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Berufswahl für Ein- & Umsteiger: Welcher Beruf passt zu mir?


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Berufswahl in Deutschland ist natürlich ein Thema, für junge Menschen, die mit der Schule fertig sind und nach dem geeigneten Studium oder Ausbildungsplatz ausschau halte. Aber nicht nur: Auch immer mehr Menschen mit Beruferfahrung überlegen, umzusatteln und stellen sich die Frage: „Welcher Beruf passt zu mir?“


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Beruf – aber welchen?

Berufseinsteiger, aber auch Umsteiger haben in Deutschland die  Qual der Wahl: Neben 344 staatlich anerkannten betrieblichen Berufausbildungen gibt es derzeit etwa 12 700 Studiengänge und -fächer. Dazu kommen ungezählte berufsbegleitende Weiterbildungen.

Zirka 390 staatliche und private Hochschulen werben um die Gunst der Bildungswilligen, zudem entstehen immer neue Studien- und Weiterbildungsgänge. Letztere müssen oftmals nichtmal akkreditiert oder nommiert sein, was den Überblick besonders erschwert.

Der Weg zum Traumjob

Tom Diesbrock hat in seinem Beitrag Wo bitte gehts zum Traumjob auf einen elementaren Fehler hingewiesen, den viele Menschen bei der Berufswahl begehen: Statt nach einer Tätigkeit zu suchen, die sie wirklich interessiert, orientieren sie sich zuerst am Angebot.

Dann wird eben Medizin studiert, das kennt man ja, oder Jura. Auf ungewöhnliche Ideen kommt, bei denen man sich seinen Job quasi neu erfindet, kommt man so kaum. Eine Vorgehensweise, die Diesbrock zurecht als klassische Selbst-ins-Knie-Schuss-Technik bezeichnet.

Augen auf bei der Berufswahl

Der alte Spruch „Augen auf bei der Berufswahl“ gilt noch immer, aber bei dem unüberschaubaren Angebot fällt es schwer, den Blick in die richtige Richtung zu lenken. 11% aller Abiturienten hat selbst bei der Abi-Feier keine Ahnung, was sie machen wollen.

Barbara Knickrehm, Berufsberaterin für Abiturienten bei der Arbeitsagentur Herford, rät in unserere Artikel-Serie Augen auf bei der Berufswahl Ein- und Umsteigern, erst einmal bei sich selbst anzufangen, bevor man sich von den vielen Möglichkeiten verwirren lässt:

„Statt planlos im Internet herumzusurfen, sollte man sich an erster Stelle fragen, welche Themen und Aufgaben einen besonders beschäftigen, besonders großen Spaß machen und bei denen man den Eindruck hat, dass sie einem gut von der Hand gehen. Aber auch die Einschätzungen seines Umfeldes sollte man in die eigenen Überlegungen einbeziehen.“

Was leisten Self-Assessment-Verfahren?

In der Augen-Auf-Serie werden viele weitere Tipps und Hinweise gegeben, wie man bei der Berufswahl strategisch vorgeht. Wer dennoch auf diese Weise nicht weiterkommt, dem könnte ein Self-Assessment-Center helfen.

Dieser wird nicht nur von einigen Hochschulen teilweise verpflichtend angeboten, sondern es gibt auch Tools für die persönliche Berufswahl online. Ein Überblick und Selbstversuch findet sich in unserer Serie zu den Self-Assessment-Verfahren.

Beratung kann bei der Karriereplanung helfen

Wer den Online-Tools nicht traut, der kann eine Karriere-Beratung zu Rate ziehen. Für Schulabgänger werden solche Berufswahl-Beratungen von den Arbeitsagenturen kostenlos angeboten.

Für alle anderen gibt es ein großes Heer von privaten Beratern und Coaches, die ihre Unterstützung bei der Berufungs-Findung und Karriereplanung anbieten. Wie man hier die Spreu vom Weizen trennt und den richtigen findet, steht in unserer Artikelserie Hilfe bei der Karriereplanung.

Berufs-Wechsel: Wie gelingt der Umstieg?

Wenn man also nun weiß, was man machen will, aber nicht weiß wie? Dann möchte ich auf die Artikel-Serie von Tom-Diesbrock hinwiesen, der Schritt für Schritt erkärt, wie man bei der beruflichen Neuorientierung vorgeht – in dieser Artikelserie.

Weitere Beiträge & kostenloses eBook zum Thema

Noch einmal zusammengefasst habe ich seine Thesen in diesem Beitrag zum beruflichen Neuanfang. Wie man dann in der Realität mit seinem Wunsch auch noch die richtige Stelle findet – das erklärt Jürgen W. Goldfuß in seinem Beitrag Der Job der zu mir passt.

Wenn Sie weitere Tipps und Hinweise suchen, dann können Sie in folgenden Rubriken stöbern: Studien- & Berufswahl sowie Traumjob – Jobwechsel Quereinstieg Neuer-Job. Schließlich möchte ich auch auf mein kostenloses eBook Karriereplanung, Beratung & Coaching verweisen.

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    Meistdiskutiert im letzten Monat:
  1. Es ist richtig, dass es immer mehr Angebote gibt, sich zu bilden, vor allem in Form von Studienangeboten. Hinzu kommt, dass es auch immer neue Wege gibt, sich nach dem eigentlichen Beruf und dessen Ausbildung weiterzubilden, sodass man fast unzählige Möglichkeiten hat, von einem Beruf in einen anderen umzusteigen, sofern dieser in einem ähnlichen Bereich angesiedelt ist. Wir sehen das zur Zeit sehr stark in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen.

    Die Meinung von Herrn Diesbrock, wie man sich am Markt orientieren sollte, teile ich nicht ganz. Gerade wenn man wie ich, beispielsweise Lehramt studiert hat, weil man es sehr gerne macht, aber dann nach ein paar Jahren des Studierens gesagt bekommt, dass man keine Stelle bekommen wird, weil schlicht kein Bedarf an Lerhpersonal vorhanden ist. In diesem Moment sucht man sich, im nicht mehr ganz taufrischen Alter, schon eine Ausbildung, die einem eine gewisse Sicherheit gewährleistet. Ich kann diesen Gedanken schon nachvollziehen, gerade wenn man seinen Beruf im Hinblick auf Familienplanung etc auswählt, bzw bestimmte Beruf aussortiert.

    Man sollte sich schon orientieren, welche Nachfrage überhaupt existiert.
    ieren sie sich zuerst am Angebot.

    • Simone Janson

      Hallo Alex,
      es klingt vernünftig, was Sie sagen. Und doch muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Sicherheitsdenken zumindest bei mir nie wirklich funktioniert hat.
      Es war für mich persönlich ab einem gewissen Zeitpunkt finanziell erfolgreicher auch Herzprojekte zu machen, auch wenn die Vernunft dagegen sprach, statt alles stringent durchzuplanen. Das ist Typsache, sich etwas am Markt orientieren schadet nicht. Aber durch Kreativität, Leidenschaft und eigene Ideen kann man auch Leute begeistern und vielleicht einen Markt schaffen, wo vorher gar keiner war.
      Vielleicht muss es z.B. auch nicht unbeding der Lehrberuf sein, sondern Coaching, vielleicht gibt es ähnlich gelagerte Alternativen?

      Gruß
      Simone

      • Hallo Simone,

        ja das stimmt natürlich schon auch. Ich habe es für mich im Endeffekt genauso gemacht, wie Du sagst. Ich habe Sport und Politik auf Lehramt studiert, und bin jetzt nach dem Bachelor auf eine Bankausbildung umgeschwenkt. Allerdings baue ich meine Sportausbildung weiter im Bereich Rehasport und Präventivsport aus, um hier weiterhin pädagogisch tätig zu sein.

        Ich denke das ist eine ähnlich gelagerte Alternative, die auf jeden Fall Zukunft hat und mir auch Spaß macht. Dazu mache ich noch eine Ausbildung im Banksektor, der mich sehr interessiert. Ich weiß nicht wirklich wie das aufgeht, auch etwas zu splitten, aber ich denke wenn man im Leben mehr wie eine Sache macht ist das durchaus eine Alternative, zu dem konservativen Berufsbild…

        Beste Grüße

        • Simone Janson

          Hallo Alex,
          das ist doch gar nicht so schlecht, verschiedene Standbeine zu haben, die sich vielleicht auch gegenseitig ergänzen können – z.B. durch unterschiedliche Kontakte. Ich denke da nur an eine Bekannte, die Kekse backt für Unternehmen und Berufsberatung anbietet – und insgesamt 5 Jobs hat:
          http://www.sueddeutsche.de/karriere/plaedoyer-fuers-multijobbing-mit-nur-einem-job-wuerde-ich-unruhig-schlafen-1.1886318

  2. Pingback: Blogparade zum Jahr der Berufsorientierung: Welcher Beruf passt zu mir? | B E R U F E B I L D E R

  3. Pingback: Machen wir 2014 zum Jahr der Berufsorientierung! Aufruf zur Blogparade… | Recrutainment Blog

  4. David Goebel

    endlich mal ein Artikel, der out-of-the-box proklamiert.
    Heute stelle ich eines fest: meinen heute ausgeübten Beruf gab es zum Beginn meiner Laufbahn noch gar nicht.

    Von daher rate ich jedem: Erkenne Deine Stärken und suche die Stelle, an der Du der beste Problemlöser bist.

    • Simone Janson

      Danke. Wenn man genauer hinschaut machen eine Menge Leute etwas ganz anderes als zu Beginn ihrer Tätigkeit.

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