Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll wählen: Beiträge Gesundheitsfragen Risikomanagement


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Nicht nur den Job, den man sein Leben lang ausüben möchte, sollte man mit Bedacht wählen, sondern auch die passende Berufsunfähigkeitsversicherung dazu. Worauf sollten Sie achten?

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll wählen: Beiträge Gesundheitsfragen Risikomanagement

Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist VerlegerinBeraterin und Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb.

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Das Risiko für Berufsunfähigkeit rechtzeitig einkalkulieren

Es gibt unzählige Jobs und Berufsbilder, die Auswahl ist geradezu riesig. Von neuen, noch ungewöhnlichen Berufen wie Gesundheitscoach bis hin zu alltäglichen Jobs wie Kellner, Kassierer oder Bauarbeiter. Doch gerade wer am Anfang seiner beruflichen Karriere steht, der muss viele Vor- und Nachteile abwägen, über Karrierechancen nachdenken, sich selbst überlegen, was er eigentlich aus seinem Leben machen möchte und wo seine Interessen liegen.

Schließlich hat jeder Berufstätige im Normalfall einige Jahrzehnte im Arbeitsleben vor sich. Was viele jedoch vergessen, ist das Risiko im Laufe des Lebens berufsunfähig zu werden. Wer jedoch seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann, kommt schnell in finanzielle Nöte. Die Lücke zwischen dem zuletzt erwirtschafteten Einkommen und der staatlichen Unterstützung bei Berufsunfähigkeit ist in den meisten Fällen enorm. Abhilfe schafft eine Berufsunfähigkeitsversicherung, über die jeder frühzeitig nachdenken sollte, wie die ZEIT unter Berufung auf die Zeitschrift Finanztest meldete. Doch wie können Sie die für Sie passende Versicherung finden und was gibt es bei der Auswahl zu beachten?

Berufsunfähigkeitsversicherung vs. Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Wo liegt der Unterschied?

Nicht nur wer einen gefährlichen Beruf ausübt, sollte sich für den Fall der Berufsunfähigkeit versichern. Schließlich birgt das Leben immer ein gewisses Risiko. Aufgrund von Krankheiten, Unfällen oder psychischen Problemen kann eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit schnell eintreten. Wer sich dagegen nicht entsprechend versichert, bei dem kann es finanziell eng werden. Denn die staatliche Rente, die man in so einem Falle bekommt, ist zu gering, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Daher ist es in jedem Fall wichtig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

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Der Unterschied zur Erwerbsunfähigkeit besteht übrigens darin, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits dann greift, wenn Sie „nur“ dem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen können. Um als erwerbsunfähig zu gelten, dürfen Sie überhaupt nicht mehr in der Lage sein, zu arbeiten. Zum Beispiel kann ein Pilot, dem infolge eines Unfalls ein Fuß amputiert werden muss, seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben. Er kann jedoch sicherlich noch Bürotätigkeiten am Schreibtisch übernehmen und ist damit nicht erwerbs- jedoch berufsunfähig. Dafür sind bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung die Beiträge etwas geringer. Welche Versicherung sinnvoll ist, sollte individuell abgeklärt werden.

Wie werden die Beiträge kalkuliert?

Für jede Berufsunfähigkeitsversicherung gelten bestimmte Versicherungsbedingungen, Kosten und Konditionen, die sich auch verschiedenen Kriterien ergeben.

1. Die Beitragshöhe

Die Höhe der Beiträge bemisst sich danach, wie hoch die Rente im Falle einer Berufsunfähigkeit sein soll. Dies legt jeder zu Versichernde individuell fest.

Geraten wird zu einem Betrag, der die Lücke zwischen der Frührente, die man vom Staat bekommt und dem zuletzt erhaltenen Einkommen, schließt, um den eigenen Lebensstandard auch im Falle einer Berufsunfähigkeit aufrechtzuerhalten.

2. Die Leistungsdauer

Auch das Alter, bis zu welchem die Berufsunfähigkeitsrente maximal gezahlt wird, die sogenannte Leistungsdauer, spielt eine Rolle bei der Höhe Ihrer Beiträge: Je länger die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, desto mehr zahlen Sie.

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3. Die Versicherungsdauer

Davon abweichend können Sie bei vielen Verträgen die Versicherungsdauer, also das Alter, bis zu dem der Versicherungsfall eintreten muss, gesondert vereinbaren.

Bei den meisten Versicherungen liegt das maximale Versicherungs- bzw. Leistungsalter ohnehin bei 65 bzw. 67 – das Alter, in dem Sie normalerweise in Rente gehen. Und diese Dauer sollten Sie auch vereinbaren.

Die Auswahl der richtigen Versicherung: Dieses Fallstricke sollten Sie kennen

Doch Versicherung ist nicht gleich Versicherung, wie bei allen Verträgen gibt es auch bei den Berufsunfähigkeitsversicherungen gewisse Unterschiede.

1. Gesundheitsfragen: Achtung bei Vorerkrankungen

Dazu gehören zum Beispiel die Vorerkrankungen: Um überhaupt von einer Versicherungsgesellschaft aufgenommen zu werden, müssen Sie einige Gesundheitsfragen beantworten. Hier wird abgefragt, wie der momentane Gesundheitszustand ist, um das Risiko einer Berufsunfähigkeit abzuwägen. Außerdem ist der momentan ausgeübte Beruf entscheidend.

Aufgrund ihrer Angaben werden dann die Beiträge und Bedingungen für die gesamte Vertragslaufzeit festzulegen. Dabei werden Sie aufgrund Ihrer Gesundheitsmerkmale und Krankheitsvorgeschichte einer Gemeinschaft mit gleich eingeschätztem sogenanntem Risikoprofil zugeordnet. Sollte sich später herausstellen, dass Sie absichtlich oder unabsichtlich etwas vergessen haben, kann das die Kündigung des gesamten Vertrages nach sich ziehen.

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2. Wer einen sogenannten Risiko-Beruf ausübt, zahlt mehr

Wer beispielsweise einen Job im Büro ausübt, verringert das Risiko, berufsunfähig zu werden und zahlt dementsprechend geringere Beiträge. Schließlich kann eine sitzende Tätigkeit auch mit einer eventuellen Behinderung oder anderen Krankheiten noch eher ausgeführt werden als eine, die körperliche Fitness erfordert.

Das liegt daran, dass die BU im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung bereits dann greift, wenn Sie den Beruf, den Sie zuletzt hatten, nicht mehr ausüben können. Bei einem Beruf, mit hoher körperlicher Aktivität ist also beispielsweise Gerüstbauer, ist die Wahrscheinlichkeit, durch einen Unfall berufsunfähig zu werden, wesentlich höher als in einem Bürojob, bei dem nur am Schreibtisch gearbeitet wird. Einerseits ist der Beruf an sich bereits mit einer hohen Unfallwahrscheinlichkeit belastet, andererseits kann hier nur arbeiten, wer körperlich komplett fit ist.

Der eigene Beruf kann also ausschlaggebend dafür sein, von der Versicherungsgesellschaft abgelehnt zu werden oder hohe Beiträge zahlen zu müssen. Aber Achtung: Die Berufsunfähigkeit sollte nicht die Berufswahl beeinflussen. Nicht jeder, der einen risikobehafteten Beruf, wie Pilot, Gerüstbauer oder Feuerwehrmann, ausübt, wird im Laufe seiner Karriere in einen Unfall verwickelt und nicht jeder Büroangestellte kann seinen Beruf ein Leben lang ausüben. Es gibt viele Faktoren, die diese Entscheidung beeinflussen sollten, damit Sie Ihrem Beruf im besten Falle bis ins Rentenalter nachgehen können.

3. Vorsicht mit der Abstrakten Verweisung

Außerdem ist darauf zu achten, dass die abstrakte Verweisung grundsätzlich ausgeschlossen ist. Diese Regelung gibt es aus dem Grunde, damit Leistungen nicht mit der Begründung verweigert werden können, dass der Versicherte trotz seiner Einschränkungen noch einen anderen Beruf ausführen kann.

Im Klartext bedeutet das, dass Sie von der Versicherung kein Geld bekommen, solange Sie noch eine solche Tätigkeit ausüben können und zwar, auch wenn Sie die andere Arbeit auch nur theoretisch ausführen könnten, es aber in der Praxis gar keinen Bedarf für Ihre (gesundheitlich eingeschränkte) Arbeitskraft gibt und Sie daher keinen Job finden oder wenn sie weniger verdienen.

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4. Darauf sollten Selbständige und Existenzgründer achten

Wenn Sie sich während Ihres Berufslebens selbständig machen wollen, sollten Sie ebenfalls genau kalkulieren, denn bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitversicherung gelten für Selbstständige mit Angestellten besondere Bestimmungen. Den bei ihnen zählt zum “Beruf” nicht nur die Tätigkeit, die sie selbst ausüben. Geprüft wird auch, ob Sie nach einer Krankheit oder einem Unfall bestimmte Aufgaben delegieren könnten.

Eine solche Umorganisation des Betriebes ist einem Selbstständigen unter folgenden Bedingungen zuzumuten: Sie müssen weiterhin einen sinnvollen Arbeitsbereich haben (keine Gelegenheitsarbeit), der Ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Ihrer Arbeitskraft sowie Ihrer Stellung als Betriebsinhaber entspricht. Außerdem muss die Umorganisation räumlich möglich sein und keine erheblichen finanziellen Einbußen oder Investitionen nach sich ziehen. Im Ernstfall müssen Sie allerdings beweisen, dass eine Umorganisation nicht infrage kommt (etwa wegen Ihrer Gesundheit). Das allgemeine wirtschaftliche Risiko wird dabei nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen

Weiterhin gibt es noch Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, was die Beiträge betrifft. Außerdem gibt es auch spannende Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung wie Grundfähigkeiten- oder auch Dread Disease- sowie Lebensversicherungen.

Es lohnt sich daher also sich im Vorfeld ausgiebig mit dem Thema zu beschäftigen und die verschiedenen Angebote zu vergleichen. Weitere Informationen zur Vorsorge findet man online.

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