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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Hier schreibt für Sie:

Simone Janson ist VerlegerinBeraterin und eine der 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index. Sie ist außerdem Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Laut ZEIT gehört ihr als Marke eingetragenes Blog Best of HR – Berufebilder.de® zu den wichtigsten Blogs für Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.

Berufsbild! Nachhilfelehrer: Nicht nur per eLearning unterrichten

Die beiden Hauptaufgaben von Lehrern sind Erziehen und Unterrichten. Doch das ist auch ein Geldfrage – das erhöht die Nachfrage nach Zusatzangeboten.

Private Zusatzangebote liegen im Trend

Doch in Zeiten knapper Staatskassen und immer größer werdender Klassen rückt die individuelle Betreuung immer mehr in den Hintergrund. Viele Eltern suchen daher nach privaten Zusatzangeboten, Ihre Kinder Unterrichten zu lassen. Nachhilfeschulen und private Unterrichtsangebote liegen daher im Trend.

So ist die Zahl der Privatschulen seit Beginn der 90er-Jahre um die Hälfte gestiegen. Und das, obwohl die finanziellen Bedingungen für Privatschulen gerade in der Gründungsphase schwierig sind, weil sie in den ersten drei Jahren ohne staatliche Zuschüsse auskommen müssen. Doch nicht wenige Schulen werden von den Eltern selbst, z.B. als Genossenschaft, gegründet – einfach, weil sie ihren Kindern eine besser Bildung ermöglichen wollen.

Bildung: Nicht mehr nur ein Markt für Eliten

Bildung avanciert damit immer zu einem Markt, auf dem sich nicht mehr nur die Elite weiterqualifiziert. Neue Zielgruppen deregulieren den elitären Bildungsmarkt, das sind vor allem Kinder, Jugendliche und die sogenannten Bestager, die die Universitäten erstürmen und das Erlebnis der Hochbildung für ihre je individuelle Lebenssituation einfordern.

Bildung wird, so prognostizieren Experten, einer der renditeträchtigen Zukunftsmärkte sein. Es ist davon auszugehen, dass Bildung in noch weit höherem Maße als bislang veranschlagt neue Märkte für neue Zielgruppen erschließen wird. Das hat mehrere Gründe: Bildung verspricht Orientierung in einer Welt, die von vielen Menschen als unerklärbar und hyperkomplex wahrgenommen wird. Bildung verspricht den Anschluss an Traditionen und Herkunft und trägt entscheidend zur Identitätsbildung jedes Einzelnen bei. Und Bildung verspricht die Teilhabe an Kollektivität, an einem Überlieferübungszusammenhang und den Genuss von Gemeinsinn.

Bürgeruniversitäten liegen im Trend

Die Generation 60plus macht fast jeden Zweiten Gasthörer an deutschen Universitäten aus. Seit 2006 gibt es die erste deutsche Senioren-Universität in Horn-Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen, das Europäische Zentrum für universitäre Studien der Senioren Ostwestfalen-Lippe (EZUS). Dort werden den Absolventen nach einem zweijährigen Studium Generale Zertifikate ausgestellt.

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So genannte Bürgeruniversitäten werden zunehmend von deutschen Hochschulen organisiert. Ziel ist es dabei, über die Studenten und die akademischen Mitarbeiter hinaus weitere Bevölkerungsteile anzusprechen und für Wissenschaftsthemen zu begeistern sowie die öffentliche Wahrnehmung in den jeweiligen Städten dafür zu verstärken.

Der Bedarf an privaten Bildungsangeboten wächst

Auch der Bedarf an privaten Lehrkräften wird in Zukunft noch zunehmen, da immer mehr Eltern Ihren Kindern zusätzliche Bildung und Förderung zu Teil werden lassen. In einer Zeit, da der Bildungsmarkt immer stärker an staatlicher Regulierung verliert und sich verstärkt private Bildungs-Initiativen entwickeln, haben Lehrer auch auf dem nicht-staatlichen Markt gute Chancen.

Voraussetzung ist allerdings, dass sie qualitativ hochwertige Arbeit anbieten und Ihre Kunden mit besonderem Service überzeugen, da die Konkurrenz gerade im Niedrigpreis-Segment sehr hoch ist: Nachhilfeuntericht ist eben der klassische Nebenjob vieler Schüler und Studenten, gegen die es schwierig wird, mit einem professionellen Angebot anzukommen. Dem können Sie einzigartige Lehr- und Unterrichtsmethoden, spezielles Fachwissen oder besondere pädagogische Fähigkeiten gegenüberstellen und dafür entsprechende Preise verlangen.

Rundumsorglos-Pakete für Eltern

Bei den Phorms-Schulen etwa buchen Eltern ein Rundumsorglos-Paket, bei dem der Schulbus die Kids morgens an der Haustür abholt und sie nach Unterrichtsende wieder dort abläuft. Für die bilinguale Grundschule sind Eltern bereit, zwischen 280 und 950 Euro pro Monat zu zahlen. Der Schulgründer Alexander Olek war selbst auf der Suche nach einer guten Schule für seine eigenen Kinder. Da er mit dem bestehenden Angebot nicht zufrieden war, gründete die Schule kurzerhand selbst – und das sehr erfolgreich:

Die erste Schule, die einer Aktiengesellschaft gehört, der Gründer fungiert als Aufsichtsratsvorsitzender konzentriert sich mittlerweile ganz auf den Bildungsbereich: Deutschlandweit wurden seit der Gründung 2006 bereits sieben PHORMS-Schulen für insgesamt 1 065 Schüler eröffnet. An allen Standorten wurden zunächst Grundschulen aufgebaut, In Berlin Mitte besteht seit 2007 das erste -Gymnasium eröffnen, jetzt folgte das Gymnasium in München.

Was macht private Bildung so attraktiv?

Bildung, vor allem universitäre Bildung, steht vor einer ersten größeren Privatisierungswelle, denn aufgrund der hohen Nachfrage wird sich das Angebot stark ausweiten. Bildung und ein Konzept wie das lebenslange Lernen werden zu Lebensbegleitern und dienen nicht mehr ausschließlich der beruflichen Weiterqualifikation. Auch die Methodik wird sich stark ändern: Statt Frontalunterricht und der unangreifbaren Position des Lehrers stehe wird es beim Lernen immer mehr um kollaborative, gemeinsames und kreatives Lernen gehen.

Denn zu einer qualitativ hochwertigen Erziehung gehören die Förderung und Unterstützung der Schüler in fachlichen und persönlichen Angelegenheiten sowie die Vermittlung gesellschaftlich akzeptierter Verhaltensweisen und Wertesysteme. Dabei müssen Privat- Lehrer auf etwaige Lerndefizite genauso Rücksicht zu nehmen wie auf begabte Schüler. Und genau darauf können Sie eben nur bei individueller Betreuung im Einzeluntterricht oder sehr kleinen Gruppen eingehen. Genau darin liegt für viele Eltern der Vorteil von Privatunterricht.

Tatsächlich wird der Bildungsmarkt der Zukunft dadurch gekennzeichnet sein, dass er vor allem durch seine Nutzer lebt. Im Zentrum steht die Erkenntnis: Der Hörer/Betrachter/Nutzer vollendet erst den Bildungsprozess, indem er selbst zum Mitschöpfer der Botschaften wird. Wer von Anbieterseite das Ende des Einbahnstraßenlernens und der Expertokratie nicht ernst nimmt, der ist künftig der zweite Sieger.

Welche Aufgaben führen Nachhilfelehrer genau aus?

Dabei leisten Privatlehrer das, was Lehrer an staatlichen Schulen aus zeitlichen Gründen immer seltener schaffen: Im Unterricht bringen sie den Schülern den Unterrichtsstoff ihres Fachgebiets altersgerecht näher. Ziel ist es, die Grundlagen insbesondere für ein Hochschulstudium zu schaffen. Dazu vermitteln die Lehrer neben einer Fülle an Lernstoff auch das notwendige Handwerkszeug: Methoden des selbstständigen Lernens und wissenschaftliche Denkweisen. Dies bedingt hohe Anforderungen nicht nur an ihr Fachwissen, sondern vor allem auch an ihre didaktischen und pädagogischen Fähigkeiten. Mit unterschiedlichen Methoden, vom Frontalunterricht über Gruppenarbeit, Frage- und Antwort-Spiele und Übungen bis zur praktischen Demonstration, vermitteln sie die Unterrichtsinhalte.

Zur Unterrichtstätigkeit kommen für den Lehrer die Vor- und Nachbereitungsphasen zu Hause: Der Unterrichtsstoff will geplant und altersgerecht aufbereitet, die Unterrichtsstunde gut vorbereitet sein. Die Schulstunden planen sie anhand der Lehrpläne und des Unterrichtsstoffs an Schulen, den sie mit ihren Zusatzangebot ergänzen. Allerdings können Sie noch stärker als Ihre Kollegen an der Schule die gemachten Lernfortschritte und den individuellen Wissensstand des Schülers miteinbeziehen.

Worauf kommt es bei diesem Job besonders an?

Nachhilfelehrer helfen auch bei der Vor- und Nachbereitung von Klassenarbeiten, Hausaufgaben und dem Führen der Hefte. Sie überprüfen regelmäßig anhand der erreichten Lernerfolge und -ziele den Leistungsstand des Schülers, um Schwächen zu erkennen und entsprechend korrigierend eingreifen zu können.

Lehrer beobachten das Lernverhalten ihrer Schüler sowie ihre allgemeine Entwicklung und sozialen Kontakte, damit sie bei Problemen wie Leistungs- oder Entwicklungsschwierigkeiten intensiv auf sie eingehen und wichtige Hilfestellungen leisten können. Da ein großer Teil der Schüler sich in der Pubertät befindet, benötigen Lehrer neben ihrer Fachkompetenz vor allem Einfühlungsvermögen und Geduld sowie Durchsetzungsvermögen und Konsequenz. Sie müssen in der Lage sein, auch zu vermeintlich schwierigen Schülern einen Bezug aufzubauen.

Wichtig ist ebenso der Kontakt zu Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten: Der Lehrer informiert regelmäßig über Fortschritte, Stärken und Schwächen der Schüler. Gegebenenfalls beraten sie auch hinsichtlich der weiteren Schullaufbahn sowie bei der Wahl einer Ausbildung oder eines passenden Studiums.

Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildung & Formalitäten bei de Existenzgründung in Kürze

Nachilfelehrer ist keine geschützte Berufsbezeichnung, prinzipiell können Sie also sofort loslesgen. Allerdings werden Eltern Ihnen Ihre Kinder in der Regel nur anvertrauen, wenn Sie entsprechende Qualifikationen nachweisen können. Und das setzt in der Regel ein entsprechendes Lehramts-Studium an einer Universität absolviert haben oder wenn Sie die Nachhilfeschule etwas größer aufziehen und Lehrkräfte einstellen.

Als selbständiger Nachhilfelehrer sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbanmeldung ist nicht erforderlich. Die Deutsche Rentenversicherung stuft Ihre Tätigkeit als Personal Trainer allerdings als Lehrtätigkeit ein und geht damit von einer vorrangigen Versicherungspflicht für Lehrer, Erzieher, Pflegepersonen etc. gemäß § 2 SGB VI ein. Dabei ist entscheidend, wie der Beruf ausgeübt wird und nicht wie die Berufsbezeichnung lautet. Wenn Sie eine Nachhilfeschule aufmachen und mindestens eine sozialversicherungspflichtige Lehrkraft einstellen (keine Minijobber!) sind Sie selbst von der Rentenversicherungspflicht befreit.

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