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Bewerben über 50: 8 Tipps für die Jobsuche


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
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Der Arbeitsmarkt bietet momentan die kuriose Situation, dass einerseits viele Unternehmen gerade in der IT über Fachkräftemangel klagen, andererseits aber auch viele qualifizierte ältere Bewerber keinen Job finden. Wie schaffen diese dennoch den Wiedereinstieg in den Job?

Bewerben über 50: 8 Tipps für die Jobsuche


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Wiedereinstieg in den Beruf mit 53

Von Fällen wie diesen hört man immer wieder: Elizabeth ist 53 Jahre alt. Die Informatikerin hat eine zehnjährige Pause für die Kindererziehung eingelegt. Nun möchte sie wieder voll in den Beruf einsteigen.

Sie hat also gleich zwei Schwierigkeiten zu überwinden: Über 50 zu sein und dann auch noch Wiedereinsteigerin im Beruf mit einer entsprechenden Lücke im Lebenslauf. Und nun?

8 Tipps für die Bewerbung 50+

Tatsächlich gehören Arbeitnehmer mit 53 und mehr längst noch nicht zum alten Eisen. Ich kenne einen IT-Berater, der mit über 70 noch für einen großen Telekommunikationskonzern arbeitet. Wer also in der älteren Generation einen Job sucht, sollte einige Tipps beherzigen. Ein Überblick.

1. Social Networking: Kontakte aus 20-30 Berufsjahren aktiv nutzen

Wer bereits 20 oder 30 Jahre Berufserfahrung besitzt, hat im Laufe dieser Zeit eine Vielzahl von beruflichen Kontakten knüpfen können. Diese Kontakte gilt es sich nun ins Gedächtnis zurück zu rufen und aktiv aufzugreifen.

Soziale Netzwerke wie Xing oder LinkedIn bieten unzählige Möglichkeiten, wieder auf Menschen zu stoßen, mit denen man schon zusammengearbeitet hat. Daher sollte man im ersten Schritt darüber nachdenken, wo eigentlich der frühere Chef, die damalige Ansprechpartnerin beim Kunden oder die Studienkollegen aus der Weiterbildung heute tätig ist – und eine nette Kontaktanfrage zu schicken.

2. Eigene Erfahrung nutzen als Wettbewerbsvorteil

Wer wie Elisabeth einen neuen Job als Wiedereinsteiger sucht, sollte es ganz gezielt bei seinen früheren Arbeitgebern versuchen - natürlich nur, wenn die Zusammenarbeit positiv endete. Dann stehen die Chancen gut, dass sich der  Arbeitgeber an einen erinnert und einem vielleicht sogar ein Angebot. Vielleicht finanziert der Arbeitgeber auch eine Weiterbildung, die veraltete Kenntnisse auf den neuesten Stand bringt.

Der Grund: Wer als Arbeitgeber auf eine positive, gemeinsame Zusammenarbeit in der Vergangenheit blicken kann, wird bei einer möglichen Stellenbesetzung gerne auf Bewährtes zurückgreifen.

3. Netzwerk sticht Lücke im Lebenslauf

Die Strategie mit den höchsten Erfolgsaussichten für Bewerber mit 50+ ist und bleibt der Weg über Kontakte und Netzwerke. Dies gilt selbst dann, wenn der Lebenslauf – wie im Beispiel von Elisabeth – lange Lücken beinhaltet..

Ältere Bewerber sollten sich diesen Wettbewerbsvorteil deutlich stärker ins Bewusstsein rufen. Hier gilt es für Bewerber nachzudenken, am besten gemeinsam mit einem erfahrenen Berater, der die Relevanz von Erfahrungen einordnen kann - und diese dann entsprechend hervorzuheben.

4. Gezieltes Selbstmarketing als Erfolgshelfer

Gerade Führungskräfte gehen statistisch später in den Ruhestand als der Durchschnitt. Eine Führungskraft im Alter von 50 Jahren hat heutzutage durchaus noch 15 Jahre und mehr Schaffenszeit vor sich.

Das birgt viele Chancen für Ältere, die in den letzten Jahren oft als unvermittelbar galten. Es kommt für die 50+Bewerber auf die richtige Strategie zur Selbstvermarktung an: Jeder Bewerber sollte sich fragen, nach welchen Kriterien ein Unternehmen einen Mitarbeiter auswählt und bei der Bewerbung gezielt darauf eingehen.

5. Mit Zahlen, Daten, Fakten punkten

Zu diesen Kriterien gehört in erster Linie, was ein potentieller Mitarbeiter bisher bewegt und erreicht hat, welchen Nutzen er für vorherige Arbeitgeber gestiftet hat und für das eigene Unternehmen bringen kann. Es geht dabei in der Regel um konkrete Erfolge bei den harten Fakten: Kosten gesenkt, Umsätze erhöht, Gewinne gesteigert oder andere messbare Vorteile, die eben diesen Zielen dienen.

Insbesondere Führungskräfte um die 50 haben eine Menge an Erfolgen und Nutzen zu bieten. Das gilt es schwarz auf weiß darzustellen, also nachzuweisen, zum Beispiel in einer Rubrik „Beiträge zum Geschäftserfolg“ oder einer „Leistungsbilanz“.

6. Bewerben auf dem richtigen Arbeitsmarkt

Ein weiteres wichtiges Erfolgskriterium für die Bewerbung der um die 50Jährigen ist die Bearbeitung des richtigen Marktes. Circa 80 Prozent der offenen Stellen werden besetzt, ohne jemals öffentlich ausgeschrieben zu sein, insbesondere bei Führungspositionen.

Diese „verdeckten Stellen“ werden durch eine professionelle Initiativbewerbung - die sogenannte Zielgruppenkurzbewerbung - entdeckt und für die eigene Karriere genutzt. Diese Initiativbewerbung sollte die wesentlichen Stärken, Erfahrungen und insbesondere Erfolge der Führungskraft darstellen.

7. 50+ als Bereicherung für das Team

Doch auch bei einer normalen Bewerbung auf dem offenen Stellenmarkt sind die Aussichten sehr viel besser geworden. Der Input von älteren Mitarbeitern wird oft als außerordentlich wertvoll und gewinnbringend erachtet, insbesondere im Bereich der Personalentwicklung von jüngeren Kollegen.

Daher gibt es viele Kriterien für die Passgenauigkeit persönlicher Kompetenzen und benötigter Fähigkeiten mit dem Anforderungsprofil einer Stelle, die vom Alter des Kandidaten unabhängig sind.

8. Bereitschaft zum Lebenslangen Lernen zeigen

Trotz all dieser Chancen muss aber auch der Bewerber mit über 50 sein eigenes Bewerberprofil kritisch reflektieren. Einmal gelernt ist gelernt – dieser Satz gilt schon lange nicht mehr. Heute ist lebenslanges Lernen an der Tagesordnung.

Ein Plus für diejenigen Mitarbeiter, die dazu bereit sind. Ältere Mitarbeiter übernehmen mehr Eigenverantwortung für die fortlaufende Qualifizierung und Weiterbildung während des gesamten Erwerbslebens, um die Arbeitsfähigkeit zu halten und Einsatzfähigkeit zu steigern. Auch Unternehmen erkennen die Relevanz einer permanenten Weiterentwicklung und fördern diese mehr.

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  1. Ray

    Ich glaube, dass man schon ab 40 Probleme hat, schon deshalb, weil den Arbeitgebern durchaus bewusst ist, dass jemand, der bereits viele Arbeitsjahre hinter sich hat, seinen neuen Job aufgrund seiner Erfahrungen weniger Ernst nehmen wird. Was hat ihn sein bisheriges Engagement schon gebracht? Ist der Job wirklich alles im Leben? Ist das Gehalt wirklich ausreichend? Junge Bewerber nehmen ihren Job noch fürchterlich Ernst und glauben daran, an der wichtigsten Sache der Welt zu sitzen. Und um die Karriere zu fördern, verzichtet man gerne man auf Geld und Zeit. Deshalb bleibt vielen Älteren nur der Weg in die Selbständigkeit.

    • Simone Janson

      Hallo Ray, mal ein interessantes Statement - und eine ehrliche Betrachtungsweise. Danke!

  2. Volker Schneider

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  3. Simone-Maria Brunner

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  4. Holger Froese

    Bewerben über 50: Mit Berufserfahrung punkten! #Bewerbung

  5. Simone Janson

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  6. Liane Wolffgang

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