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Berufseinstieg & Karriere-Chancen für Millenials: 10 Tipps für die ersten 10 Berufsjahre


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Millennials und auch die nachfolgende Generation Z haben einen schwierigen Start ins Berufsleben. Das ständige Wachstum und die berufliche Sicherheit, die ihre Eltern noch erlebt haben, gelten für sie nicht mehr. Doch die ersten Berufsjahre sind ausschlaggebend für einen erfolgreichen Karriereverlauf. 10 Tipps, wie man sie erfolgreich meistert.



Hier schreibt für Sie: Dan Rogers ist Gründer & Geschäftsführer von Peakon in London. Zuvor arbeitete er u.a. für JP Morgan und absolvierte einen MBA an der London Business School.

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Warum sind die ersten 10 Berufsjahre entscheidend?

In den ersten zehn Berufsjahren steigt das Gehalt um bis zu 70%, die Mitarbeiter-Mobilität ist am höchsten, es ergeben sich die meisten Jobwechsel und der Karriereweg findet hier sein Fundament.

Entwickelt sich die Wirtschaft in diesem Zeitraum schlecht, verlieren die jungen Arbeitnehmer viele Möglichkeiten und finden oft keine Jobs, die ihrer guten Ausbildung entsprechen. Sie starten ihre Karriere in kleineren Unternehmen und mit geringerem Gehalt als vorhergehende Generationen.

Wie schätzen Millenials ihre Karriere-Chancen ein?

Ausgehend von dieser Beobachtung haben wir uns die Frage gestellt wie Millennials in Europa und den USA selber ihre Berufsaussichten einschätzen und was Sie tun können, um sich einen erfolgreichen Karrierestart zu ermöglichen.

Von den Deutschen Millennials glauben nur 24%, dass sie schlechtere Karriereaussichten haben als ihre Eltern. Die vermeintlich eher grimmigen Deutschen sind dabei die optimistischen Europäer. In England befürchten 37% schlechtere Chancen. In Spanien ist fast die Hälfte (46%) der jungen Erwachsenen pessimistisch – genauso wie in Frankreich.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit im Süden Europas trübt die Aussicht auf eine gute Karriere

Die spanische Wirtschaft wurde in der letzten Krise hart getroffen, die Jugendarbeitslosigkeit pegelte sich 2016 bei 42% ein. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise in 2008 lag sie sogar bei über 50%. In unserer Umfrage zeigen sich die Narben dieser brutalen Wirtschaftskrise. Fastdie Hälfte aller jungen Spanier schätzen ihre Berufsaussichten schlechter ein als ihre Eltern.

Erstaunlicherweise sind die Franzosen genauso pessimistisch wie die Spanier, obwohl dort die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen fast nur halb so groß ist wie in Spanien – sie liegt bei 26%. Hier ist offensichtlich das geringe Wirtschaftswachstum ausschlaggebend für die düstere Einschätzung. Ein OECD Report von 2016 bezeichnet das geringe Wachstum in Frankreich als besorgniserregend. Im internationalen Vergleich liegen die USA mit 32% zwischen Deutschland und UK.

Schwellenländer im Aufschwung

Daneben gibt es aber auch Schwellenländer im Aufschwung. Überraschend sind z.B. unsere Umfragedaten aus Mexiko. Junge Mexikaner lassen sich trotz Trump die Stimmung nicht verderben – nur 19% glauben, dass sie schlechter dastehen werden als ihre Eltern.

Das Land hat sich von der Wirtschaftskrise der frühen neunziger Jahre erholt, daher ist der Großteil der dortigen Millennials optimistisch. Die Aussagen der US-Regierung, dass die Amerikaner ihre südliche Grenze schützen müssten stehen im Gegensatz zu den Migrationszahlen. Es kehren mehr Mexikaner nach Hause zurück als das Land verlassen. Dies war schon vor Trumps Wahlsieg der Fall.

10 Tipps für die ersten 10 Berufsjahre: So klappt der Karrierestart für Millenials

  1. Vielfalt ersetzt Kontinuität: Millennials sollten sich nach zwei oder mehr Jahren die Frage stellen, ob sie in ihrer Position noch genug lernen und Erfahrung sammeln. Falls nicht, ist es Zeit zu wechseln oder mit dem Arbeitgeber eine Weiterbildung oder eine neue Position auszuhandeln.
  2. Lebenslanges Lernen: Vielfältige Erfahrungen zahlen sich langfristig aus, da sich die Arbeitswelt heute schneller verändert als früher. Technologien revolutionieren jede herkömmliche Industrie und oft ist Fachwissen, das bei der Ausbildung einmal gelernt wurde, schnell wieder veraltet. Daher wird Lebenslanges lernen immer wichtiger.
  3. Weg von der Spezialisierung: Vor allem in Deutschland waren lange Spezialisten gefragt. Während die Generation der Baby Boomer sich langfristig auf ihr Spezialgebiet fokussieren und lebenslang im gleichen Unternehmen verbleiben konnte, ist der Karriereweg heute deutlich schlechter vorhersehbar.
  4. Sich Multidisziplinär aufstellen: Für die Zukunft besser gewappnet ist, wer mehrere Fachbereiche kennenlernen konnte. Als gutes Beispiel dient die Technologie für selbstfahrende Autos. Die Autoindustrie, traditionell eine Domäne der Maschinenbauer und Mechaniker, wird heute von Software- Entwicklern vorangetrieben. Wer in beiden Feldern Erfahrungen sammeln konnte, ist heute sehr gefragt.
  5. Job-Anforderungen besser kennen lernen: Wer einen Beruf identifiziert hast, der ihn wirklich interessiert, sucht sich am besten jemanden, der diesen bereits ausübt. So wird schnell klar, welche Anforderungen der Beruf im Alltag tatsächlich hat. Außerdem sind Personalvermittler eine gute Anlaufstelle, um näheres zu einem Jobprofil zu erfahren.
  6. Erweitern Sie ihre Fähigkeiten! Seien Sie realistisch bei der Einschätzung von Wissenslücken. Was trennt Sie von denen, welche die angestrebte Position bereits besetzen? Schließen Sie so viele von diesen Lücken wie Sie können, indem Sie die entsprechenden Fähigkeiten, Kenntnisse und alle Qualifikationen, die Sie benötigen, erlernen.
  7. Ziele im Fokus behalten: Behalten Sie bei all den vielen Möglichkeiten dennoch Ihren Fokus im Blick und verzetteln Sie sich nicht in der Vielzahl von Optionen.
  8. Geschickt wechseln: Denken Sie darüber nach, ob ein Stellungswechsel innerhalb Ihrer Organisation oder eine ehrenamtliche Tätigkeit Sie ihrem Ziel näherbringen könnte.
  9. Den Lebenslauf Individuell anpassen: Jede Bewerbung ist individuell und genau so individuell sollte auch Ihr Lebenslauf auf die jeweilge Stelle zugeschnitten sein, damit Ihr Arbeitgeber in spe erkennt, dass Sie zur neuen Stelle passen.
  10. Weg vom Chronologischen Lebenslauf: Dabei hilft ein einfacher Trick, der dem entgegensteht, was wir über chronologische Lebensläufe gelernt haben: Markieren Sie relevante Fähigkeiten und Erfahrungen auf der ersten Seite Ihres Lebenslaufs und setzen Sie Ihre berufliche Geschichte auf die zweite. Damit sieht der potentielle Arbeitgeber sofort, wie Sie die Anforderungen des Jobs erfüllen können.

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