Traumjob mit Hindernissen: Leuchtturmführer am Ende der Welt



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Chantal Cuijvers-Van Kesteren kommt aus Antwerpen in Belgien. Früher war sie Sekretärin. Dann beschloss sie, mit ihrer Familie aus der stressigen Großstadt ins Finistère, ans Ende der Welt, auszuwandern, wo die Uhren noch ein wenig anders ticken und wo alles eine Frage der Sichtweise ist – und Chantal wurde Führerin im Leuchtturm St. Mathieu im bretonischen Dorf Le Conquet.


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Von der Großstadt auf den Leuchtturm

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"Kennen Sie Antwerpen?" antworte sie auf die Frage, warum sie heute in der Bretagne lebt. "Dies Luftverschmutzung. Dieser Verkehr – jeden Tag habe ich fast anderthalb Stunden für 20 KM bis zur Arbeit gebraucht. Und hier.." sagt sie und atmet tief durch "kann man frei fahren."

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Früher war Chantal Direktionssekretärin in einer Rederei in Antwerpen, heute empfängt und betreut sie in einem Leuchtturm Touristen. Leuchttürme sind eines der Wahrzeichen der Bretagne und in Anbetracht der vielen Klippen und der rauen See eine Notwendigkeit.

Ein technisches Wunderwerk

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Sehr viele Schiffe seien bereits vor der Küste gekenntert, wie Chantal zu berichten weiß. Gleichzeitig ist St. Mathieu jedoch eine technisches Wunderwerk: Die Lampe auf Leuchtturm hat gerade einmal 52 Watt, kann jedoch 55 KM weit leuchten.

"Spiegel, die das Licht reflektieren und bündeln, machen das möglich", berichtet Chantal. Bis 2006 gab es in St. Mathieu noch einen Leuchtturmwärter, heute funktioniert der Leuchtturm vollautomatisiert.

Aus Liebe zum Meer?

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Die Liebe zum Meer scheint sich wie ein roter Faden durch Chantals Leben zu ziehen. "Ach Quatsch, das ist Zufall", winkt Chantal ab. Dass sie heute in der Bretagne lebt, habe sie eher dem Job ihres Mannes zu verdanken.

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Der arbeitete bei einem internationalen Unternehmen mit verschiedenen Werksstandorten: Zwei Jahre hat die Familie daher in England, zwei Jahre in Salzgitter gelebt, weshalb sie und ihre Familie mehrere Sprachen sprechen – für den Job sicher hilfreich. Und eben zwei Jahre in die Bretagne, wohin die Familie zurückkehrte, als ihr Mann vor sieben Jahren in Rente ging.

Am Ende der Welt, aber nicht ganz

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Denn in das Finistère, das westlichste Department der französichen Region Bretagne, hat sich die Familie auf Anhieb verliebt. "Die Leute sind freundlich, es gibt keinen Stress, dafür den Ozean und eine tolle Landschaft", berichtet Chantal und schwärmt von den langen Spaziergängen mit der Familie: "Das kann man hier auf den vielen Wanderwegen entlang der Steilküsten besonders gut."

Dass es dabei auch mal stürmt und regnet, sagt sie, macht ihr nichts aus, das gehöre hier eben dazu. Dann räumt sie aber doch ein, dass das Wetter einem manchmal einen Strich durch die Rechnung macht: In den ersten vier Jahren in der Bretagne lebte die Familie in Le Conquet direkt am Meer. "Aber der Wind war nicht auszhalten, wir konnten praktisch nie in den Garten gehen, deshalb sind wir schließlich umgezogen."

Alles eine Frage der Betrachtung

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Auch für ihre beiden Töchter, die 15 und 8 waren, als die Familie auswanderte, sei die Bretagne der schönere Ort zum leben: Es gebe keine Aggressivität wie in der Großstadt, dafür viele Freizeitmöglichkeiten wie Kino, Bowling oder verschiedene Jugendorganisationen.

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"Dafür mussten wir die beiden überall mit dem Auto hinfahren. Es gibt eben immer auch eine negative Seite", gibt Chantal schmunzelnd zu. Letztendlich ist eben alles eine Frage der Betrachtung.

Das Ende, das ein Anfang ist

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Der Name Finistère stammt vom Lateinischen "Finis terrae" und heißt wörtlich "das Ende der Welt" und zumindest ist hier das Ende des europäischen Kontinents. Auf Bretonisch heißt das Département allerdings "Penn ar bed" und das bedeudet "Anfang der Welt". Es ist also auch hier immer alles eine Frage der Betrachtung.

Und so ganz am Ende der Welt ist St. Mathieu auch nicht: 28.000 Touristen besuchen den Leuchtturm jedes Jahr, es gibt einen Parkplatz für Busse und ein Vier-Sterne-Hotel direkt gegenüber.

Eine Stunde, um ein Brot zu kaufen

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Chantal findet das angenehm, sie braucht den Kontakt zu den Menschen. Im Winter, sagt sie, sei es ihr fast schon ein wenig zu ruhig hier. Sie bedauert es in dem Fall sogar, nicht direkt in der Stadt zu wohnen sondern in der Kleinen Gemeinde Saint Renan 20 Minuten nordwestlich von Brest. Doch ihr Mann sagt sie, hat Pferde – "und da muss man dann eben Kompromisse machen!"

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Immerhin gibt es auch Vorteile: "In so einer kleinen Stadt trifft man die gleichen Leute immer wieder," erzählt Chantal. Dienstags sei beispielsweise Markt – "und dann brauche ich zum Brot kaufen eine Stunde, weil ich ständig mit den Leuten Kaffee trinke und plaudere", zeigt sie, dass die Uhren hier am Ende der Welt doch ein wenig anders ticken. "Das würde in einer großen Stadt gar nicht funktionieren."


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  1. Katrin

    Sehr schöne Geschichte, ich überlege auch gerade in die Bretagne auszuwandern, tolle Anregungen. Eines muss ich noch loswerden: Wenn alle Blogger ähnlich gute Inhalte ins Netz stellen würden, wäre das Internet viel nützlicher.

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