Berufsbild Frühpädagogik: Studium oder Ausbildung?


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Studium oder Ausbildung – diese Frage stellt sich vielen, die etwas Pädagogisches machen wollen. Was spricht für ein Studium? Was für eine Berufsausbildung? Und lässt sich beide kombinieren?

Berufsbild Frühpädagogik: Studium oder Ausbildung? aufbaustudium

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Weichensteller Frühpädagogik: Ausbildungsmöglichkeiten und Studium

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Wer die Kleinsten betreuen will – bislang sind es meist Frauen, die diesen Beruf ergreifen – macht traditionell eine Ausbildung zur Erzieherin. Doch das Berufsbild befindet sich in einem Wandel: Zunehmend erkennt die Politik, welche Bedeutung die frühkindliche Bildung für die spätere Entwicklung hat und will die Ausbildung akademisieren.

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Daher sind in diesem Bereich in den letzten Jahren auch zahlreiche Bachelorstudiengänge entstanden. Doch welches ist der bessere Weg – Ausbildung oder Studium?

Ausbildung zur Erzieherin an einer Fachschule für Sozialpädagogik

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Birgit Brombacher kennt beides: Sie hat nach dem Abitur zunächst eine zweijährige Ausbildung zur Erzieherin an der Friedrich Fröbel Fachschule für Sozialpädagogik in Mannheim gemacht, in denen sich Schulunterricht und Tages- bzw. Blockpraktika abwechselt. Es folgte ein Anerkennungsjahr in einer Kindertagesstätte. Ihr Fazit: Für die praktische Arbeit hat sie viel gelernt, allerdings fehlte ihr von Anfang an der theoretische Unterbau:

„Um mich überhaupt an der Fachschule bewerben zu können, musste ich zunächst ein Vorpraktikum absolvieren. Da wurde ich ohne Vorkenntnisse einfach so in den Beruf reingeworfen.“

Nicht einheitlich geregelt

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Die Ausbildung zur Erzieherin, wie Brombacher sie absolviert hat, ist bundesweit nicht einheitlich geregelt. In der Regel dauert die Ausbildung an einer Fachschule für Sozialpädagogik zwei Jahre, gefolgt von einem Anerkennungsjahr. Einheitliche Voraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss, in der Regel der Realschulabschluss, und eine abgeschlossene berufliche Vorbildung in einem sozialpädagogischen oder sozialen Beruf. Es gibt jedoch in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Möglichkeiten des Tätigkeitsnachweises. So kann dies von einem Vorpraktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung bis zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung variieren.

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In den meisten Bundesländern beträgt die Ausbildungszeit drei Jahre, die sich, wie bei Brombacher, in zwei Jahre schulische Ausbildung und ein Anerkennungsjahr gliedern. In einigen Schulen ist dieses in Praktikumsblöcken über die dreijährige Ausbildungszeit verteilt. Gegebenenfalls kann das Anerkennungsjahr halbtags über zwei Jahre abgeleistet werden. Ebenfalls unterschiedlich sind die Regelungen, in welchem Zeitraum nach Ablegen der Abschlussprüfung das Anerkennungsjahr begonnen werden muss. Und in einigen Bundesländern gibt es seit einiger Zeit kein Anerkennungsjahr mehr, dafür sind die Zugangsvoraussetzungen anders geregelt.

Leistungsnachweise in der Ausbildung

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Während der schulischen Ausbildung fallen Leistungsnachweise wie Klausuren, Projektarbeiten, Hausarbeiten an, die erbracht werden müssen. Über praktische Ausbildungsabschnitte müssen normalerweise Praktikumsberichte verfasst werden und außerdem stellen die Praktikumsbetriebe Beurteilungen oder Teilnahmebescheinigungen aus, die in die Benotung mit einfließen. In jedem Halbjahr gibt es ein Zeugnis, aus dem der Leistungsstand ersichtlich ist.

Auf Grundlage der Prüfungsordnung des entsprechenden Bundeslandes wird die schulische Ausbildung mit der staatlichen Prüfung abgeschlossen. Diese kann aus einer schriftlichen Facharbeit mit anschließendem Kolloquium oder aus Klausuren bestehen. Außerdem müssen die Schüler unter Beweis stellen, dass sie die erworbenen theoretischen Kenntnisse in der praktischen Arbeit umzusetzen können. Meist muss dafür ein Arbeitsplan erstellt und ein Angebot bzw. Projekt mit einer Gruppe von Kindern oder Jugendlichen eigenverantwortlich vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet werden.

Das leistet die Berufsausbildung

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Gegenstand der Schulischen Ausbildung und Abschlussprüfung sind fast an allen Fachschulen Fächer wie Pädagogik, Psychologie, Didaktik und Methodik der sozialpädagogischen Praxis, Rechtskunde oder Soziologie sowie Gesundheitserziehung, Biologie, Literatur- und Medienarbeit und Deutsch. Außerdem stehen künstlerische, kreative, musische und bewegungsfördernde Fächer auf dem Stundenplan. Ein breites Spektrum also, allerdings ohne ein vertieftes wissenschaftliches Hintergrundwissen zu vermitteln. Birgit Brombacher fühlte sich unterfordert:

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„Die Ausbildung hat zwar vieles abgedeckt, jedoch mit häufigen Wiederholungen, kurzen Schultagen und einfachen Klausuren. Den Stoff aus zwei Jahren hätte ich vermutlich in einem halben Jahr bewältigen können. Da die Schüler sehr unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen mitbrachten, war das nicht möglich. Kolleginnen mit Abitur kamen insgesamt besser zurecht.“

Bachelorstudiengang

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Birgit Brombacher wollte mehr: Ein breiteres Fachwissen und eine fundierte Qualifikation. Vor allem aber wollte sie ihr Einsatzspektrum erweitern und ihre beruflichen Aufstiegschancen verbessern. Denn letztlich bringt ein akademischer Abschluss mehr Anerkennung – und hoffentlich als Perspektive ein entsprechendes Gehaltsplus. Daher schloss sie, nach einem kurzen Umweg über ein Psychologiestudium in Düsseldorf und einige Jahre als Erzieherin, den Bachelorstudiengang Frühkindliche und Elementarbildung (kurz felbi) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg an.

Hier lernt sie nun das vertiefte Hintergrundwissen und die wissenschaftliche Betrachtungsweise, die ihr in der Fachschulausbildung bislang gefehlt haben. Wie wichtig das gerade bei der Arbeit mit kleinen Kindern ist, erklärt Studiengangsleiter Professor Dr. Hermann Schöler:

„Frühpädagogik heißt eben nicht nur, mal ein bisschen zu basteln und zu singen. Es ist viel mehr wichtig, dass Pädagogen, bevor sie Bildungsprozesse beginnen, wissen, was dadurch bei dem Kind passiert, welche Auswirkungen es hat und wie sich das Kind weiter entwickeln wird. Daher ist Entwicklungspsychologie ein wichtiger Bestandteil unseres Studiengangs!“

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Der Bachelorstudiengang mit einem weiteren Schwerpunkt frühe Kindheit zwischen null und drei Jahre will Handlungskompetenzen, fachlicher, methodischer und sozial-kommunikativer Art vermitteln. Der sechssemestrige Studiengang ist sehr gefragt: Auf 40 Studienplätze, die pro Semester per Auswahlgespräch vergeben werden, kommen 520 Bewerber. Die Studiengebühren betragen 500 Euro pro Semester. Auch ein Teilzeitstudium ist möglich.

Wie ist das Studium aufgebaut?

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Die Studierenden müssen insgesamt 33 Module aus fünf Bereichen absolvieren. Jedes Modul besteht aus mindestens zwei Lehrveranstaltungen und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Dabei sind die Module in Bereichen wie Prävention und Förderung, Bildungsmanagement oder Früh- und Elementarbildung als wissenschaftliches Arbeitsfeld festgelegt. Im Bereich Frühkindliche und Elementarbildung haben die Studierenden jedoch neben Pflichtmodulen wie Bildungsprozesse in Kinderkrippe und Kindertagesstätte oder Mathematik und Logik im Elementarbereich auch die freie Wahl aus verschiedenen Modulen wie Gestaltungs- und Bildkompetenz, Körper, Wahrnehmung und Tanz oder Philosophie mit Kindern.

„Jeder angehende Pädagoge hat ganz spezielle Interessen und Fähigkeiten – und auf die soll er sich während des Studiums auch konzentrieren können. Es macht keinen Sinn, wenn jemand, der sich für Kreativität und Basteln interessiert, nur Sport machen kann – und umgekehrt. Unsere Studierenden sollen daher alles kennenlernen“,

erklärt Studiengangsleiter Professor Dr. Hermann Schöler das breite Angebot.

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Was leisten die Lehrmodule?

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Gut die Hälfte der Module wird durch Lehrbeauftragte aus der Praxis abgedeckt – etwa den neuropädiatrischen Leiter eines SPZ, die Dramaturgin eines Kindertheaters oder eine Psychomotorikerin. Während der Vorlesungszeit absolvieren die Studierenden außerdem wöchentlich ein vierstündiges Tagespraktikum, zumeist in einer Krippe oder einem Kindergarten. In der Regel sind sie dabei über zwei Semester in einer Einrichtung.

Die Tagespraktika haben spezielle Themenschwerpunkte und sind nach Möglichkeit eng mit den Lerninhalten an der Hochschule verknüpft. Daneben machen die Studierenden in der vorlesungsfreien Zeit thematisch ebenfalls zugeordnete, mehrwöchige Blockpraktika, um auch den Tagesablauf in einer Einrichtung zu erleben. Außerdem absolvieren die Studierenden alle zwei Wochen ein Supervisionsgespräch, in denen sie über Probleme der beruflichen Praxis reflektieren.

Welche Vorteile bringt das Studium?

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Genau diese Verzahnung von praktischen Elementen, theoretischem Hintergrundwissen und Selbstreflexion, die ihr in der Fachschulausbildung fehlte, war auch für Birgit Brombacher der Grund, das felbi-Studium zu beginnen. Als positiv empfindet sie beispielsweise, dass sie jetzt weiß, welche neuronalen Prozesse bei einem Kind ablaufen, wenn es lernt. Und sie kann im Arbeitsalltag viel besser Verhaltensauffälligkeiten erkennen und das Problem dann in der Zusammenarbeit mit Spezialisten aus Nachbardisziplinen lösen, wie sie an zwei Beispielen erklärt.

„Wenn ich den Verdacht habe, dass ein Kind in seiner motorischen oder sprachlichen Entwicklung beeinträchtigt ist, kann ich jetzt selbst erste diagnostische Tests durchführen und dann rechtzeitig dafür sorgen, dass das Kind gefördert wird – etwa durch eine Ergotherapeutin, Physiotherapeutin oder Logopädin. Umgekehrt kann ich auch Stärken und Ressourcen der Kinder besser erkennen und fördern.“

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Neue Medien in der Ausbildung

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Besonders begeistert ist Brombacher über die Einsatzmöglichkeiten, die die Arbeit mit neuen Medien wie Digitalfotografie und Video bieten – und für die die Studierenden in Heidelberg speziell in Videotechnik und -schnitt ausgebildet werden. Zum einen können sie so ihre eigene Arbeit auf Video aufnehmen und danach mit Dozenten und Kommilitonen auf Verbesserungsmöglichkeiten analysieren. Andererseits lässt sich die moderne Technik aber vor allem auch in Beratungsgesprächen mit Eltern nutzen, wie die Studentin aus der beruflichen Praxis erzählt:

„Nur wenn wir mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft eingehen, können wir etwas erreichen. Da ist es praktisch, wenn man Verhaltensauffälligkeiten beim Kind, Stärken des Kindes, die Interaktion zwischen Eltern und Kind filmen und den Eltern so veranschaulichen kann, was bereits gut funktioniert und was eventuell noch besser gemacht werden könnte.“

Lieber Studium als Ausbildung

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Birgit Brombacher würde sich daher, könnte sie heute wählen, ohne den Umweg Erzieherausbildung und Psychologiestudium, sofort für felbi entscheiden. Nachteile des Studiengangs fallen ihr keine ein, im Gegenteil, obwohl sie bereits viel Erfahrung mitbrachte, haben sich die Inhalte nicht überschnitten:

„Der Studiengang ist so hervorragend konzipiert, dass ich nie gedacht habe ‚kenn ich schon, weiß ich schon‘.“

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Warum ist eine Akademisierung der Ausbildung sinnvoll?

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Mehr als 50 Studiengänge, die wie felbi speziell für die frühkindliche Erziehung ausbilden, gibt es mittlerweile an Fachhochschulen, Universitäten oder pädagogischen Hochschulen in Deutschland. Die meisten wurden in den letzten fünf Jahren ins Leben gerufen und werden mit dem Bachelor abgeschlossen. Daneben gibt es ein paar Masterstudiengänge sowie berufsbegleitende Angebote. In der Regel ist das Abitur Voraussetzung für das Studium, an einigen Hochschulen reicht jedoch auch die Fachhochschulreife.

Traditionell gibt es aber zahlreiche Vorurteile gegen die akademisierte Erzieher-Ausbildung, nach dem Motto „Was unterscheidet eine Laterne, die von einer ausgebildeten Erzieherin gebastelt wurde, von einer, die eine Akademikerin gemacht hat?“ Bildung beginnt nach diesem Verständnis eben erst mit der Schule.

Kritik am deutschen Bildungssystem

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Das zeigt schon die Bezeichnung, die die Vorschuleinrichtungen haben: Deutsche Kleinkinder besuchen Betreuungseinrichtungen wie Kindergarten oder Hort. Der Besuch ist freiwillig, kostet aber Geld. Erst der Schulbesuch ist Pflicht und gebührenfrei. In Frankreich gehen die Kinder hingegen in die école maternelle und in Schweden in die Vorschule.

Doch seit der PISA-Studie ist das deutsche Bildungssystem in die Kritik geraten – vor allem die frühkindliche Bildung. Im internationalen Vergleich wurde nämlich deutlich: Alle großen EU-Staaten wie Spanien, Frankreich, Italien oder Großbritannien verlangen auch Kindergärten und Vorschulen bereits ein pädagogisches Konzept ab und geben überprüfbare Bildungsstandards in fünf Kernbereichen – Sprache, Mathematik, Sport, künstlerische und naturwissenschaftliche Früherziehung – sowie Evaluationsverfahren zur Bewertung der Entwicklungsfortschritte der Kinder vor.

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Frühpädagogik ist anspruchsvoll

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In Deutschland hingegen beschränkt man sich auf eher allgemein formulierte Zielsetzungen wie die „soziale und emotionale, körperliche und geistige Entwicklung“ des Kindes. Und auch bei der Ausbildung gibt es Unterschiede: Erzieherinnen werden in fast allen europäischen Ländern auf Hochschulniveau ausgebildet – nicht aber in Deutschland!

Dabei hat die Forschung längst bestätigt, wie wichtig eine anspruchsvolle Bildung gerade in den ersten sechs Lebensjahren ist. Dennoch besuchen nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die von der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart in Auftrag gegeben wurde, in Deutschland nur zehnt Prozent der Unter-Dreijährigen eine Betreuungseinrichtung, in Schweden sind es fast 50 Prozent, und in Dänemark, dem europäischen Spitzenreiter, gar 64 Prozent.

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Was sich nun ändert

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Der PISA-Schock, die fachöffentliche Kritik an dem Ausbildungssystem für frühpädagogische Fachkräfte und die Verabschiedung von Bildungsplänen für Kindertageseinrichtungen gaben den Anstoß, die Entwicklung frühpädagogischer Studiengänge voranzutreiben.

Bis zum Jahr 2013 soll es bundesweit für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben. Eng mit diesem quantitativen Ausbau der Betreuungsangebote verzahnt ist die Forderung nach der Qualität der Bildungsangebote für die ganz Kleinen.

Qualität der Bildung muss verbessert werden

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„Die Qualität frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung in unseren Kindertagesstätten muss weiter verbessert werden. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Fachkräfte für ihre pädagogischen Aufgaben entsprechend qualifiziert werden und sich das gesamte Berufsfeld angesichts neuer bildungs- und familienpolitischer Herausforderungen reformiert. Eine zwei- bis dreijährige Ausbildung auf Fachschulniveau reicht in der Regel nicht aus, um dieses breite und anspruchsvolle Kompetenzprofil zu vermitteln.“

sagt Dr. Andrea Binder, Programmleiterin Bildung und Gesellschaft der Robert Bosch Stiftung (GmbH hier löschen) in Stuttgart. Um dieses Ziel voranzutreiben, hat die Robert Bosch Stiftung 2005 das Programm PiK – Profis in Kitas ins Leben gerufen.

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Professionelle KITAS

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„PiK ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung zur Professionalisierung von Frühpädagogen in Deutschland. Unser Ziel ist es, durch die Entwicklung neuer Aus- und Weiterbildungsangebote einen Qualitätsschub für das gesamte System der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung zwischen 0 und 10 Jahren zu erreichen. Als Ergebnis der PiK-Initiative ist im Jahr 2008 die Publikation „Frühpädagogik studieren – ein Orientierungsrahmen für Hochschulen“ erschienen.“

erklärt Dr. Binder

Der genannte Orientierungsrahmen beschreibt ein breites Spektrum von Kompetenzen, die frühpädagogischen Fachkräften im Rahmen einer akademischen Ausbildung in Bachelorstudiengängen vermittelt werden können.

Dazu gehören neben pädagogischen Fähigkeiten auch Managementfähigkeiten, Organisationsvermögen, sowie Konzept- und Qualitätsentwicklung – Kompetenzen, die auch zu Leitungsfunktionen befähigen. Eine Anhebung der Erzieherinnenausbildung auf Hochschulniveau wird sich mittelfristig auch in einer höheren tariflichen Eingruppierung niederschlagen, da die Vergütung mit dem Tätigkeitsprofil von Frühpädagogen in Einklang gebracht werden muss.

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