschaulicht der kommende Abschnitt für Sie.

3. Wie sollte ein Motivationsschreiben aufgebaut sein?

Prinzipiell ist eine DinA4-Seite für ein Motivationsschreiben vollkommen ausreichend. Schließlich fließen nur die prägnantesten Punkte in ein solches Schreiben mit ein. Das Schreiben wird prinzipiell in der Ich-Form verfasst.

In den Briefkopf gehören wie beim üblichen Anschreiben Ihr Name, Adresse, Telefonnummer sowie E-Mail-Adresse. Um die Individualität Ihres Motivationsschreibens zu unterstreichen, verwenden Sie zudem statt einer allgemeinen Ansprache einen direkten Ansprechpartner. Allerdings müssen Sie sich hierbei absolut sicher sein, da eine falsche Adressierung ein Kriterium für einen sofortigen Bewerbungsausschluss darstellt. Zudem können Sie mit Hilfe Ihres Motivationsschreibens Ihre Wortgewandtheit und Ihren guten Schreibstil demonstrieren. Eine gut gewählte Formulierung kann demnach ein entscheidendes Kriterium im Verlauf des Bewerbungsprozesses sein.

  1. Der Teaser: Ein kleiner aber entscheidender Anteil des Schreibens macht die Überschrift aus. Sie liefert dem Leser einen Anreiz, Ihr Anschreiben unbedingt lesen zu wollen. Dies erreichen Sie jedoch nicht durch platte, einfallslose und abgedroschene Formulierungen, wie beispielsweise „Motivationsschreiben“, sondern durch eine gewählt offensive Ansprache: „Warum ich Ihre Position optimal besetze“, „Das qualifiziert mich für den Posten…“ oder „Das sollten Sie über mich wissen“. Zur Übersichtlichkeit Ihres Motivationsschreibens können Sie gliedernde Unterüberschriften einfügen.
  2. Die Einleitung: Wählen Sie einen klaren und aussagekräftigen Einleitungssatz, welcher neben der Überschrift zum Weiterlesen animiert. Wieder gilt es, sich von Standard-Floskeln à la „Ich interessiere mich sehr für…“ fern zu halten und stattdessen kreative Eigenleistung zu betreiben. Hierbei sollten Sie Ihr Hauptargument anführen, weswegen gerade Sie für diese Stelle geeignet sind. Um Ihre Motivation nochmals hervorzuheben, ist es hilfreich ein Karriereziel, zu welchem Sie gelangen wollen, zu nennen. Dies vermittelt dem Leser nicht nur Zielstrebigkeit, sondern liefert ihm einen durchdachten Karriereplan und untermauert somit nochmals Ihre Argumentation.
  3. Der Hauptteil: Versuchen Sie das Motivationsschreiben als eine Art Ergänzung zu Ihrem Anschreiben und Lebenslauf zu sehen, um unnötige Wiederholungen zu unterbinden. Heben Sie einzelne Aspekte hervor, welche im Rahmen der Standard-Bewerbungsunterlagen keinen Platz gefunden haben, aber dennoch ein relevantes Kriterium für die Bewerbung darstellen. Weist Ihr Lebenslauf Lücken auf, haben Sie hier die Möglichkeit, Stellung dazu zu nehmen und eine plausible Erklärung abzuliefern. Im Zentrum steht allerdings trotzdem Ihre Motivation, wieso genau Sie diesen Job unbedingt haben wollen und Ihrer Meinung nach auch haben sollten. Da Ehrlichkeit bekanntlich am längsten währt, sollten Sie stets Ihre aufrichtigen Beweggründe angeben, anstatt sich davon leiten zu lassen, was der Gegenüber wohl gerne hören würde. Verstellen Sie sich nicht!
  4. Der Schluss: Hier haben Sie nochmals die Möglichkeit ein selbstbewusstes Statement in Bezug auf die Position abzugeben. Setzten Sie auf eine klare und direkte Ansprache: „Über eine positive Rückmeldung in Form eines persönlichen Gesprächs freue ich mich.“ Der an dieser Stelle häufig verwendete Konjunktiv schwächt lediglich Ihre vorherige Argumentation ab und sollte, wenn möglich, nicht benutzt werden.

4. Welche Punkte sollte das Motivationsschreiben beinhalten?

Ein Motivationsschreiben sollte natürlich nicht nur formal, sondern auch inhaltlich überzeugen. Im Allgemeinen sollte es daher folgende Aspekte beinhalten:

  • Weswegen wollen Sie diesen Job unbedingt?
  • Was reizt Sie an diesem Job besonders?
  • Was hebt Sie von den anderen Bewerbern ab?
  • Welche gewinnbringenden Qualitäten bringen Sie für den Job mit?
  • Warum sollte man sich speziell für Sie entscheiden?

5. Fazit

Um Ihr Motivationsschreiben zu einem gelungenen Projekt zu machen, sollten Sie keinesfalls diesem oder themenverwandten Artikeln Teile eins zu eins übernehmen. Der Artikel versteht sich lediglich als eine Orientierung und Ideenquelle.

Das Schreiben lebt durch Ihre eigene Leistung und Ausschmückung. Mit einer schlüssigen Argumentation, einer wohlbegründeten Motivation und offenkundigem Interesse am Unternehmen haben Sie eine solide Grundlage für ein erfolgreiches Schreiben. Viel Erfolg !

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