Berufsbild! Fundraiser: Geld sammeln für Nachhaltigkeit
Die staatlichen Zuschüsse im Sozial- und Kulturbereich fallen immer knapper aus. Da sind Fundraiser gefragt, Gelder für nachhaltige Projekte aufzutreiben.

- Warum brauchen wir überhaupt Fundraiser?
- Definition: Wie arbeitet ein Fundraiser genau?
- Unterschiede und Abgrenzungen zum traditionellen Marketing
- Fundraising ist vor allem im Kulturbereich
- Voraussetzung: Woher kommen Fundraiser?
- Aus- und Weiterbildung
- Formalitäten bei der Existenzgründung in Kürze und Chancen
- Top Bücher zum Thema
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- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Warum brauchen wir überhaupt Fundraiser?
In Amerika ist es längst üblich, Geld für soziale, ökologische, kommunale oder kulturelle Initiativen zu spenden. Das beruhigt nicht nur das eigene schlechte Gewissen, sondern gehört such zum guten Ton. Außerdem ist die Arbeit gemeinnütziger Organisationen für die Erhaltung des sozialen Klimas im Lande unverzichtbar.
Und mehr und mehr gewinnt dieser Trend auch bei uns an Bedeutung. Was liegt da näher als sich, die entsprechenden Fähigkeiten vorausgesetzt, diesen Trend zu Nutze zu machen und als freiberuflicher Fundraiser, zu Deutsch „Geldbeschaffer“, zu arbeiten? Denn zunehmend müssen sich entsprechende Organisationen und Institutionen etwas einfallen lassen, um an Gel zu kommen. Und immer öfter bediene sie sich dabei einer altbekannten Methode, an Geld zu kommen: Sie lassen sich welches spenden.
Definition: Wie arbeitet ein Fundraiser genau?
Das darf man such allerdings keinesfalls so vorstellen, dass der Fundraiser mit einer Sammelbüchse von Haus zu Haus läuft: Geldbeschaffung für gemeinnützige Organisationen oder kulturelle Einrichtungen läuft heute sehr viel professioneller ab. Fundraiser arbeiten nämlich in der Regel wie Marketingexperten.
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Und grundsätzlich bedient sich ein Fundraiser bei seiner Arbeit der klassischen Marketinginstrumente: Mailings, Pressearbeit, persönliche Kontakte, Plakate, Anzeigen, Spots in Radio und Fernsehen, Online–Werbung, Events und auch Sponsoring. Zunehmend treten auch die Dienste des sogenannten Web 2.0 hinzu, z.B. Blogs, Social Networking oder Twitter. Aber daneben darf ein Fundraiser sich auch nicht scheuen, ganz direkt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, beispielsweise indem er einen Infostand in der Fußgängerzone aufbaut.
Unterschiede und Abgrenzungen zum traditionellen Marketing
Allerdings besteht ein wichtiger Unterschied zum traditionellen Marketing darin, dass Fundraiser nicht für irgendein Produkt werben, sondern für die ideelen Ziele einer in der Regel gemeinnützigen Organisation oder für ein konkretes kulturelles oder soziales Projek. Um erfolgreich zu sein, muss ein guter Fundraiser such zum einen stark mit den Zielen seines Auftraggebers identifizieren können, Denn nur dann kann er vollkommen überzeugend seine und so andere Menschen zum Spenden animieren. Zum anderen muss er wissen, welche Privatpersonen oder Unternehmen als potentielle Geldgeber in Frage kommen und wie er sie so anspricht, dass diese auch Geld bereitstellen.
Denn das Grundproblem beim Fundraising ist: Anders als beim normalen Kauf erhalten Geldgeber keinen direkten Gegenwert in Form einer Ware oder einer Dienstleistung für ihren finanziellen Einsatz. Daher lässt sich der „Nutzen“ einer Spende oder eines Sponsorings. sich nicht ohne weiteres in Cent und Euro darstellen. Daher sind zum erfolgreichen Fundraising auch Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen notwendig. Ein Fundraiser sollte keine Scheu haben, für die Sache, die er vertritt, Geld einzufordern. Dass bedeutet aber natürlich auch, dass man, selbst wenn man ein idealistisches Ziel verfolgt, such mit Geld beschäftigen muss – eine Verzahnung, die gerade in Deutschland häufig auf Unbehagen stößt. Wer also ungern über Geld spricht und sich zudem von negativen Reaktionen schnell frustrieren lässt, für den ist Fundraising wahrscheinlich der falsche Beruf.
Fundraising ist vor allem im Kulturbereich
Die Kölner Indie-Rock-Band „Angelika Express“ etwas ging in der Produktion ihres Albums „Goldener Trash“ neue Wege: Die Band stellte die neuen Songs als Stream und Download vorab ins Netz und suchte 500 Fans, die sich mit je 50 Euro an den Produktionskosten der neuen CD beteiligten. Mit den dadurch gewonnenen 25.000 Euro wurden die Produktion und die Bewerbung des neuen Albums finanziert. Im Gegenzug versprach man den Kleinanlegern 80 % der Einnahmen vom Verkauf der CDs, 20 % wurden an die Künstler selbst gehen. Schon am zweiten Tag nach dem Reservierungsstart waren 70 % der Anteile vergeben, innerhalb von 3 Wochen war die „Angelika-Aktie“ nicht zuletzt dank der hohen Presseresonanz und einer gut aufgebauten Social Media Kampagne 2-fach überzeichnet.
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Inspirierende Orte erleben und Erfolge gestalten dank unserem Shop, Rabatte dazu per Newsletter, mehr auf unseren Fokus-Seiten: [*Anzeige]Für alle anderen ist Fundraising jedoch die perfekte Umsetzung einer neuen Form von wirtschaftlichem Denken. Denn in den letzten Jahren hat sich in Wirtschaft und Gesellschaft ein erstaunlicher Sinneswandel vollzogen. War früher Gewinnmaximierung um jeden Preis das Ziel von Unternehmen und Menschen, so verbinden heute immer mehr Menschen moralische Fragen und einen Identitätswunsch mit ihren Konsumentscheidungen. Das Bewusstsein für Ethik und Moral ist heute so stark ausgeprägt wie niemals zuvor. Das bedeutet auch, dass Produkte und Dienstleistungen, die das Gefühl vermitteln können, ethisch-moralisch aufgeladen zu sein, starken Zulauf erhalten und Vertrauen und Transparenz zu entscheidenden Wirtschaftsfaktoren werden; perfekte Voraussetzungen also für die Strategie eines jeden Fundraisers, der es versteht aus diesem Paradigmenwechsel Kapital zu schlagen.
Voraussetzung: Woher kommen Fundraiser?
Spenden zu organisieren, Förderer zu betreuen und Sponsoren zu gewinnen, verlange neben einer hohen Motivation viel betriebswirtschaftliches Know-how und Marketingwissen.
Viele Fundraiser kommen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften oder aus Marketing und Betriebswirtschaft. Aber auch talentierte Quereinsteiger aus dem nichtakademischen Berufen haben Chancen: Da es beim Fundraising um Geld geht, ist eine kaufmännische Grundbildung und wirtschaftliches Grundverständnis unabdingbar. Auch wichtig sind Fähigkeiten im Kommunikationstalent und Datenmanagement sowie ein ausgeprägtes Kommunikationstalent Wort und Schrift – denn der Großteil der Arbeit besteht ja im Sprechen, Telefonieren, Verhandeln und Schreiben.
Aus- und Weiterbildung
Fundraiser ist in Deutschland noch kein anerkannter Beruf mit geregeltem Zugang, das heißt theoretisch können Sie einfach loslegen. In der Praxis ist das schwierig, wenn Vorerfahrungen fehlen.
Wer sich neben praktischen Berufserfahrung das theoretische Know-how aneignen will, kann die zweijährige Ausbildung zum „Fundraiser (FA)“ der Fundraising-Akademie in Frankfurt am Main machen. Eine Alternative kann eine Direktmarketing-Ausbildung sein, z.B. zum Direktmarketing-Fachwirt. Weitere Informationen bietet die Deutsche Direktmarketing-Akademie oder der Deutsche Direktmarketing-Verband. Studienmöglichkeiten sind Göttingen oder Oldenburg gegeben.
Wer im Bereich sozialer Einrichtungen arbeiten will, kann ein Studium Sozialmanagement, wie es unter anderem von den Fachhochschulen Dortmund, Oldenburg, Köln, Darmstadt, Niederrhein und Zittau/Görlitz sowie von der Fachhochschule des DRK in Göttingen angeboten wird., absolvieren. Möglich sind auch Fortbildungsveranstaltungen – dazu kann man einfach verschiedene Sozialverbände wie DRK, Caritas usw. kontaktieren, die in der Regel entsprechende Ausbildungen anbieten.
Formalitäten bei der Existenzgründung in Kürze und Chancen
Als Fundraiser sind Sie freiberuflich tätig. Das bedeutet, Sie benötigen lediglich eine Steuernummer beim Finanzamt. Eine Gewerbeanmeldung ist nicht erforderlich.
Derzeit gibt es einen großen Bedarf an erfahrenen und gut ausgebildeten Fundraisern. Nach Prognosen des Deutschen Fundraising Verbands wird sich der Bedarf in den nächsten Jahren verfünffachen. Denn viele Non-Profit-Unternehmen wollen die Aufgaben in diesem Bereich noch ausweiten. Meist sind Fundraiser für Hilfsorganisationen oder Wohlfahrtsverbänden, aber zunehmend auch für Hochschulen, Sportvereine, kulturelle Einrichtungen wie Theater, Museen, Umweltschutzvereine und Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig.
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Simone Janson ist Journalistin, Verlegerin, Beraterin und eine der wichtigsten deutschen Erfolgs-Bloggerinnen laut ZEIT und Blogger-Relevanz-Index. Sie initiierte die Marken Best of HR – Berufebilder.de® und Travel2s.de sowie das Institut Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.
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